
Peter Thiel. (Foto: dpa)
Der Tech-Milliardär und Trump-Unterstützer Peter Thiel hat am Sonntag auf einer Konferenz für Nationalkonservatismus in Washington Berichten zufolge Ermittlungen von FBI und CIA gegen Google gefordert. Dem Portal Axios nach hatte Thiel Google eine Nähe zum chinesischen Militär vorgeworfen. Diesen Vorwurf kleidete der nicht unumstrittene Investor in drei Fragen, die das FBI und die CIA Google stellen sollten.
So sollten die Bundesbehörden Google fragen, wie viele ausländische Geheimdienste das KI-Projekt Manhattan infiltriert hätten. Außerdem sollten die Google-Manager Auskunft darüber geben, inwieweit sie selbst vom chinesischen Geheimdienst infiltriert worden seien.
Thiel versus Google: US-Behörden sollten nicht zimperlich sein
Die dritte Frage müsste Thiel zufolge dann darauf abzielen, ob sie sich schon so sehr von chinesischen Geheimdiensten infiltriert fühlten, dass sie eher mit dem chinesischen als dem US-Militär zusammenarbeiten. Thiel stellte klar, dass diese drei Fragen von FBI und CIA gestellt werden sollten – und dass sie Google dabei nicht übermäßig sanft behandeln sollten.
Hintergrund des Verbalangriffs Thiels auf Google dürfte die aktuelle Handelspolitik des US-Präsidenten Donald Trump – insbesondere das Vorgehen gegen Huawei – sein. Eine Rolle spielt sicher auch die Entscheidung Googles aus dem Vorjahr, sich aus dem Drohnenprojekt Maven mit dem US-Verteidigungsministerium zurückzuziehen.
Darüber hinaus schlug Google viel Kritik dafür entgegen, eine auf chinesische Verhältnisse angepasste Suchmaschine anbieten zu wollen. Die Arbeit daran will Google inzwischen gestoppt haben. Google-CEO Sundar Pichai hatte zuletzt erklärt, dass der Konzern keine Rückkehr seiner Suchmaschine nach China plane.
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