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Weißes Rauschen: Spotify killt Einnahmequelle für White-Noise-Podcasts

Während Weißes Rauschen auf viele Menschen beruhigend wirkt, kostet es Spotify Nerven – und Geld. Jetzt geht der Streamingdienst gegen die teils sehr lukrativen White-Noise-Podcasts vor und streicht ihnen eine wichtige Einnahmequelle.

2 Min. Lesezeit
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Spotify geht gegen White-Noise-Podcasts vor. (Foto: Shutterstock/Tada Images)

Dem Weißen Rauschen, einer eintönig klingenden Kombination aus vielen verschiedenen Frequenzen, wird eine beruhigende Wirkung zugesprochen. Es kann ähnlich wie der Ozean oder Regen klingen und soll Stress reduzieren, die Konzentration und den nächtlichen Schlaf verbessern.

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White-Noise-Podcasts bei Spotify beliebt

Kein Wunder also, dass sogenannte White-Noise-Podcasts bei Spotify beliebt sind. Aufgrund ihrer beruhigenden Wirkung werden entsprechende Podcasts über viele Stunden gehört, etwa abends oder nachts – was die Spotify-Algorithmen als hochwertigen Content interpretieren. Entsprechend steigen Verbreitung und Nutzung der Inhalte.

Mit der Platzierung von Werbung verdienen Podcast-Betreiber:innen zum Teil viel Geld. Einem Bloomberg-Bericht zufolge sind 18.000 US-Dollar pro Monat drin. Weil White-Noise-Podcast-Hörer:innen aber als passiv gelten und kaum an Werbung interessiert sind, verpufft die Werbewirkung weitgehend. Spotify, so haben interne Dokumente gezeigt, entgehen so bis zu 38 Millionen Dollar pro Jahr.

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Weniger Werbeeinnahmen für Weißes Rauschen

Jetzt hat sich Spotify entschlossen, gegen die Monetarisierung der White-Noise-Podcasts vorzugehen, wie Bloomberg schreibt. Ab 1. Oktober 2023 sollen diese Podcasts vom sogenannten Ambassador-Ads-Programm ausgeschlossen werden. Im Rahmen dieses Programms tragen Podcast-Betreiber:innen ihren Zuhörer:innen Werbung selbst vor. Die Werbewirkung soll durch deren besondere Nähe steigen.

Der Ausschluss von dem lukrativen Werbeprogramm dürfte die White-Noise-Podcasts – finanziell – empfindlich treffen. Die Betreiber:innen haben aber weiterhin die Chance, Geld zu verdienen, etwa über bezahlte Abos, die Unterstützung von Zuhörer:innen oder automatisierte Werbeeinblendungen.

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Änderungen am Ambassador-Ads-Programm

Im Rahmen der Zugangsbeschränkungen für White-Noise-Podcasts hat Spotify weitere Änderungen am Ambassador-Ads-Programm vorgenommen. So müssen Podcast-Betreiber:innen, die daran teilnehmen wollen, jetzt 1.000 statt bisher 100 regelmäßige Zuhörer:innen haben.

13 kreative Werbekampagnen Quelle:

Darüber hinaus sollen mehr Betreiber:innen von Podcasts in das Programm geholt werden – wenn sie keine White-Noise-Podcasts betreiben. Spotify will künftig die Hälfte der Einnahmen an die Betreiber:innen auszahlen. Bisher zahlte das Unternehmen eine auf den Impressionen basierende Flatrate aus, wie Engadget berichtet.

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Spotify: Mehr Nutzer, mehr Minus

Ob und inwieweit die Maßnahmen wirken, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Im abgelaufenen ersten Halbjahr 2023 hat Spotify ein Minus von 350 Millionen Euro eingefahren. Dabei beläuft sich die Zahl der Nutzer:innen mittlerweile auf 551 Millionen – ein Plus von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

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