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Viv: Neuer digitaler Assistent will das intellligente Interface für alles werden

(Bild: Viv)

Die Mitentwickler des digitalen Assistenten Siri, der fest ins iPhone und iPads integriert ist, haben den Nachfolger Viv vorgestellt. Viv soll das bessere Siri werden und nicht nur auf Apple-Geräten funktionieren – das System ist als offene Plattform konzipiert und soll sich mit Drittanbieter-Diensten verbinden können. Die erste Demonstration des AI-Assistenten ist beeindruckend.

Viv: Siri und Alexa sehen dagegen alt aus

Der digitale Assistent Viv ist die nächste Evolutionsstufe nach Siri. (Bild: viv)

Der digitale Assistent Viv ist die nächste Evolutionsstufe nach Siri. (Bild: viv)

„The intelligent interface for everything.“

Zwei der Köpfe hinter Apples Siri, Dag Kittlaus und Adam Cheyer, arbeiten seit vier Jahren im Stealth-Mode an Viv, ihrem neuen digitalen Assistenten. Im Zuge der Disrupt NYC 2016 in New York haben sie ihr neuestes Produkt jetzt erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Auf der TechCrunch-Konferenz lief Viv noch auf einem Smartphone, in Zukunft aber soll es in allen erdenklichen Produkten wie Fernsehern, Autos oder Heimautomationsanlangen Einzug halten. Kittlaus bezeichnete es als „intelligentes Interface für alles“.

Während der Demonstration zeigte Kittlaus, was Viv jetzt schon alles kann. So stellte er zuerst eine einfache Frage über das Wetter, die für keinen aktuellen digitalen Assistenten wie Cortana Google Now oder Siri ein Problem sein dürfte. Weiter ging es aber mit komplexen Fragestellungen – beispielsweise ob die Temperatur unter der Golden Gate Bridge in drei Tagen höher als 21 Grad Celsius (70 Grad Fahrenheit) liegen werde. Die Antwort kam prompt.

Viv: Bezahlungen sind mit einem Satz erledigt. (Screenshot: TechCrunch)

Viv: Bezahlungen sind mit einem Satz erledigt. (Screenshot: TechCrunch)

Die Ansage des Wetters stellt aber nur einen Randbereich der Fähigkeiten dar. Der Fokus von Viv liege unter anderem auf „Conversational Commerce“, so Kittlaus. Hierunter versteht er unter anderem Aktionen wie Zahlungen per Sprachbefehl zu erledigen. Als Beispiel sagte er zu Viv:„Schick Adam 20 Bucks (Dollar) für die Getränke von gestern Abend.“ Daraufhin wurde der Bezahlservice Venmo in Viv geöffnet und dem richtigen Adam 20 Dollar überwiesen. Ebenso könnt ihr mit einem Sprachbefehl eurer Mutter einen Blumenstrauß senden. Auch das Buchen eines Hotels ist schnell erledigt.

Viv: Digitaler Assistent braucht keine Apps

Anhand der Beispiele von Venmo, ProFlowers und weiteren wollte Kittlaus demonstrieren, dass Entwickler ihre Anwendungen und Produkte einfach mit Viv verknüpfen können. Dabei müssten Apps von Drittanbietern nicht mal auf dem Gerät vorinstalliert werden. Die Daten könnten direkt aus den Webdiensten gezogen werden.

Viv soll in Zukunft genauso allgegenwärtig sein wie WLAN und Bluetooth. (Bild: Viv)

Der Plan der Entwickler: Viv soll in Zukunft genauso allgegenwärtig sein wie WLAN und Bluetooth. (Bild: Viv)

So ist Viv weit offener als beispielsweise Siri. Viv kann ohnehin eher mit dem Assistenten Hound verglichen werden, von dem nach seiner Vorstellung Mitte letzten Jahres kaum noch die Rede ist. Viv könnte – wenn Unternehmen und Entwickler mitspielen – einen größeren Erfolg feiern, zumal die Entwickler hinter dem Assistenten offenbar umtriebig und gut vernetzt sind. Darüber hinaus sollen Facebook und Google schon Interesse an dem Produkt gezeigt haben, wie die Washington Post berichtet. Beide Unternehmen arbeiten selbst an digitalen Assistenten – Google hat Google Now und Facebook seinen Messenger sowie Facebook M in Arbeit.

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