Anzeige
Anzeige
News
Artikel merken

Gamestop und die Folgen: Robinhood-Chef Tenev bleibt wegen Morddrohungen im Hotel

Vlad Tenev, Chef des Online-Brokers Robinhood, traut sich offenbar nicht nach Hause. Der Grund sollen Todesdrohungen sein, die Tenev ernst zu nehmen scheint.

2 Min. Lesezeit
Anzeige
Anzeige
Robinhood unter Druck. (Bild: OpturaDesign / Shutterstock.com)

Mit der Entscheidung, mitten auf dem Höhepunkt der Gamestop-Rallye den Handel mit dieser und anderen Kleinaktien vollends auszusetzen, hat Robinhood für massive Verärgerung in seiner inzwischen 13 Millionen Nutzer zählenden Kundschaft gesorgt.

Robinhood: Abbruch der Gamestop-Rallye verärgert Millionen

Anzeige
Anzeige

Durch die Handelsaussetzung war der Kurs der Aktie zusammengebrochen. Man darf wohl vom Wendepunkt in der Gamestop-Rallye sprechen. Nicht nur Kunden der Trader-App hatten lautstark ihren Unmut verkündet, auch die Größen der US-Politik kritisierten Robinhood scharf. In Texas schaltete sich die Staatsanwaltschaft ein und sprach von Korruption.

Am Donnerstag ist eine Anhörung im US-Kongress angesetzt, um die Vorgänge rund um die Handelsaussetzung und die Gamestop-Rallye im Allgemeinen zu erörtern. Geladen sind neben Robinhood-Vertretern auch Repräsentanten der Clearing-Stelle Citadel Securities, des Hedgefonds Melvin Capital und der Plattform Reddit, über deren Community Wallstreetbets die Kauf- und Verkaufsaktionen mutmaßlich koordiniert worden waren. Erscheinen muss zudem der Youtuber Roaring Kitty, dem ebenfalls ein erheblicher Anteil an den Vorgängen zugerechnet wird.

Anzeige
Anzeige

Tenev fühlt sich im Hotel sicherer als zu Hause

Das alles interessiert manche Nutzer nur mäßig. Für sie ist Tenev zum Verräter geworden, seine Firma haben sie zu Robbinghood (robbing, berauben) umgetauft. Vor einigen Tagen hatten wütende Protestierende am Robinhood-Sitz mit Hundeexkrementen geworfen und eine Statue vor dem Gebäude abgesägt.

Anzeige
Anzeige

Wie Bloomberg berichtet, nimmt Tenev die Morddrohungen gegen ihn so ernst, dass er seit Tagen vermeidet, nach Hause zu gehen. Stattdessen soll er sich in einem Hotel aufhalten, um dort zunächst das Abflauen der Zorneswelle abzuwarten.

Neben Tenev werden auch institutionelle Anleger mit Todesdrohungen bedacht. Die wütenden Kleinanleger werfen Robinhood und den institutionellen Anlegern vor, den freien Wettbewerb durch die Handelsaussetzung in illegaler Weise und mit der Absicht, ihre Pfründe zu sichern, in einer koordinierten Aktion behindert zu haben.

Anzeige
Anzeige

Tenev schiebt Schuld auf Clearing-Stelle

Robinhood-Chef Tenev hatte in einem Gespräch mit Elon Musk auf Clubhouse versucht, die Vorgänge, die zur Handelsaussetzung geführt hatten, ins rechte Licht zu rücken. Das hatte allerdings mehr Fragen als Antworten eröffnet.

Demnach habe die Clearing-Stelle, die für Robinhood die Transaktionen tatsächlich abwickelt, am frühen Morgen vor der Handelsaussetzung ultimativ eine deutliche Erhöhung der hinterlegten Sicherheiten eingefordert. Dieser Betrag sei mit drei Milliarden US-Dollar um ein Vielfaches höher gewesen als typischerweise üblich und hatte sogar die Gesamtfinanzierung des Unternehmens (zwei Milliarden) überstiegen.

Mit der Entscheidung, den Handel zu beschränken, habe sich die Clearing-Stelle, die von Citadel Securities, einer Tochter des Hedgefonds Citadel betrieben wird, auf eine Sicherheitsleistung von 700 Millionen Dollar runterhandeln lassen.

Anzeige
Anzeige

In der Kongress-Anhörung dürften einige Fragen zu beantworten sein. Darunter die, ob die Clearing-Stelle ihre Marktmacht missbraucht haben könnte, um Robinhood zu einem erwünschten Verhalten zu zwingen.

Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Schreib den ersten Kommentar!
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Anzeige
Anzeige