Analyse

Das Amazon-Haus ist da, der letzte Schritt in der Amazonisierung des Kunden

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Die Amazon-Smarthome-Welt

Neben Alexa, die Grundlage für alles in den Smarthomes ist, hat Amazon schon vor den Experience Centern in den Modellhäusern die Grundlagen für eine Smarthome-Welt gelegt. Neben dem Zukauf der Smart-Device-Hersteller Blink und Ring, die Kamerasysteme und Türsprechanlagen herstellen, hat Amazon seinen Marktplatz für Dienstleistungen, Amazon-Home-Services, im letzten Jahr um den Bereich Smarthome-Services erweitert. Sind dort sonst externe Amazon-Partner und Dienstleister zu finden, ist dieser Bereich fest in den Händen Amazons.

Die Smarthome-Kamera von Blink, mittlerweile ein Amazon-Unternehmen. (Foto: Blink)

Verbunden mit diesen Smarthome-Services bietet Amazon laut Techcrunch etwa seit Ende letzten Jahres Home-Security-Services und Hardware-Pakete beginnend ab 249 US-Dollar mit smarten Sicherheitsgeräten wie Kameras, Schlüsselanlagen und ähnliche Produkte an.

Die Welt der Amazon-Smart-Devices umfasst neben der Echofamilie, die mittlerweile aus Bildschirm-, Nachttisch-, Mini- und komplexen Varianten von Amazon Echo besteht, auch Amazon Key und die Amazon-Cloud-Cam. Daneben verbaut Amazon auch viele Smart Devices, die im Onlineshop von Amazon erhältlich sind.

Übersicht über Smart Devices in einem Amazon Modellhaus

In dem Modellhaus North-Creek-Ridge in Bothell, im Bundesstaat Washington nahe Seattle, sind die in der Bildergalerie aufgeführten Geräte verbaut worden – sortiert nach Eingang, Garten, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Badezimmer und Vorratsraum. Dash-Buttons sind im ganzen Haus zu finden.

Bei Amazon erhältliche Produkte, die im Garten und in der Garage im Modellhaus verbaut wurden. (Screenshot: Amazon)

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Amazons Plan wird aufgehen, diese Kunden gehen nie wieder

Um eine Massenverbreitung von digitalen Assistenten und Smarthomes zu erreichen, ist es notwendig, den Funktionsumfang nicht nur anschaulich zu demonstrieren, sondern auch die passenden Dienstleistungen dazuzuverkaufen. Die Einrichtung eines Smarthomes ist eine Herausforderung, auch für technisch versierte Menschen. Mit einem stationären Vertriebsweg dieser Form wählt Amazon den Königsweg.

Techcrunch weist auf ein interessantes Detail hin: Lennar, der Kooperationspartner für die Amazon-Modellhäuser, arbeitete bisher mit Apple zusammen. Die jedoch nur ihre eigenen Produkte beisteuerten – Amazon ist agnostisch und liefert und integriert alles.

Die einzelnen Komponenten dieser Smarthome-Welt greifen so perfekt ineinander, dass Amazon hier nur Erfolg haben kann. Die Daten, die in einem Alexa-kontrollierten Haus gesammelt werden, erlauben die perfekte Kundenzentrierung. Da kennt Amazon jede Vorliebe und den Alltag des Kunden bis ins letzte Detail.

Ob sich jeder Kunde dabei wohlfühlt, dass Amazon seinen kompletten Alltag kennt, ist eine andere Frage. Die Frage nach den gesammelten Daten stellt sich aber bei der Nutzung eines Smarthomes in Verbindung mit einer zentralen Plattform generell.

Die Kundenbindung in diesem goldenen Käfig wird trotzdem unglaublich sein, denn die Bequemlichkeit dieser automatisierten Welt wird der Kunde nie wieder verlassen wollen.

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