News

Project Latte: Microsoft will Android-Apps auf Windows 10 bringen

Mit Your Phone könnt ihr Inhalte eures Smartphones auf Windows 10 spiegeln. (Bild: Microsoft)

Lesezeit: 2 Min. Gerade keine Zeit? Jetzt speichern und später lesen

Microsoft will offenbar Unterstützung für Android-Apps auf Windows 10 bringen. Das soll einem Bericht zufolge Teil eines großen Updates im nächsten Jahr werden. Nun sind erste Details zu „Project Latte“ durchgesickert.

Mit nur wenigen bis keinen Codeänderungen sollen Entwickler bald ihre Android-Apps nicht mehr nur auf Android- und Chrome-OS-Geräten anbieten können, sondern auch für Windows 10. Den Insiderinformationen von Windows Central zufolge sollen sie im MSIX-Paketformat bereitgestellt über den Microsoft-Store angeboten werden.

Microsoft will Android-Apps per Project Latte auf Windows 10 bringen

Microsoft hatte schon einmal vor fünf Jahren damit herumexperimentiert, Android-Apps auf sein Betriebssystem zu bringen. Das unter dem Codenamen Astoria laufende Projekt wurde indes wenige Monate nach seiner Ankündigung wieder eingestellt. Mit Project Latte lässt Microsoft diesen Plan wieder aufleben. Es könnte durch das Windows-Subsystem für Linux (WSL) betrieben werden, meint Windows Central. Um Android-Anwendungen auf Windows 10 zu bringen, müsse Microsoft jedoch zusätzlich ein eigenes Android-Subsystem bereitstellen.

Mit Your Phone könnt ihr Inhalte eures Smartphones auf Windows 10 spiegeln. (Bild: Microsoft)

Schon jetzt möglich: Mit Your Phone könnt ihr Inhalte eures Smartphones auf Windows 10 spiegeln. (Bild: Microsoft)

Einen ersten Baustein für eine solide Performance von Anwendungen, die über das WSL laufen sollen, hatte Microsoft erst kürzlich angekündigt: Denn WSL soll in Kürze sowohl Unterstützung für GUI-Linux-Anwendungen als auch GPU-Beschleunigung bieten.

Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Android-Apps auf Windows 10: Unterstützung der Google-Play-Dienste unwahrscheinlich

Nach den Informationen von Windows Central zielt Microsoft mit dieser Lösung vor allem darauf ab, nicht im Microsoft-Store verfügbare Anwendungen auf Windows 10 zu bringen. Jedoch sei mit Einschränkungen zu rechnen, da viele Android-Anwendungen auf Googles Play-Dienste setzen. Bei den Play-Diensten handelt es sich um proprietäre Hintergrunddienste auf Systemebene für Ortsdaten, zur Anmeldung oder für Pushbenachrichtigungen und mehr. Diese Dienste dürfen nur auf zertifizierten Android- und Chrome-OS-Geräten installiert werden. Das bedeutet, dass Anwendungen, die auf Googles Play-Dienste-API setzen, aktualisiert werden müssen, um entsprechende Abhängigkeiten zu beseitigen, bevor sie unter Windows 10 eingereicht werden können.

Ähnlich verhält es sich übrigens auch bei aktuellen Huawei-Geräten, denen aufgrund der US-Sanktionen der Zugriff auf die Google-Dienste verwehrt wird. Immerhin hat Huawei Alternativen zu Googles Diensten implementiert – es ist fraglich, ob Microsoft ähnlich vorgehen wird.

Fraglich ist zudem auch, wie Microsoft Android-Apps für Windows 10 optimieren will. Denn die Anwendungen sind für kleinere Bildschirme und Touchbedienung per Finger entwickelt worden. Vielen Windows-Geräten fehlt ein Touchscreen und die Bildschirme sind meist größer. Vermutlich werden die Android-Anwendungen aber eh nicht bildschirmfüllend, sondern wie bisher beim Spiegeln eines Android-Geräts nur in einem kleineren Fenster ausgeführt.

Microsoft hatte in den letzten Jahren schon deutlich gemacht, dass Anwendungen unter Windows 10 nicht mehr ausschließlich nativ unter Windows laufen müssen. Microsofts Betriebsystem setzt auf zahlreiche App-Plattformen wie PWA, UWP, Win32, Linux (über WSL) – und bald wohl auch Android-Apps. Der Android-App-Support soll mit dem großen Herbst-Update von Windows 10 einziehen, so die durchgesickerten Pläne.

Mehr zum Thema: Wie Microsoft Android zum idealen mobilen OS für Windows-Nutzer macht

Meistgelesen

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 70 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Luca Caracciolo (Chefredakteur t3n) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung