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Whatsapp gibt Pläne auf: Neue AGB werden nicht erzwungen

Nach einem monatelangen Kommunikationsdesaster rund um das Thema der Zwangseinführung neuer AGB bei Facebook-Tochter Whatsapp will der Messenger-Betreiber nun offenbar endgültig zurückrudern.

2 Min.
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Whatsapp hat eine neue Nachricht für euch: Zwangs-AGB sind abgesagt. (Screenshot: t3n)

Die Betreiber der Website Wabetainfo schauen sich die Beta-Versionen des Whatsapp-Messengers in der Tiefe an und wissen dadurch meist schon Wochen vor der offiziellen Ankündigung, welche neuen Features und sonstigen Änderungen in kommenden Versionen zu erwarten sind.

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Jetzt melden sie sich mit neuen Informationen zu den umstrittenen AGB-Änderungen zurück, die seit Anfang Januar im Netz heiß diskutiert werden und deren Einführung erst forciert werden sollte, dann aber verschoben und immer weiter abgemildert wurde. Aus einer aktuellen Beta soll nun zu erkennen sein, dass sich Whatsapp kurzfristig dazu bekennen will, dass die Zustimmung zu den neuen Regeln auch auf Dauer optional bleiben wird. Die offizielle Ankündigung sei kurzfristig zu erwarten, so Wabetainfo.

Neue AGB erst beim Unternehmens-Chat erforderlich

Verwenden Nutzerinnen und Nutzer den Messenger also, um mit Freunden und Bekannten in Kontakt zu bleiben, wird eine Zustimmung zu den neuen AGB nicht mehr verlangt. Insofern wird der Zustand vor dem Januar 2021 wiederhergestellt. Erst wenn der Wunsch entsteht, mit einem Unternehmen in einen Whatsapp-Chat einzutreten, müssen die neuen AGB doch abgenickt werden.

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Das liegt daran, dass der Nachrichtenaustausch mit Unternehmen anders gestaltet ist als der mit Familie oder Freunden. „Wenn du mit einem Unternehmen über Telefon, E-Mail oder Whatsapp kommunizierst, kann es die Informationen aus diesen Interaktionen mit dir für eigene Marketingzwecke verwenden. Dies kann auch Werbung auf Facebook einschließen“, heißt es in einer Erläuterung. Damit sind diese Nachrichten offensichtlich entweder gar nicht erst verschlüsselt oder können auf andere Weise beim Empfänger weiterverarbeitet werden.

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Geschäftliche Potenziale für Whatsapp riesig

Für Whatsapp ist diese Öffnung eine gewichtige geschäftliche Perspektive. Auf der Ebene des Unternehmenskontakts wäre etwa ein Whatsapp-Pay denkbar, also ein Bezahldienst innerhalb der Chat-App. So etwas gibt es beim größten Konkurrenten Wechat, der allerdings nahezu ausschließlich in Asien populär ist, schon seit Jahren und wird dort gut angenommen. So könnte sich Whatsapp künftig neben der Chat-Ebene auch eine Shopping- und Payment-Ebene aufbauen. Leicht vorstellbar, dass das dem bislang von Facebook durchsubventionierten Dienst gut zu Gesicht stünde.

Insofern gab es die Option des vollständigen Rückzugs für Whatsapp nie. Schon im Januar hatten Kritiker den nun eingeschlagenen Weg vorgeschlagen. Wieso alle Nutzerinnen und Nutzer geänderten AGB zustimmen sollten, die nur für Chats mit Gewerblichen erforderlich waren, hatte Whatsapp in der Folge auch nicht wirklich verständlich erklären können.

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