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Für Lichtschalter, Glühbirnen und mehr: Amazon macht Alexa-Hardware günstiger

Mikrowelle mit Alexa-Support. (Foto: Amazon)

Amazon will seinen Sprachassistenten Alexa omnipräsent machen. Künftig könnte der Service sogar in Glühlampen, Lichtschaltern oder Thermostat-Ventilen untergebracht werden.

Alexa steckt nicht nur in Smartspeakern und Fernsehgeräten, sondern auch in Autos, Kühlschränken, Mikrowellen, Fingerringen und Brillen – das genügt Amazon aber nicht. Wie Amazon am Dienstag ankündigte, kann der Sprachassistent künftig auch in kleinste Produkte integriert werden. Der Großteil der Rechenleistung werde in die AWS-Cloud ausgelagert.

Amazon bringt Alexa für die Glühlampe

Amazon hat im Vorfeld seiner AWS-Re:invent-Konferenz, die ab dem 2. Dezember in Las Vegas veranstaltet wird, schon eine Reihe neuer Dienste für die eigene Cloud-Plattform angekündigt. Unter anderem reduziert der E-Händler die Hardwareanforderungen an seine Alexa-Voice-Services, die Anfang 2017 für alle Entwickler bereitgestellt worden sind.

Amazon Alexa AWS IoT Core. (Grafik: Amazon)

Ambient Computing mit Amazon-Alexa-AWS-IoT-Core. (Grafik: Amazon)

Bislang wurde für den Betrieb von Alexa mindestens 100 Megabyte RAM und ein ARM-Cortex-A-Prozessor benötigt. Amazon hat nun die Anforderungen für die Alexa-Voice-Service-Integration und den AWS-IoT-Core auf ein Megabyte und einen günstigeren Cortex-M-Prozessor gesenkt. Damit könnte Amazons Sprachassistent in günstigere und kompaktere Geräte wie Glühbirnen, Lichtschalter und andere einfache Geräte integriert werden.

Amazons Alexa wird fast komplett in die Cloud ausgelagert

Durch die Umstellung werde das Spracherkennungsmodell und die Entscheidungs-Engine nicht mehr auf den Geräten ausgeführt. Stattdessen würden die Prozesse, inklusive der gesamten Medienabfrage, Audio-Dekodierung und mehr, in die Cloud ausgelagert, so Amazon. Die Hardware selbst müsse nur noch das Hotwort „Alexa“, „Echo“ oder „Computer“ erkennen, um den Sprachassistenten zu starten.

Amazon Alexa AWS IoT Core. (Grafik: Amazon)

Amazon-Alexa-AWS-IoT-Core. (Grafik: Amazon)

Mittels der Auslagerung würden Unternehmen zudem Materialkosten um bis zu 50 Prozent reduzieren, indem sie auf günstige Chips von Herstellern wie NXP, Qualcomm und andere zurückgreifen könnten, erklärte Amazons AWS-IoT-Chef Dirk Didascalou dem Magazin Techcrunch. Amazon habe derzeit noch keine konkreten Partner genannt, die auf die neue Lösung setzen. Mit vernetzten Glühbirnen oder Lichtschaltern kommt Amazon dem Ziel des Ambient Computing aber einen ganzen Schritt näher. Weitere Infos zu Amazons neuer Lösung findet ihr im AWS-Blog.

Ähnliche Pläne verfolgt auch Google: Das Unternehmen arbeitet mit Google Assistant Connect, einem ähnlichen Dienst wie Alexa-Voice-Service. Zusätzlich bietet Google für Smart Displays und ähnliche Produkte die Plattform Android Things an. Für eigene Produkte nutzt Google derweil das Cast-Protokoll.

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3 Kommentare
Köln vs Düsseldorf - Der beste Standort

Ich bin gespannt, wer bei den smart homes das Rennen machen wird

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Helmut Hoffer von Ankershoffen
Helmut Hoffer von Ankershoffen

Hint @t3n – Erster Absatz s/Microsoft/Amazon/ig ,-)

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