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Hammer aus Wolfsburg: VW-Chefstratege verkündet das Ende des Verbrennungsmotors

(Foto: Volkswagen AG)

Volkswagen stellt sich auf das Elektrozeitalter ein: In weniger als zehn Jahren sollen bei VW die Arbeiten an der letzten Verbrennergeneration beginnen.

Volkswagen setzt sich konkrete Ziele zum Ausstieg aus der Verbrennertechnologie. „Im Jahr 2026 beginnt der letzte Produktstart auf einer Verbrennerplattform“, sagte VW-Chefstratege Michael Jost am Dienstag auf dem Handelsblatt-Autogipfel 2018 in Wolfsburg. VW setzt künftig wie die gesamte Branche vornehmlich auf Elektroantriebe und will sich von Benzinern und Diesel trennen.

Volkswagen stimmt sich auf Elektromobilität ein

Volkswagen ließ am Dienstag im Zuge des Handelsblatt-Autogipfels eine kleine Bombe platzen: Autos mit Benzin- oder Dieselmotor sollen auf mittlere Sicht in Wolfsburg nicht mehr produziert werden. Der Konzern sehe seine Zukunft im Elektroantrieb, so Jost. Damit bekennt sich der Konzern im Unterschied zu anderen Unternehmen wie etwa Volvo radikal zu Elektromobilität. Die Schweden haben bisher nur dem Dieselmotor den Rücken gekehrt.

Der Volkswagen I.D. wird der erste vollvernetzte Stromer des Konzerns. (Bild: VW)

Der Zeitplan zum Ende des Verbrenners orientiert sich bei Automobilherstellern wie Volkswagen an langen Produktzyklen. Der Produktionszyklus eines einzelnen Fahrzeug-Modells ist durchschnittlich etwa sieben Jahre lang. Ähnlich lang ist auch der Vorlauf respektive die Entwicklungs-Phase eines neuen Modells. Bei Volkswagen rechne man nun vom Jahr 2050 zurück – dem Jahr, in dem eine klimaneutrale Gesellschaft erreicht werden soll.

Volkswagen: Die letzten Verbrennermodelle werden in den 2030ern auf den Markt kommen

Die Ziele des Pariser Klimaabkommens könnten nur dann erreicht werden, wenn im Jahr 2050 kein Auto mehr mit Verbrennungsmotor auf den Straßen fährt, sagte Jost dem Handelsblatt zufolge. „Wir bekennen uns zum Abkommen von 2015“, erklärte Jost weiter. VW rechne daher damit, die letzten Verbrenner etwa um das Jahr 2040 zu verkaufen. „Das erste Stoppschild wird dann gesetzt.“ Demnach dürften die letzten neuen Modelle als Benziner oder Diesel in den frühen 2030er-Jahren auf den Markt kommen.

Der VW ID wird der erste vollvernetzte Stromer des Wolfsburger Konzerns
VW kann in Sachen Elektromobilität als Ankündigungsweltmeister betrachtet werden. Das erste Modell soll laut VW im Frühjahr bis Sommer 2020 vom Band rollen und dem Model 3 von Tesla Paroli bieten. Der VW I.D. soll 7.000 bis 8.000 US-Dollar günstiger als das Model 3 werden. (Bild: VW)

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Europas größter Autobauer hatte Mitte November angekündigt, seine Investitionen in Elektromobilität, autonomes Fahren und Digitalisierung in den kommenden fünf Jahren auf knapp 44 Milliarden Euro aufzustocken. Davon seien 30 Milliarden Euro für die Elektromobilität bestimmt, sagte Konzernchef Herbert Diess. Bis 2025 plant VW 50 Elektroauto-Modelle bauen.

Der erste vollvernetzte Stromer aus Wolfsburg wird der VW I.D.. Das Serienmodell soll 2019 enthüllt werden und 2020 auf den Markt kommen. Anschließend sollen das SUV-Coupé I.D. Crozz und der Siebensitzer I.D.Buzz, begleitet vom autonom fahrenden I.D. Vizzion, schrittweise in den Markt eingeführt werden.

Diese Elektroautos gibt es schon – oder erscheinen bald
Klein und flink ist der Cityhopper E-Up. Mit seinem Preis von über 25.000 Euro ist das Modell aber um einiges teurer als der Einstiegspreis des normalen Up. Mit einem 82-PS-Motor ist der Wagen jedoch auch stärker ausgerüstet – aber für einen Kleinstwagen bleibt der Preis äußerst happig. (Foto: VW)

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Mit dpa-Material.

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