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Ethereum ist Silber, Bitcoin ist Gold: Deutsche Bank sieht Edelmetalle vor Ablösung durch Kryptowährung

Marion Laboure, leitende Ökonomin und Marktstrategin bei der Deutschen Bank, hält Wertspeicher aus Edelmetall für die moderne digitale Gesellschaft für überholt und verkündet ihre bevorstehende Ablösung.

Lesezeit: 2 Min.
Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main. (Foto: Jorg Hackemann)

Ob es lediglich die veröffentlichte Meinung der Frau Laboure oder ein abgestimmter Standpunkt der Deutschen Bank ist, bleibt offen. Jedenfalls hat Marion Laboure eine Einschätzung des Kryptomarkts in Form eines 99-sekündigen Videos abgegeben und dieses Video um einige schriftliche Anmerkungen ergänzt.

Bitcoin ist Gold

Die Geschichte zeige, dass die Menschen „schon immer eine starke Bereitschaft“ hatten, ihr Geld in einem Vermögenswert zu lagern, der sich „von den täglichen Arbeitsabläufen von Regierungen und Behörden unterscheidet“, so die Chef-Ökonomin.

Bis vor kurzem war Gold dieser primäre Vermögenswert. Ich könnte mir also vorstellen, dass Bitcoin eine Art digitales Gold ist, in dem die Menschen ihre Werte ebenfalls speichern können.

In einer schriftlichen Stellungnahme ergänzte die Deutschbankerin, dass Bitcoin „eindeutig der Pionier und die meistgehandelte Kryptowährung“ sei. Seine Marktkapitalisierung sei um ein Vielfaches größer als die von Ethereum, der Nummer Zwei hinter dem Platzhirsch, die allerdings viele Anwendungen und Anwendungsfälle biete, wie etwa eine Plattform für dezentralisierte Finanzen (Defi) und die Revolution im Digitalkunstsektor, den Non-Fungible-Token (NFT). Insofern müsse man, wenn Bitcoin als „digitales Gold“ bezeichnet würde, Ethereum durchaus als „digitales Silber“ bezeichnen.

Ethereum ist Silber

Die Edelmetall-Analogie ist nicht völlig neu. Im Januar 2021 hatten die Investmentbanker von JP Morgan ebenfalls einen Vergleich zwischen der wichtigsten Kryptowährung und dem wertvollsten Edelmetall der Welt angestellt. Sie gingen sogar so weit anzunehmen, dass es einen Wettbewerb zwischen Bitcoin und Gold geben werde, der von den Digital Natives aller Voraussicht nach zugunsten des digitalen Vermögenswertes im Sinne der „Verdrängung von Gold“ entschieden werden würde.

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Neu an dem Vergleich ist allerdings, dass zu der Gold-Analogie nun eine Silber-Analogie hinzukommt. Das hatten Analysten aus guten Gründen bisher stets vermieden. Denn die zweitgrößte Kryptowährung der Welt hat eine Marktkapitalisierung, die nur etwa halb so groß ist wie die von Bitcoin. Die Attraktivität von Ethereum erklärt sich vor allem aus der Fähigkeit, per Smart Contracts einen deutlichen Mehrwert über die reinen Währungsaspekte hinaus anzubieten.

Wenn wir allerdings daraus den Anspruch, „digitales Silber“ genannt zu werden, ableiten wollten, so gäbe es mehrere Bewerber für diese Auszeichnung. Smart-Contract-Plattformen etwa bieten auch andere Kryptowährungen aus den Top Ten, nämlich Cardano, Binance mit seiner Smart Chain, Solana und Polkadot. Derzeit ist nicht sauber zu beurteilen, welche dieser Blockchains das Rennen im Defi- und NFT-Sektor machen wird. Aktuell ist das zwar Ethereum, technisch wären indes Cardano oder Solana sogar besser geeignet.

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