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Nach FTX-Pleite: Großbritannien kündigt strengere Kryptoregulierung an

Vor einem Jahr wollte Großbritannien Kryptoweltmeister werden. Rishi Sunak, damals Finanzminister, soll einen eigenen NFT in Auftrag gegeben haben. Nach der FTX-Pleite sieht die Sache anders aus.

2 Min. Lesezeit
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Kryptoregulierung: Großbritannien nimmt Bitcoin in die Zange. (Bild: leksiv/Shutterstock)

Anfang April 2022 ließ Großbritanniens Finanzministerium mit starken Worten aufhorchen. Das Land wolle zum „besten Ort in der Welt“ werden, um ein Kryptounternehmen zu gründen und groß zu machen, erklärte Wirtschaftssekretär John Glen damals.

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Kommt der Großbritannien-NFT noch?

Der damalige Finanzminister Rishi Sunak soll die britische Münzprägeanstalt Royal Mint angewiesen haben, bis zum Sommer 2022 einen eigenen NFT auf den Markt zu bringen. Ende Oktober, als Sunak zum Premierminister wurde, hieß es, an dem Projekt werde noch gearbeitet.

Bisher ist allerdings kein von der Regierung unterstützter NFT auf dem Markt. Nach den Kursrutschen der vergangenen Monate und großen Pleiten wie jener der großen Kryptobörse FTX ist es ruhiger um Bitcoin und andere Kryptowährungen geworden.

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Britische Regierung will strengere Regulierung

Die britische Regierung hat sich jetzt entschlossen, den Kryptomarkt strenger zu regulieren. Das solle insbesondere den Verbraucher:innen zugutekommen. Sollte ein Kryptounternehmen pleitegehen, so der Plan, sollen die Anleger:innen ein Recht auf Rückerstattung ihres investierten Geldes haben.

Bei den neuen, strengeren Richtlinien wolle sich das Finanzministerium an den bestehenden Regeln des Finanzsektors orientieren, wie die BBC schreibt. Entsprechend solle es gleiche Wettbewerbsbedingungen zwischen traditionellen und neuen Finanzdienstleistungen geben.

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Irreführende Werbung und Pump-and-Dump im Visier

Zu den Vorschlägen des Finanzministeriums zu einer möglichen strengeren Kryptoregulierung gehört, dass die Bewerbung von Krypto-Assets nicht irreführend sein dürfe. Zudem sollen auch sogenannte Pump-and-Dump-Strategien untersagt werden.

Dabei versucht ein:e Marktteilnehmer:in, den Preis eines Assets künstlich in die Höhe zu treiben, um abzukassieren. Danach stürzt der Kurs wieder ab.

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Krypto: Risiken minimieren, Vorteile nutzen

Ziel Großbritanniens sei es, die größte Risiken der Kryptobranche zu minimieren und zugleich die wichtigsten Vorteile zu nutzen. Die britische Regierung räumt aber ein, dass ihre Regulierung nicht bei solchen Kryptounternehmen greife, die außerhalb Großbritanniens tätig seien.

Wie groß das Problem des Betrugs mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen sein könnte, zeigt eine Analyse des Bureau of Investigative Journalism und der Zeitung The Observer. Demnach sollen 168 Firmen in Großbritannien betrügerische Krypto- oder Forex-Systeme betrieben haben, wie Cointelegraph schreibt.

Laxe Firmenregistrierung fördert Kryptobetrug

Die Hälfte dieser Unternehmen sollen sich mit sogenannten Pig-Butchering-Scams beschäftigt haben. Dabei wird Opfern vorgegaukelt, mit einer Kryptoinvestition sehr viel Geld verdienen zu können. Nach möglichen ersten Erfolgen wird immer wieder Geld nachgeschossen – bis die betrügerische Person oder Firma mit dem gesamten Geld verschwindet.

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„Winter is coming“: Die besten Memes zum Kryptowinter Quelle: coinmotion

In Großbritannien ist es günstig und einfach möglich, eine Firma zu gründen. Für die Registrierung ist lediglich eine Firmenadresse nötig. Welche abstrusen Auswirkungen das hat, zeigt, dass allein 47 der untersuchten Betrugsfirmen an einer Adresse in London registriert waren – diese Adresse dient insgesamt über 10.000 Firmen als „Hauptquartier“.

Dass die Firmen in Großbritannien registriert waren, machte sie in den Augen der Opfer seriös. Die Betroffenen fielen leichter auf die Betrugsmasche herein. Die laxen Regeln zur Registrierung von Firmen sind Kritiker:innen schon länger ein Dorn im Auge. Mal sehen, ob sich daran langfristig etwas ändert.

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