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Gegen Samsung, Apple und Huawei: Diese drei Smartphone-Hersteller wollen Deutschland erobern

Xiaomi Mi Alpha. (Bild: Xiaomi)

In den deutschen Smartphone-Markt kommt Bewegung. Denn neben Xiaomi kündigen sich weitere Hersteller an, die Samsung, Huawei und Apple die Butter vom Brot nehmen wollen.

Der Smartphone-Markt in Deutschland wird seit Jahren von Samsung dominiert. Diesen Status quo stellen drei chinesische Smartphone-Hersteller nun infrage: Neben Xiaomi, die ihren Marktstart schon offiziell angekündigt haben, bereiten sich die beiden großen Player Oppo und Vivo auf ihren Auftritt hierzulande vor. Wir stellen euch die drei kurz vor.

Xiaomi ist schon da – verkauft mehr als nur Smartphones

Xiaomi ist seit Ende August offiziell in Deutschland am Start und baut sein Angebot hierzulande allmählich weiter aus. Der chinesische Konzern ist weltweit die Nummer vier im Smartphone-Sektor und arbeitet sich bei den Absatzzahlen langsam an Apple heran. Xiaomis Smartphones sind im Vergleich zu den Modellen der Mitbewerber mit nahezu gleicher Ausstattung relativ günstig, weshalb techaffine Nutzer auch in Deutschland schon lange ein Auge auf den Hersteller geworfen und Geräte über Umwege aus China besorgt haben. Seit 2017 ist das nicht mehr nötig, da Xiaomi sich in ersten europäischen Ländern niedergelassen hat.

Xiaomi Mi 9T Pro. (Bild: Xiaomi)

Das erste Smartphone, das Xiaomi für den deutschen Markt angekündigt hat ist das Mi 9T Pro. (Bild: Xiaomi)

Für den deutschen Markt hat Xiaomi in Düsseldorf ein großflächiges Büro bezogen, von dem aus die Geschicke mit einem lokalen Team geleitet werden sollen. Mit dem Xiaomi Mi 9T Pro, dem Redmi Note 8 und dem Mi Band 4 hat der Hersteller schon erste Produkte für den deutschen Markt gelauncht. Am 6. November folgt das Mi Note 10 – für den chinesischen Markt als Mi CC9 vorgestellt –, das sich nach ersten Kamera-Tests der Experten von DxOMark den ersten Platz mit Huaweis Mate 30 Pro teilt. Vor mutigen Design-Konzepten scheut Xiaomi sich auch nicht, wie das Mi Alpha zeigt, das nahezu vollständig (rundum) aus Display besteht. Das zeigt: Samsung, Huawei und Konsorten müssen sich warm anziehen.

Xiaomi Mi Mix Alpha. (Bild: Xiaomi)

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Xiaomi baut nicht nur Smartphones, sondern viele andere Produkte: Vom Wasserkocher über smarte Lampen bis hin zum E-Scooter ist alles dabei. Xiaomi plant, dem deutschen Markt ein Portfolio von über 200 Produkten anzubieten.

Ein Blick in Xiaomis Produkt-Portfolio
(Bild: Xiaomi)

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Weitere Details zur Strategie von Xiaomi: Xiaomi in Deutschland: Smartphones sind nur der Anfang

Oppo baut Europa-Zentrale in Düsseldorf

Oppo R17 – Vorlage für das Oneplus 6T? (Bild: Oppo)

Oppos R17 – diente gewissermaßen als Vorlage für das Oneplus 6T. (Bild: Oppo)

Oppo ist in Deutschland im Unterschied zu Xiaomi ein noch eher unbeschriebenes Blatt, weltweit ist das Unternehmen allerdings auf Platz fünf im Smartphone-Ranking positioniert. Das Unternehmen ist eine Tochter des chinesischen Elektronikriesen BBK, zu dem unter anderem auch Vivo gehört, eine gewisse Nähe zu Oneplus ist ebenso vorhanden. So nutzt der hierzulande bekanntere Smartphone-Hersteller etwa die Produktionsanlagen und Gerätedesigns, verpasst ihnen aber eigene Software und Ausstattung.

Dass Oppo sich in Europa breitmachen will, ist schon seit Anfang 2018 bekannt – seit Mitte 2019 steht fest, dass  die Europa-Zentrale am Graf-Adolf-Platz in Düsseldorf entsteht. Von dort wolle sich das Unternehmen binnen der nächsten drei Jahre auf dem europäischen Markt etablieren, erklärt Oppo-Chef Tony Chen. Zum Start sollen 200 Mitarbeiter in Düsseldorf arbeiten, heißt es.

Oppo Reno 2. (Bild: Oppo)

Oppo Reno 2. (Bild: Oppo)

Zuletzt hat Oppo das Volldisplay-Smartphone Reno 2 mit Popup-Kamera angekündigt. Der Hersteller ist bekannt für Innovationen in den Bereichen Schnellladetechnologien und Frontkameras. So kann das Reno Ace mit 65 Watt binnen 29 Minuten von null auf 100 Prozent geladen werden – so schnell lädt kein anderer Hersteller seine Smartphones. Jedenfalls solange, bis Vivo sein schnellladendes Smartphone auf den Markt bringt. Bei künftigen Smartphone-Modellen wird kein Platz mehr für eine Frontkamera benötigt – sie landet wie die Fingerabdruckleser unter dem Display.

Wann Oppo seine ersten Geräte in Deutschland anbieten will, ist noch nicht bekannt. Lange dauern wird der Start nicht mehr, wenn man die ambitionierten Ziele betrachtet: Mit 400 bis 500 Beschäftigten wolle man in Deutschland vier Millionen Smartphones verkaufen und einen Marktanteil von 15 Prozent erreichen, heißt es in der Mitteilung der Stadt Düsseldorf.

Globaler Smartphone-Markt Q2 2019. (Grafik: Counterpoint)

Globaler Smartphone-Markt Q2 2019. (Grafik: Counterpoint)

Vivo: Smartphone-Hersteller kann Akkus in 13 Minuten laden

Der dritte große Player, der den deutschen Markt aufmischen will, ist Vivo. Der 2009 gegründete Hersteller, der auch Teil des BBK-Konzerns ist, spielt wie seine Konzern-Schwester Oppo international schon auf den vorderen Plätzen mit, laut Counterpoint Research liegt der Hersteller mit einem Marktanteil von sieben Prozent dicht hinter Oppo und weit vor Lenovo (drei Prozent).

Vivo Nex 3. (Bild: Vivo)

Vivo Nex 3. (Bild: Vivo)

Die Produkte des Unternehmens können sich sehen lassen: Trotz verhältnismäßig günstigen Preisen sind die Topmodelle mit Hightech vollgestopft. In Sachen Innovationen legt Vivo seinen Fokus unter anderem auf Kamera-Entwicklung und Schnellladetechnologien für Akkus. Zuletzt hatte der Hersteller ein Smartphone gezeigt, dessen 4.000-Milliamperestunden-Akku mit 120 Watt in 13 Minuten voll geladen werden kann.

Der Hersteller ist bislang zwar eher in China, Indien und Russland aktiv und macht dort mit aggressiver Werbung auf sich aufmerksam. Dass Vivo aber tiefe Marketingtaschen hat, zeigte sich unter anderem an Produktplatzierungen im Marvel-Blockbuster Captain America: Civil War. Geräte des Herstellers wurden von Captain America und Iron Man genutzt. Darüber hinaus ist der Hersteller Partner des erfolgreichen Battle-Royale-Spiels Player Unknown Battlegrounds (PUBG). Wir können davon ausgehen, dass Vivo lautstark auf sich aufmerksam macht, wenn das Unternehmen in Deutschland loslegt.

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