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Kryptowinter: So hoch sind die Verluste bei Bitpanda

Auch die österreichische Kryptobörse musste im vergangenen Jahr starke Umsatzeinbußen hinnehmen: Rund 80 Prozent verlor Bitpanda im Vergleich zum Boomjahr 2021.

2 Min. Lesezeit
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Auch Bitpanda musste 2022 Verluste hinnehmen. (Foto: Wirestock Creators/Shutterstock)

Dass der Kryptowinter auch an der österreichischen Kryptobörse nicht vorbeiziehen würde, war eigentlich klar. Auch Bitpanda hat bereits im Sommer 2022 mit Entlassungen auf die eingetrübte Stimmung am Kryptomarkt reagiert.

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Während die Kurse von Bitcoin und Krypto-Assets 2021 noch bis dahin unbekannte Höhen erreichten, ging es 2022 nach der Zinswende der Notenbanken und Krypto-Crashs wie Terra Luna und der FTX-Pleite umso schneller abwärts. Das hat fast alle Kryptofirmen hart getroffen.

Die Reduktion der Personalkosten schlägt sich daher auch in der Bitpanda-Bilanz von 2022 nieder, über die der Finanzblog Finance Forward berichtet: 270 Mitarbeitende mussten gehen. Zuvor war Bitpanda im Boomjahr 2021 noch rasant auf 600 Vollzeitstellen gewachsen.

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Verluste von über 100 Millionen Euro

Der Blick in die Bilanz zeigt auch: Die Einsparungen beim Personal konnten die hohen Verluste der österreichischen Kryptobörse nicht ausgleichen. 2022 schloss Bitpanda mit einem Verlust von rund 116 Millionen Euro ab – bei einem Nettoumsatz von 90 Millionen Euro. Vor allem eine außerplanmäßige Abschreibung von 33 Millionen Euro trübt die Bilanz.

Wie sehr sich die Welt für die von Eric Demuth und Paul Klanschek gegründete Kryptobörse in nur einem Jahr verändert hat, zeigen die Vergleichszahlen aus dem Boomjahr 2021: Damals sahen die Geschäftszahlen von Bitpanda noch glänzend aus: 477,9 Millionen Euro setzte die Kryptobörse um, damals ein Plus von unglaublichen 764 Prozent.

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Gegenüber Finance Forward verweist Bitpanda-CEO Eric Demuth darauf, dass die gesamte Branche mit einem Rückgang des Interesses zu kämpfen habe, was sich auf Kryptoplattformen und Fintechs weltweit ausgewirkt hat. Ein Vergleich der Umsätze von 2022 und 2021 sei „völlig im Einklang mit dem Markt hinsichtlich einer B2C-Plattform in 2022“.

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Zum Vergleich: Der Umsatzeinbruch im Endkundensegment von Coinbase lag 2022 bei einem Minus von 65 Prozent.

Bitpanda setzt auf neue Produkte

Die Kryptobörse hat in den vergangenen Monaten einiges unternommen, um sich neben dem Handel mit Kryptowährungen weitere Standbeine aufzubauen. Seit Herbst 2022 hat die deutsche Tochter der österreichischen Kryptobörse Bitpanda eine Lizenz der deutschen Finanzaufsicht Bafin und kann damit ihre Dienste auch in Deutschland anbieten. Die Lizenz deckt die Verwahrung und den Eigenhandel von Kryptowährungen ab.

Außerdem bietet Bitpanda als Techdienstleister eine White-Label-Lösung an, mit der andere Fintechs, Banken und Onlineplattformen ihren Kund:innen digitale Investmentangebote machen können. Zu den Kund:innen zählen unter anderem die deutsche Neobank N26, die US-Kryptobörse Coinbase und die französische Neobank Lydia. Außerdem baut Bitpanda an einem KI-Produkt und will mit Large-Language-Models wie GPT von OpenAI einen digitalen Wealth-Manager aufbauen.

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Zudem gibt es neuerdings ein Trading-Angebot für professionelle Händler:innen. Das Geschäft mit Aktien und ETF will Bitpanda noch weiter ausbauen und hat zuletzt beispielsweise ein Angebot für Investments in Geldmarktfonds aufgelegt: Das neue Produkt Cash Plus verspricht Anleger:innen bis zu 4,1 Prozent Rendite.

Bitpanda setzte aber auch weiterhin auf Krypto: Mitten im Bärenmarkt hat das Unternehmen im Frühjahr dieses Jahres eher unbekannte und risikoreiche Coins wie Shimmer und Core ins Angebot aufgenommen. Krypto-Fans können zudem Tokenprojekte für ein Listing auf der Plattform vorschlagen.

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