Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Feature

Googles Hardware-Design-Lead: „Ich denke täglich über das Ende des Smartphones nach“

(Foto: Stefan Hoederath/Google LLC)

Auf der Berliner Fashion Week haben wir einen der führenden Google-Designer getroffen: Alberto Villarreal, der unter anderem für das Design des Klassikers Nexus 5 verantwortlich ist. Wir sprachen mit ihm über Googles Designphilosophie, die neue Hardware und die Zukunft von Smartphones.

Alberto Villarreal ist seit fünf Jahren für die kreative Ausrichtung des mobilen Hardware-Designs verantwortlich. Eines seiner ersten Google-Produkte war das Nexus 5 (Test), das auch heute – fünf Jahre nach seiner Vorstellung – immer noch einige Fans besitzt. Bei den Nachfolgern wie dem Nexus 9 sowie Nexus 6P und 5X hatte er auch seine Finger im Spiel. Das 2016er Pixel (XL) und das im Oktober 2017 enthüllte Pixel 2 (XL) sowie die Google-Home-Familie tragen ebenfalls seine Handschrift. Warum die Produkte so aussehen, warum es beim Pixel 2 das Glaselement gibt und was er über die Zukunft von Smartphones denkt, hat er uns am Rande der Berlin Fashion Week verraten.

Villarreal: Googles Pixel-Geräte sind der konsequente Schritt

Laut Villarreal erschien der Schritt von den Nexus-Geräten hin zu komplett von Google entwickelter Hardware nur logisch und konsequent. Bei den Nexus-Geräten mussten stets Kompromisse eingegangen werden, da die Hardware-Partner ein Mitspracherecht hatten. Sie werden von Villarreal dementsprechend als Smartphones definiert, die die besten Eigenschaften von Android zur Schau  stellen. Die Pixel-Geräte seien dagegen ein reines Google-Produkt, in denen „das Beste von Google“ hervorgehoben werde. Sie seien eine Kulmination aus bester Hardware, Industrial Design, Software und KI. Mit ähnlichen Worten beschrieb Android-Chef Hiroshi Lockheimer die Idee hinter dem ersten Pixel – es sei „Google in Reinform.

Verschiedene Design-Stufen und -Skizzen des Pixel 2. (Foto: Google LLC)

Durch den Einsatz zweier Materialien auf der Rückseite entsteht ein semantischer Weg den Nutzer zu führen.

Eines der Hauptdesignmerkmale der Pixel-Geräte sei das rückseitige Glaselement, das neben einer kosmetischen Seite auch einen technischen Zweck erfülle: Denn dahinter sammeln sich alle erdenklichen Antennen. Hätte das Pixel 2 keinen Visor, würde das obere Element von zig sichtbaren Antennenstreifen durchzogen sein. Villarreal erläuterte weiter, dass durch die Material-Zweiteilung der Rückseite visuell und haptisch zwischen dem Geräteteil, das man berühren soll, und dem Sensor-Teil unterschieden werden könne.

Google-Hardware-Designer Alberto Villarreal am 18. Januar 2018 in Berlin. (Foto: Stefan Hoederath/Google LLC)

Auch bei der Farbauswahl habe man sich für dezentere Töne entschieden: Neben Schwarz („Just Black“) und Weiß („Clearly White“) gibt es den elegant anmutenden Blauton „Kinda Blue“ sowie das Schwarz-Weiße Panda-Style-Modell des Pixel 2 XL. Die beiden Letzteren besitzen jeweils einen andersfarbigen Powerbutton, die einen Hauch Optimismus versprühen und die Google-DNA widerspiegeln sollen. Durch diesen dezenteren, ja ruhigen, Ansatz wollen man sich auch von vielen anderen Herstellern der Industrie abgrenzen, die auf glänzendes Design und „Bling-Bling“ setzen.

Google Pixel 2 XL. (Foto: t3n)

1 von 2

Bevor man sich für die finalen Farben entschieden hat, waren viele weitere Farbtöne im Spiel. Bei der Auswahl ließen die Designer sich von angesagter Mode und sogar Innenraumdesign inspirieren. Die Smartphones sollten sich in den Kontext einfügen und wurden daher „zugänglich“ respektive freundlich gestaltet, unter anderem auch, um den High-Tech-Aspekt der Geräte herunterzuspielen. Die Technologie soll bei den Pixel-Geräten in den Hintergrund rücken. Das zurückhaltende Design entspreche eher Googles Ansatz.

Treffen der „Großen“: Huawei Mate 10, HTC U11+ und Google Pixel 2 XL. Die beiden linken Modelle glänzen wegen ihrer Glasrückseite, das Pixel-Phone ist optisch etwas zurückhaltender. (Foto: t3n)

Villarreal betont ferner, dass man die Pixel-Geräte für den User entworfen habe: Auf der Front seien bei beiden lediglich Display und die Stereo-Frontlautsprecher. Auf weitere Elemente wie Hersteller-Logos, Schriftzüge und Buttons habe man verzichtet– sie lenken den Nutzer ab.

Gruppenbild: Googles Hardware-Familie. (Stefan Hoederath/Google LLC)

Der Einsatz zweier Materialien spiegelt sich auch in den weiteren Hardware-Produkten Googles wieder: Beim Google Home und Home Mini sind Elemente aus Stoff und Kunststoff zu finden, wie auch beim Pixelbook. Bei den Home-Produkten komme der Stoffüberzug nachvollziehbarer Weise wegen der Lautsprecher zum Einsatz.

Passend zum Thema: Pixel 2 und Pixel 2 XL: Auf Konfrontationskurs mit Apple und Samsung

Finde einen Job, den du liebst

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Schreib den ersten Kommentar!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden