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Amazon Echo Show 8 im Test: Der kann alles – aber auch gut?

Der Amazon Echo Show 8 ist Smarthome-Zentrale, Entertainment-Gerät, Bilderrahmen und Telefonersatz in einem. Kurz: Der kleine Bildschirm kann ganz schön viel – aber auch alles gut? Wir machen den Test.

6 Min. Lesezeit
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Unauffällig ist der Amazon Echo Show 8 nicht gerade. (Foto: t3n)

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Hallo Echo! In meinem Haushalt gibt es längst mehr als ein Amazon-Gerät, das Zugriff auf die Sprachassistenz Alexa bietet. Die meisten davon haben keinen Bildschirm. Die Ausnahme bildet die dritte Generation des Amazon Echo Show 8, den mir der Hersteller zum Test überlassen hat.

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Mithilfe des Touchscreens soll die Steuerung von Smarthome-Geräten noch besser funktionieren. Weil auch eine Kamera verbaut ist, taugt das sogenannte Smart Display zusätzlich für Videotelefonie. Aber auch weniger offensichtliche Details sollen im Vergleich mit älteren Amazon-Geräten einen Vorteile bieten.

Vorher aber ein kleiner Einschub für alle, die bislang nur wenige Berührungspunkte mit Alexa hatten: Mithilfe der Assistenz könnt ihr Smarthome-Geräte per Sprache steuern. Laut Amazon sind über 140.000 Produkte mit Alexa kompatibel. Von der smarten Glühlampe bis zum Waschtrockner ist alles dabei. Zusätzlich liefert Alexa Informationen zum Wetter, sucht Rezepte und andere Informationen aus dem Internet, führt durch Rezepte oder spielt Musik ab.

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All das funktioniert in der kostenlosen Alexa-App auf dem Smartphone. Zuhause erhöht ein Gerät wie der Echo Show 8, das allzeit bereit steht, den Komfort aber deutlich.

Nicht immer ist die Bedienung einfach

Damit Alexa immer gut zuhört, ist der Echo Show mit einem empfindlichen Mikrofon ausgestattet, das stets nach dem in der App eingestellten Weckwort lauscht. Neben „Alexa“ hört das Gerät auch auf „Amazon“, „Echo“, „Ziggy“ oder wie bei Star Trek auf „Computer“.

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Verständigungsprobleme gab es nicht. Und das sogar trotz mehrerer unfreiwilliger Stresstests. Weil der Echo Show 8 zu groß für den Nachtschrank ist und sich nicht jeder ein Mikrofon und eine Kamera ins Wohnzimmer stellen möchte, stand das Gerät in der Küche. Dort nahm es Anfragen auch trotz laufender Dunstabzugshaube problemlos entgegen.

Alternativ bedient ihr das Gerät über den acht Zoll großen Touchscreen. Der reagiert ähnlich wie bei einem Tablet zügig auf Eingaben. So verwaltet ihr etwa vorhandene Smarthome-Geräte direkt per Fingertipp über den entsprechenden Menüpunkt. Manchmal geht das schneller, als erst einen langen Wunsch an die Sprachassistenz zu richten.

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Gute Idee, aber nicht so gut umgesetzt: Das Smarthome-Widget bietet keinen Zugriff auf Gruppen. (Foto: t3n)

Für eine noch einfachere Bedienung sollen die neuen Widgets sorgen. Ihr dürft aus einer Galerie maximal vier aussuchen, die der Echo Show als kleine Symbole auf dem Homescreen anzeigt. Die Idee ist gut, die Umsetzung lässt jedoch noch zu wünschen übrig. So gibt es zwar ein Widget für den schnellen Zugriff auf Smarthome-Geräte. Hier lassen sich als Favoriten aber nur einzelne Geräte und keine Gruppen hinterlegen. Ihr könnt also nicht alle Lampen im Wohnzimmer gleichzeitig schalten, sondern müsst jede einzeln aktivieren. Per Sprachbefehl oder über den Umweg ins Smarthome-Menü geht das schneller.

Außerdem ist die Auswahl an vorhandenen und wirklich nützlichen Widgets noch überschaubar. Bei vielen geht es um die Musikwiedergabe und um Playlists. Auf meinen Homescreen hat es neben dem Smarthome- deswegen nur das Widget für die Kommunikation mit anderen Amazon-Geräten geschafft.

Ein echtes Multitalent

Ihr merkt schon: In der Praxis ist der Echo Show 8 für mich vor allem eine Schaltzentrale fürs Smarthome. So ist das Gerät auch von Amazon vorgesehen. Im Inneren steckt schließlich je ein Zigbee-, Thread- und Matter-Hub. Kompatible Geräte wie etwa Philips-Hue-Lampen lassen sich also direkt mit dem Echo Show 8 koppeln und steuern, ohne dass eine zusätzliche Bridge für die Verbindung zum Netzwerk vorhanden sein muss.

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Das macht den Einstieg ins Smarthome leicht. In manchen Fällen müsst ihr aber auf Funktionen verzichten, weil Hersteller sie nur im Paket mit ihrer App und Bridge anbieten. Beides lässt sich im Zweifel aber noch nachrüsten, wenn ihr es mit dem smarten Zuhause wirklich ernst meint.

Abseits von smarten Lampen, Thermostaten und Co. kann der Echo Show 8 noch deutlich mehr. Was genau, hängt davon ab, welche Voraussetzungen ihr schafft. Damit das Gerät abseits von Radiostationen via Tune-In Musik abspielt, braucht ihr das übliche Abo bei Spotify, Amazon Music, Apple Music oder einem ähnlichen Dienst. Die Verknüpfung lohnt sich in jedem Fall. Der Echo Show 8 bietet einen sehr ausgewogenen und klaren Klang, der jedes Küchenradio alt aussehen lässt.

Minimalismus pur: Der Echo Show 8 hat nur drei Tasten, mit denen ihr das Mikrofon stumm schaltet und die Lautstärke reguliert. (Foto: t3n)

Dasselbe Prinzip greift bei der Videowiedergabe. Filme und Serien spielt ihr mit gültigem Abo von Amazon Prime Video oder Netflix ab. Es lassen sich aber auch Inhalte aus den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender wiedergeben. Andere wichtige Dienste wie Disney Plus oder Wow von Sky fehlen allerdings im Portfolio.

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Beim Gucken profitiert ihr ebenfalls vom guten Ton. Nur der Bildschirm ist nicht der Beste. Die Auflösung liegt bei 1.280 mal 800 Bildpunkten. Jedes aktuelle Smartphone schafft mehr. Außerdem wirken Farben manchmal blass.

Das ist natürlich Meckern auf hohem Niveau. Der Echo Show 8 kostet regulär 170 Euro* und ist bei Amazon oft reduziert zu haben. Dass es für das Geld keinen Mini-Fernseher mit Top-Display gibt, ist klar. Überhaupt soll und kann das Gerät den Smart TV im Wohnzimmer gar nicht ersetzen. Stattdessen soll es euch beim Abwasch mit einer Folge Seinfeld oder einer anderen Serie eurer Wahl bei Laune halten. Dafür reicht es allemal.

Zusätzlich dient der Bildschirm als digitaler Bilderrahmen – aber nur, wenn ihr eure Schnappschüsse über eine Smartphone-App der Cloud des Versandhändlers anvertraut. Mit Google Fotos ist der Echo Show nicht kompatibel.

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Sehen und gesehen werden

Ein paar Funktionen strickt Amazon zudem rund um die 13-Megapixel-Kamera des Echo Show 8. In erster Linie dient sie für Videotelefonie über Amazons eigenen Kommunikationsdienst oder Skype von Microsoft. Im Idealfall soll das freihändig funktionieren. In der Praxis hat Alexa bei ausgefallenen Namen aber oft Verständnisprobleme.

Kommt eine Verbindung zustande, ist die Tonqualität in Ordnung. Das Bild der Kamera ist ebenfalls okay, hätte aber gern etwas schärfer sein dürfen. Die Knipse kann euch übrigens erkennen und „schwenkt“ bis zu einem gewissen Grad mit, wenn ihr euch bewegt. So sollt ihr für den Gesprächspartner im Zentrum des Geschehens bleiben. Das funktionierte im Test am besten, wenn die Person vor der Kamera aufgestanden ist oder sich hingesetzt hat. Bewegungen nach links und rechts nahm sie nicht so gut wahr.

Und tschüss! Die Kamera des Echo Show 8 lässt sich bei Bedarf auch über eine mechanische Blende abdecken. (Foto: t3n)

Auf Wunsch behält euch die Knipse auch im Auge, wenn ihr nicht telefoniert. Dann passt der Echo Show die Bildschirminhalte dynamisch an. Steht ihr weiter weg vom Gerät, dann erscheinen Rezeptvorschläge oder die Wettervorhersage größer. Seid ihr näher dran, werden die Inhalte wieder kleiner.

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Außerdem bietet der Echo Show 8 eine echte Gesichtserkennung. Visuelle ID heißt die Funktion bei Amazon. Die Idee dahinter: Das Gerät soll sich leichter personalisieren lassen. Jeder im Haushalt kann sich ein eigenes Profil anlegen. Bestimmte Inhalte gibt es nur dann zu sehen, wenn das Gerät den entsprechenden User erkennt. Die Daten dafür speichert Amazon übrigens nicht in der Cloud, sondern auf dem Gerätespeicher.

Ich habe die Funktion zu Testzwecken eingeschaltet und der Echo Show hat mich verlässlich erkannt (und immer brav begrüßt). Da ich aber nichts vor meiner Familie zu verbergen habe, wüsste ich nicht, wozu ich die visuelle ID bei durchgehender Nutzung brauche.

Fazit

Der Amazon Echo Show 8 kann viel. Sehr viel sogar. Aber nicht alles ist gut. Die Widget-Funktion ist ausbaufähig, Kamera und Bildschirm dürften besser sein. Würde Amazon beim dritten Punkt nachbessern, könnte man das Gerät aber wohl nicht mehr für sehr faire 170 Euro verkaufen. So gibt es fürs Geld aber immerhin einen Küchen-Entertainer mit gutem Sound, der gleichzeitig einen prima Einstieg ins Smarthome bietet, weil er schon alle Voraussetzungen abdeckt.

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Speziell auf meine Situation gemünzt hat sich die Bedienung über den Touchscreen in vielen Situationen als echter Mehrwert erwiesen. Besonders dann, wenn es ums Schalten smarter Geräte ging. Besitzt ihr bereits einen Echo Show 8 der zweiten Generation, dann besteht übrigens kein Grund zum Upgrade. Die Widget-Funktion hat Amazon bereits nachgeliefert. Vielleicht folgt im nächsten Schritt ja noch ein Upgrade selbiger.

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