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Virtuelle Personalabteilung: Remote sichert sich 300 Millionen US-Dollar in Serie-C-Finanzierung

Mit einer Bewertung von rund drei Milliarden US-Dollar ist Remote eines der am schnellsten wachsenden europäischen Startups, das keiner kennt. Das liegt an der Geschäftsidee, die allerdings sehr interessant ist.

3 Min. Lesezeit
Remote: Die Plattform für globales HR. (Bild: Remote)

Das 2019 in Portugal gegründete und mittlerweile aus dem kalifornischen San Francisco agierende Startup Remote darf sich über eine frische Finanzierungsrunde freuen, die dem Unternehmen immerhin weitere 300 Millionen Dollar in die Kassen gespült hat. Damit will sie offiziell auch in Deutschland durchstarten.

Namhafte Investoren steigen bei Onboarding-Plattform ein

Zu den Investoren gehören ausschließlich klangvolle Namen wie Accel, Sequoia, Index Ventures, Two Sigma Ventures, General Catalyst, 9Yards, Adams Street und Base Growth. Angeführt wird die Finanzierungsrunde vom Softbank Vision Fund 2. Remote sieht sich nach eigenen Angaben einem exponentiellen Wachstum ausgesetzt, was den Finanzbedarf befeuert.

Inzwischen selbst bei über 900 Mitarbeitenden angekommen, bietet Remote eine digitale Plattform für die weltweite Mitarbeiter-Akquisition. Das wird auf den ersten Blick interessant, wenn wir uns anschauen, wie weltweite Mitarbeiter-Akquisition bisher läuft. Würde etwa eine deutsche PR-Agentur Mitarbeitende in Frankreich oder in Bulgarien einstellen wollen, dann müsste sie dafür – trotz EU – eine Niederlassung vor Ort gründen.

Diesen teuren und komplizierten Vorgang verspricht Remote unnötig zu machen. Die Plattform, die auf einem dualen Ansatz von Technologie und lokaler Infrastruktur basiert, verspricht, Mitarbeitende unmittelbar einstellen zu können. Dieser Ansatz begeistert immer mehr Unternehmen, die noch nach Wegen suchen, die Umbrüche der Pandemiezeit zu kanalisieren. So gilt etwa eine völlige Abkehr vom Homeoffice auch für die Zukunft als ausgeschlossen.

Hybride Arbeitsmodelle erweitern Talentpool

Remote-Work hat im Großen und Ganzen gezeigt, dass es zu keinen Produktivitätseinbrüchen kommen muss. Im Gegenteil gibt es eine ganze Reihe prominenter Beispiele, bei denen die Produktivität im Homeoffice sogar gestiegen ist. Jetzt muss es Unternehmen darum gehen, Prozesse zu errichten, die mit der neuen Realität im Einklang stehen.

„Die Entwicklung zu Remote-Work ermöglicht Unternehmen, Mitarbeitende von jedem Ort der Welt aus einzustellen. Doch dies kann zu einem intensiven, kostspieligen und riskanten Prozess führen“, erläutert Brett Rochkind von Softbank und ergänzt: „Remote hat eine ganzheitliche, globale Plattform entwickelt, die eine schnelle und unkomplizierte Lösung bietet, um neue Mitarbeitende einzustellen und onzuboarden – und zwar ganz unabhängig davon, wo sie sich befinden.“

Mitgründer und Chef Jan van der Voort zeigt sich zufrieden mit dem Geschäftsverlauf:

„Vom ersten Tag an wollten wir mit Remote eine Welt schaffen, in der jeder Mensch und jedes Unternehmen wirklich Teil des globalen Marktes sein kann. Die bedeutende Unterstützung der Investoren ist gemeinsam mit unserem schnellen Wachstum ein Beweis dafür, dass nicht nur ein Bedarf spürbar ist, sondern dass unsere Vision und Lösungen auch erstklassige Innovationen sind. Das zusätzliche Kapital erlaubt uns, weitere Produkte zu entwickeln – wie Plattformen für die globale Lohnabrechnung – und unser Service- und Leistungsangebot zu erweitern.“

Remote will die eigene Niederlassung vor Ort ersetzen

Remote bewährt sich bereits bei Unternehmen wie Hellofresh, Gitlab oder Doordash. Übernational agierende Unternehmen erhalten mit Remote die notwendigen Tools und Fachkenntnisse, um global einzustellen, Mitarbeitende in ihren bevorzugten Währungen zu bezahlen und um die sich ständig ändernden regionalen Vorschriften einzuhalten. Durch den eigenen Aufbau und Betrieb einer kompletten Infrastruktur mit Mitarbeitern in jedem einzelnen Land und somit vor Ort hilft Remote seinen Kunden, länderspezifische Arbeitsverträge anzubieten.

Der Service schließt zudem die Gehaltsabrechnung nebst Benefits, Steuern und Aktienoptionen sowie die Sicherheit der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften mit ein. Jüngst startete das Unternehmen mit Remote Relocation ein Programm, um Unternehmen bei internationalen Umzügen zu helfen. Dies umfasst neben Beratung und Kostenübernahme des Visums, auch Relocation- und Steuerberatung, Versicherungen sowie interkulturelles Training.

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