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105 Millionen Euro: Dieses Startup hat noch kein Produkt, aber eine Rekord-Finanzierung

Das französische KI-Startup Mistral AI hat wenige Wochen nach der Gründung 105 Millionen Euro eingesammelt – Rekord für eine erste Finanzierungsrunde. Und das, obwohl es noch gar kein fertiges Produkt gibt. Ist das gerechtfertigt?

2 Min.
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KI-Hype verhilft Startup zu Rekord-Finanzierung. (Foto: Andrey_Popov/Shutterstock)

Kaum gegründet, noch kein fertiges Produkt und trotzdem schon mit Millionen überschüttet. Die Älteren unter uns erinnert das vielleicht ein wenig an die Dot-Com-Blase der späten Neunzigerjahre.

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Jetzt scheint der Hype um künstliche Intelligenz (KI) Investor:innen anzuziehen. Welch hohe Summen für KI-Chatbots wie ChatGPT lockergemacht werden, zeigten nicht zuletzt die zehn Milliarden Dollar, die Microsoft in GPT-Entwickler OpenAI gesteckt hat.

Mistral AI: KI-Startup ohne Produkt macht Kasse

Von dem KI-Hype profitiert jetzt offensichtlich auch das in Paris beheimatete Startup Mistral AI. Das erst vor vier Wochen gegründete Jungunternehmen hat in einer ersten Finanzierungsrunde gleich 105 Millionen Euro einsammeln können, wie Mistral-AI-Mitgründer und -Präsident Arthur Mensch verkündete.

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Einem entsprechenden Bericht der Financial Times (Paywall) zufolge ist das ein Rekord. Dieser Rekord wird noch rekordträchtiger, wenn man berücksichtigt, dass Mistral AI noch kein fertiges Produkt vorzuweisen hat. Erste Angestellte sollen erst wenige Tage vor Abschluss der Finanzierungsrunde bei dem Unternehmen begonnen haben.

Hype um KI-Themen und Europas kommende Aufholjagd

Geholfen haben dürfte dem französischen Startup neben dem allgemeinen Hype um KI-Themen, dass es von ehemaligen Mitarbeiter:innen der KI-Schmiede Deepmind und des Facebook-Konzerns Meta gegründet wurde. Darüber hinaus erwarten sich Branchenbeobachter:innen, dass Europa im KI-Bereich kräftig investieren wird, um den Anschluss an die USA und China nicht zu verlieren.

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Mistral AI konzentriert sich auf die Erstellung eines großen Sprachmodells, wie es auch die Basis für ChatGPT ist. Bei der Technologie verfolge das Startup einen Open-Source-Ansatz sowie eine sozial verantwortungsvolle Vision.

Hohe Kosten für Training von KI-Sprachmodellen

Für das Training des KI-Modells benötigt das Startup derweil enorme finanzielle Ressourcen, wie Golem schreibt. Expert:innen gehen davon aus, dass das Training für ein fortschrittliches großes Sprachmodell wie GPT-4 oder Metas Llama zwischen fünf und zehn Millionen US-Dollar verschlingt.

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Das dürfte auch ein Grund dafür sein, dass Mistral AI Investor:innen für ihr Geld ein ziemlich großes Stück vom Kuchen abgibt. Denn Mistral AI wird nach der Finanzierungsrunde mit 240 Millionen Euro bewertet.

Es wird spannend sein, zu beobachten, inwieweit Mistral AI die hochgesteckten Erwartungen an einen potenten europäischen ChatGPT-Rivalen erfüllen kann.

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