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Freies Social Network: Immer mehr deutsche Behörden setzen auf Mastodon

Frisches Leben für die Twitter-Alternative Mastodon: Aus datenschutzrechtlichen Gründen weichen offenbar immer mehr deutsche Behörden auf die Open-Source-Plattform aus. Neu an Bord ist die Berliner Datenschutzbehörde.

2 Min. Lesezeit
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Twitter-Alternative Mastodon. (Bild: Mastodon)

In der Zoologie bezeichnet Mastodon eine ausgestorbene Elefantenart – online ist ein Social Network gemeint, das sich als Open-Source-Alternative zu Twitter versteht. Nach einem Hype im Jahr 2017 war es zwischenzeitlich recht ruhig um den Microblogging-Dienst geworden. 2018 bekam Mastodon ein Grab auf unserem virtuellen Social-Network-Friedhof. Die Datenschutzprobleme der US-amerikanischen Platzhirsche scheinen jetzt aber für frischen Wind bei der Twitter-Alternative zu sorgen. Immer mehr deutsche Behörden eröffnen dort eine Präsenz.

Berliner Datenschutzbehörde: „Hallo Mastodon!“

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Am Mittwoch startete die Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit (BLNBDI) mit einem „Hallo Mastodon!“ auf der Plattform. Das Angebot ist unter @BlnBDI@social.bund.de zu erreichen und verzeichnet rund 600 Folgende.

„Mit unserem neuen Mastodon-Profil wollen wir zeigen, dass soziale Netzwerke auch datenschutzkonform genutzt werden können“, sagte Volker Brozio, kommissarischer Dienststellenleiter der BLNBDI. Die Behörde will eigenen Angaben zufolge bei Mastodon über „aktuelle Themen und Veröffentlichungen rund um den Datenschutz und die Informationsfreiheit berichten“.

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BLNBDI greift für das Mastodon-Profil übrigens auf ein Angebot des Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit (BFDI) zurück, wie es in einer Mitteilung heißt. Der BFDI betreibt seit 2020 eine eigene Mastodon-Instanz, die seit vergangenem Jahr weiteren Behörden offensteht. Dort finden sich unter anderem der rheinland-pfälzische Landtag, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und weitere Behörden und staatliche Organisationen.

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Weitere Behörden mit eigenen Instanzen

Eine eigene Mastodon-Instanz betreibt zudem der Landesdatenschutzbeauftragte von Baden-Württemberg, Stefan Brink, wie Golem.de schreibt. Unter bawü.social senden neben der Datenschutzbehörde auch mehrere Hochschulen, die Stadt Freiburg sowie das Umweltministerium und die Landeszentrale für politische Bildung ihre Nachrichten (Toots oder Tröts) ab.

Vorteil von Mastodon ist, dass jede Instanz die auf ihr erfolgende Datenverarbeitung eigenverantwortlich regeln kann. Anders als das proprietäre Twitter ist Mastodon Open Source und dezentral. Die von verschiedenen Personen und Organisationen betriebenen Server/Instanzen sind föderiert und tauschen untereinander Nachrichten aus. Insgesamt soll das sogenannte Fediverse über mehrere tausend Instanzen und Millionen Nutzer:innen verfügen, wie es bei netzpolitik.org heißt.

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