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Verkehrsminister will 150 Millionen Euro in deutsches Flugtaxi-Startup investieren

Bundesverkehrsminister Volker Wissing will laut Medienberichten 150 Millionen Euro in das deutsche Flugtaxi-Startup Volocopter stecken – dem strengen Sparprogramm und allen Warnungen zum Trotz. Das Risiko tragen wohl die Steuerzahler:innen.

2 Min.
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Flugtaxi-Dienst: Hebt Volocopter schon Ende 2024 ab? (Foto: Volocopter)

Eigentlich muss das Verkehrsministerium aufgrund des von der Bundesregierung Ende 2023 beschlossenen Sparprogramms mit fünf Milliarden Euro weniger auskommen. Dem Rotstift fiel etwa die Elektroautoförderung zum Opfer.

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150 Millionen Euro an Volocopter

Entsprechend überraschend sind die Pläne von Verkehrsminister Volker Wissing (FDP), laut denen 150 Millionen Euro in die Flugtaxi-Entwicklung fließen sollen, wie der Spiegel schreibt. Flugtaxis waren auch schon ein Lieblingsthema von Wissings Vorgänger Andreas Scheuer (CSU).

Weniger verwunderlich also, dass das Bundesverkehrsministerium und der Freistaat Bayern sich die Kosten teilen wollen. Allerdings soll der Bund in Vorleistung gehen – letztlich würden die Steuerzahler:innen haften, sollte es zu einem Ausfall kommen.

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Die Risiken sind jedenfalls groß. Denn das Geld soll ausschließlich dem in Bruchsal bei Karlsruhe beheimateten Unternehmen Volocopter zugutekommen. Konkurrent Lilium aus Bayern geht dagegen leer aus, wie es im Spiegel heißt.

Wirtschaftsprüfer warnen vor großem Risiko

Die Wirtschaftsprüfer:innen von Pricewaterhousecoopers (PWC) haben Wissing und sein Ministerium jedenfalls vor der Investition gewarnt. Schließlich werde Startup-Investor:innen zu einer Diversifizierung des eigenen Portfolios geraten, wie der Standard berichtet.

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Gerade der Bereich Flugtaxis biete derweil jede Menge Risiken, anhand derer einem Startup schnell die finanzielle Luft ausgehen könne. Volocopter selbst spricht von einem „extrem herausfordernden Investitionsumfeld“.

Flugbetrieb: Start schon Ende 2024?

Allerdings ist Volocopter schon recht weit, was die Entwicklung angeht. Im Sommer 2024, so die Einschätzung des Verkehrsministeriums, könne Volocopter die Musterzulassung bekommen. Dann könnte schon zum Jahresende 2024 der kommerzielle Flugbetrieb starten.

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Es gibt aber Zweifel daran, dass der ambitionierte Zeitplan eingehalten werden kann. Zusätzlich ist freilich nicht klar, dass der Betrieb sofort Gewinn einbringt – statt weiterer Verluste, die zusätzliche Investitionen erfordern würden.

Bis Anfang 2024 sollen laut Standard schon rund 600 Millionen Euro Kapital in das Unternehmen geflossen sein. Weitere 300 bis 500 Millionen waren angekündigt. Laut Spiegel war das Land Baden-Württemberg, das ursprünglich gemeinsam mit dem Bund 300 Millionen Euro in Volocopter investieren wollte, Ende 2023 abgesprungen.

Baden-Württemberg sprang ab

Grund: Das Risiko erschien Baden-Württemberg zu groß zu sein. Jetzt dürfte entsprechend Bayern eingesprungen und die Investitionssumme auf die Hälfte eingedampft worden sein. Das Risiko ist laut PWC aber immer noch ähnlich hoch.

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Stadt der Zukunft Quelle:

Volocopter hat angekündigt, im Laufe dieses Jahres 18 seiner Fluggeräte bauen zu wollen. In den kommenden Jahren soll die Infrastruktur weiter ausgebaut werden. Der Erfolg hängt allerdings vor allem davon ab, ob die Menschen die Technologie akzeptieren und nutzen werden.

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5 Kommentare
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Dein t3n-Team

Phantomas

Der Firmensitz von Volocopter ist nicht in München, sondern im badischen Bruchsal.

Antworten
Frank

Das ist mal wieder typisch, als kleines StartUp Unternehmen hatten die damals Gelder eingesammelt und als es in Richtung stabilität ging hatten die ein Börsengang angekündigt und die Kleinstanleger rausgeschmissen weil große Unternehmen wie Porsche usw. eingestiegen sind, jetzt sollen Steuergelder den Verlust der Großen wieder ausgleichen und später das große Geld damit gemachet werden.
Typisch für Deutschland, der kleine Zahlt alles.

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Mark

Flugtaxis sind kein OePNV, sondern Spielzeug fuer ein paar Reiche, die sich auch einen eigenen Heli leisten koennen.

Da waere das Geld beim Transrapid besser angelegt.
Ist sicherer, leiser und kann von mehr Menschen genutzt werden.

Wer auch der Meinung ist kann sich gern an der Petition fuer den Transrapid auf openpetion_org beteiligen.
https://www.openpetition.de/petition/online/transrapid-in-deutschland-einsetzen

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Etienne Engel

falls es sich gut Entwickelt, alles richtig gemacht.

Das ist VentureKapital oder wie man das nennt. Das Problem, einzelne Dinger Fördern ist nicht. man muss soviel wie möglich Antreiben weil vielleicht nur eines von 10 wirklich Erfolgreich sein wird. Das wird dann mehr bringen wie 9* Sackgasse kostete

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Jacob Fricke

Stell dir vor, 150 Millionen Euro unserer Steuergelder könnten in sinnvolle Projekte fließen, statt in das Flugtaxi-Startup Volocopter zu verschwinden. Deine Stimme ist jetzt mehr denn je gefragt! Mach mit bei unserer Petition und hilf uns, ein klares Signal für eine kluge und zukunftsorientierte Verkehrspolitik zu senden. Wir brauchen jede Stimme, um zu zeigen, dass wir uns für echte, nachhaltige Verkehrslösungen einsetzen, die uns allen zugutekommen. Lass uns gemeinsam beweisen, dass unsere Gemeinschaft für Verantwortung und ökologische Weitsicht steht. Dein Einsatz zählt – mach jetzt den Unterschied! https://weact.campact.de/petitions/nein-zu-steuermitteln-fur-flugtaxi-startups-prioritaten-setzen-im-verkehrsbudget

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