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Rechtsstreit mit OpenAI: Dokumente sollen Beweisen, dass Elon Musk selbst auf Profit aus war

Elon Musk und OpenAI stehen seit geraumer Zeit auf dem Kriegsfuß. Jetzt hat sich das KI-Unternehmen zur Klage des Mitgründers in einem ausführlichen Blog-Post geäußert – und verwendet Elon Musks Äußerungen gegen ihn.

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OpenAI hat weitere Details zur Klage von Elon Musk veröffentlicht. (Bild: Shutterstock/kavi designs)

OpenAI wird mittlerweile primär mit CEO Sam Altman in Verbindung gebracht. Die Gründung des Unternehmens fand aber durch einen Zusammenschluss mehrerer KI-Experten und Tech-Größen statt. Darunter befand sich seiner Zeit auch Elon Musk. Doch von der einstigen Zusammenarbeit ist nicht mehr viel übrig. Mittlerweile hat Musk gegen OpenAI geklagt.

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Die erste Klage erfolgte schon Anfang März 2024. Elon Musks Anliegen: OpenAI wäre als gemeinnütziges Unternehmen gegründet worden. Mittlerweile würde Sam Altman den ChatGPT-Konzern aber rein auf Profit auslegen, um AGI zu erreichen. Die Klage wurde von Elon Musk im Juni 2024 zurückgezogen, bevor sie erneut im August 2024 erhoben wurde. Nach diesem Hin und Her, wehrt sich OpenAI jetzt mit einem Blogbeitrag und Elon Musks eigenen Worten.

Elon Musk stimmte mit OpenAIs Strategie überein

Der Blog-Beitrag beginnt mit den Worten: „Man kann sich nicht zu AGI klagen. Wir haben eine Menge Respekt vor Elons Errungenschaften und sind für seine frühere Beteiligung an OpenAI dankbar, aber er sollte auf dem Markt konkurrieren und nicht im Gerichtssaal“. Was folgt, ist eine Timeline mit allen Ereignissen seit Gründung von OpenAI, die zeigen sollen, dass Musk von Anfang an Profit im Sinn hatte.

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Denn wäre es nach Musk gegangen, wäre OpenAI von Anfang an auf Profit ausgelegt gewesen. Im November 2015, noch vor der offiziellen Bekanntgabe der Gründung von OpenAI, äußerte Musk erste Bedenken an dem ursprünglichen Plan. Er hätte es für sinnvoller gehalten, eine gemeinnützige Organisation parallel zu einem profitorientierten OpenAI zu führen, um ausreichend Gelder für die AGI-Pläne zu sammeln. Sam Altman antwortete ihm darauf, dass dies nicht der Plan wäre.

Im Sommer 2017 kam diese Diskussion erneut auf. In einem Meeting zwischen Elon Musk und OpenAI-Mitgründer Greg Brockman stellte der Tesla-CEO fest, dass der Non-Profit-Start eine gute Wahl gewesen wäre, es aber jetzt an der Zeit sei, OpenAI profitabel zu machen. Brockman und andere bei OpenAI stimmten zu und schmiedeten erste Pläne für ein profitorientiertes Unternehmen.

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Im Herbst 2017 nahmen diese Pläne Form an. Elon Musk verlangte laut OpenAI eine Mehrheitsbeteiligung an dem Unternehmen sowie „anfänglich uneingeschränkte Kontrolle“ darüber. Musk fügte hinzu, dass er CEO des profitorientierten Unternehmens sein will. Die anderen Gründer verweigerten ihm die Position und die Kontrolle über OpenAI – und damit auch letztlich über die angestrebte AGI. Dennoch betonten sie, dass sie gern weiter mit Musk unter anderen Bedingungen weiterarbeiten wollen.

Das Leben von Elon Musk in Bildern

Elon Musks Leben in Bildern Quelle: dpa

Der Bruch mit Elon Musk

Im Januar 2018 soll Musk noch einen weiteren Vorschlag gemacht haben, der bei den Mitgründern Bedenken verursachte. So wollte Musk OpenAI mit Tesla vereinen, um dem KI-Unternehmen die nötige Finanzierung zu ermöglichen und die KI in den E-Fahrzeugen zu implementieren. So schreibt Musk: „OpenAI befindet sich auf dem sicheren Weg, gegen Google zu verlieren. Es braucht offensichtlich sofortige und drastische Maßnahmen, sonst werden alle Unternehmen außer Google irrelevant“.

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Sam Altman und die anderen Gründer lehnten ab und suchten sich andere Finanzierungsmöglichkeiten für OpenAI. Im Februar 2018 verließ Musk das Unternehmen. Bei seinem Abschieds-Meeting mit dem gesamten Team soll er gesagt haben, dass er mit Tesla den Weg von OpenAI verfolgen werde, um Milliarden US-Dollar im Jahr zu erhalten.

Kurz vor der Übernahme von Twitter durch Musk schrieb er Sam Altman erneut. In seiner Nachricht stand: „Ich war verstört, als ich die Bewertung von OpenAI in Höhe von 20 Milliarden gesehen habe. Ich habe dafür alle Samen gesät.“ OpenAI beteuert, dass sie Musk im Laufe der Jahre immer wieder Anteile am Unternehmen angeboten haben, um ihn finanziell für seine Errungenschaften zu vergüten. Diese lehnte er immer wieder ab.

Welche Auswirkungen der Blogpost von OpenAI im Rechtsstreit mit Elon Musk haben wird, bleibt abzuwarten. Die Dokumente werden vermutlich auch dem Gericht vorgelegt, wenn es zur Verhandlung kommt. Musk hat sich bisher nicht zu dem Blog-Beitrag von OpenAI geäußert.

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