News

Wegen US-Sanktionen: Huaweis Chipsparte Hisilicon laufen die Mitarbeiter davon

Huawei in der Krise. (Foto: astudio/Shutterstock)
Lesezeit: 2 Min.
Artikel merken

Wegen der zuletzt noch verschärften US-Sanktionen laufen Huawei offenbar die Mitarbeiter seiner Chipsparte Hisilicon in Scharen davon. Huawei hatte sie zuvor teilweise mit hohen Kosten selbst abgeworben.

Die in den vergangenen Monaten immer wieder verschärften Sanktionen der US-Regierung gegen Huawei zeigen jetzt offenbar doch Wirkung. Nachdem der chinesische Hersteller zunächst weiter gute Zahlen melden konnte, gehen ihm jetzt unter anderem die Chipsätze für Highend-Smartphones aus. Grund: Der taiwanische Auftragsfertiger TSMC hat auf Druck der USA die Lieferungen an Huawei gestoppt. Auch alternative Anbieter wie Mediatek könnten zu einem Abbruch der Handelsbeziehungen mit Huawei gezwungen werden. Das hat auch negative Auswirkungen auf die hauseigene Chipabteilung Hisilicon.

Headhunter „jagen“ Hisilicon-Mitarbeiter

Besonders die taiwanische Niederlassung von Huaweis Chipschmiede leidet derzeit unter einer starken Abwanderung von Mitarbeitern, wie das Branchenportal Digitimes unter Berufung auf Industriekreise berichtet. Die Abwanderung hatte schon Anfang des Jahres begonnen, als die USA begannen, die Daumenschrauben für den chinesischen Tech-Konzern stärker anzuziehen. Mittlerweile soll die Konkurrenz es ganz speziell auf Hisilicon-Mitarbeiter abgesehen haben und eigens entsprechende Headhunter einsetzen.

Für Huawei sind das doppelt schlechte Nachrichten. Schließlich hatte das chinesische Unternehmen die Chip-Experten einst selbst für viel Geld von der Konkurrenz abgeworben. Digitimes zufolge haben mittlerweile sowohl Mitarbeiter aus den mittleren als auch den oberen Etagen Huaweis Chipsparte verlassen – sie sehen offenbar wenig Aussichten auf Besserung. Solange die USA ihre Sanktionen aufrechterhalten, dürfte Huawei kaum Chancen haben, sein Chipgeschäft aufrechtzuerhalten. Der High-End-Chip Kirin etwa kann Richard Yu zufolge, der bei Huawei das Endkundengeschäft verantwortet, ab 15. September nicht mehr produziert werden.

Huawei: US-Sanktionen treffen auch Qualcomm

Die vor allem durch die US-Sanktionen verschuldeten massiven Probleme sorgen derweil für Umwälzungen in der gesamten Branche. So kämpfen Zulieferer derzeit mit großen Ausfällen, weil die Huawei-Aufträge wegfallen. Sogar der US-Chipriese Qualcomm spürt diese Entwicklung schmerzhaft und fordert von der US-Regierung ein Ende des Embargos. Die durch den Wegfall Huaweis als Kunden entstehenden Verluste sollen sich allein bei Qualcomm auf acht Milliarden US-Dollar belaufen. Im Smartphone-Markt dürfte vor allem die Konkurrenz aus China profitieren, wie Winfuture schreibt.

Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Mehr zum Thema:

Das könnte dich auch interessieren

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Digitales High Five
Holger Schellkopf (Chefredakteur t3n)

Anleitung zur Deaktivierung

Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder