Anzeige
Anzeige
News

Elon Musk: SpaceX könnte an der Raptor-Produktion Pleite gehen

Zu Thanksgiving hat der Firmenchef schlechte Nachrichten für die Mitarbeiter:innen. Der Grund liegt in der nächsten Ausbaustufe von Starlink.

2 Min.
Artikel merken
Anzeige
Anzeige

Im März explodierte der Spaceship-Prototyp SL-10 Minuten nach der Landung. Nun fordert Musk Starts alle zwei Wochen. (Screenshot: SpaceX/ t3n)

In einem Brief treibt Elon Musk die Mitarbeiter bei SpaceX an und droht mit Konkurs, wenn sie nicht mehr Raptor-Raketentriebwerke bauen. Er schreibt, das alte Leitungsteam habe massive Produktionsprobleme hinterlassen. Es geht um massenweise Starship-Starts, Starlink V2 und aggressive Pläne, wie Space Explore berichtet.

Kein freies Wochenende für Elon

Anzeige
Anzeige

Die Krise der Triebwerksproduktion sei größer als gedacht, schreibt Musk. Und er formuliert die Folgen so: „Wir sind wirklich vom Bankrott bedroht, wenn wir es nicht schaffen, im nächsten Jahr mindestens alle zwei Wochen einen Starship-Flug durchzuführen.“ Nachdem das Management ausgeschieden war, sah er sich die Probleme mit anderen Verantwortlichen zusammen an. Er habe sich ursprünglich vorgenommen, das Wochenende freizunehmen, jedoch davon Abstand genommen. „Stattdessen werde ich die ganze Nacht und das ganze Wochenende über in der Raptorleitung sein.“ Die Rede ist vom Thanksgiving-Wochenende. Ähnliches verlangt er auch von seinen Angestellten: „Wenn Sie nicht gerade wichtige Familienangelegenheiten haben oder physisch nicht nach Hawthorne zurückkehren können, brauchen wir alle Hände an Deck, um uns von dem zu erholen, was offen gesagt eine Katastrophe ist.“

Raptor-Triebwerke für das Starship-Raumschiff

Musk hatte Will Heltsley gefeuert und weitere Angestellte gingen. Mit dem Leiter der Abteilung „Antrieb“ verließen zwei Manager für den Missions- und Startbetrieb Lee Rosen und Rick Lim den Betrieb. Der Grund soll in mangelnden Fortschritten bei der Raptor-Produktion gelegen haben. Musk betont die Relevanz der Methan-Triebwerke mit gestufter Vollstromverbrennung für die Zukunft des Unternehmens. Wenn SpaceX nicht genügend zuverlässige Raptoren herstellen könne, könne Starship nicht fliegen. Und das wiederum verhindere den Start von Starlink V2. V1 sei finanziell schwach, „während V2 stark ist“.

Anzeige
Anzeige

Starlink pumpt Geld in die Kundengewinnung

Das Satelliten-Internet startete unter immensen Kosten. Zu Beginn soll SpaceX alleine bei jedem Benutzerterminal 1.000 Dollar Verlust gemacht haben. Am Jahresende kommt eine kostensparendere Version heraus. Auch die Falcon-Starts kosten Millionen. Dennoch geht es SpaceX gut, von Bankrott keine Spur: Der Unternehmenswert hat gerade die 100-Milliarden-Dollar-Marke genommen. Starlink ist aus der Betaphase herausgetreten und nach dem Gerichtsbeschluss gegen Blue Origin ist man sich des Artemis-Auftrags sicher.

Anzeige
Anzeige

Sehr ambitionierte Pläne

Dass Musk alle zwei Wochen ein Starship starten lassen will, erscheint überambitioniert. Vor wenigen Monaten explodierten die Prototypen noch beim Landeanflug. Zurzeit bezweifeln Beobachter, dass das Raumschiff den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre überlebt. Der Erfolgsgeschichte von SpaceX tue das keinen Abbruch, liest man. Die Verträge für kommerzielle Fracht und Besatzung seien nicht in Gefahr und das gelte auch für die Mondmission. Space Explore schreibt in sein Fazit: Starship ist ein ehrgeiziges Projekt mit einem aggressiven Zeitplan. Musk sollte vielleicht aufpassen, wie viel Druck er auf seine Leute ausübt, damit es ihm nicht ergeht wie Milliardärskollege Jeff Bezos. Blue Origin laufen Fachkräfte weg.

Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Kommentare

Community-Richtlinien

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Kommentar abgeben

Melde dich an, um Kommentare schreiben und mit anderen Leser:innen und unseren Autor:innen diskutieren zu können.

Anmelden und kommentieren

Du hast noch keinen t3n-Account? Hier registrieren

Anzeige
Anzeige