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Kia EV6: Reichweite mit 528 Kilometern höher als angekündigt

Die Kia EV6 GT-Line ist das Modell zwischen Basis- und Sportversion. (Foto: Kia)

Lesezeit: 2 Min.
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Die Hyundai-Tochter hatte offensichtlich bei der Ankündigung zu tief gestapelt. Sie veröffentlichte zugleich weitere Informationen über das Elektroauto.

Bei der Vorstellung des ersten Kia-Modells, das als reines Elektromodell konzipiert ist, übte sich der Hersteller anscheinend in Bescheidenheit. „Über 510 Kilometer“ gab er für den Kia EV6 mit 77,4 Kilowattstunden-Batterie und Heckantrieb an. Natürlich stand im Kleingedruckten, dass die sogenannte ECE-Homologation für definitive Werte abgewartet werden müsse. So nennt man das offizielle Zulassungsverfahren, bei dem ein zertifiziertes Prüflabor unter anderem den Verbrauch amtlich festlegt. Das Ergebnis hatte der französische Kia-Chef bereits einem Auto-Journal verraten, jetzt ist es offiziell.

EV6 mit Allradantrieb schafft 506 Kilometer

Dieser Prozess ist nun abgeschlossen und hat eine Reichweite nach WLTP von 528 Kilometern ergeben. Das entspricht 16,5 Kilowattstunden pro 100 Kilometer. Auch die Allradversion schaffte die 500-Kilometer-Grenze. Ihre kombinierte Reichweite beträgt 506 Kilometer, der Verbrauch liegt bei 17,2 Kilowattstunden pro 100 Kilometer.

Vergleich fällt schwer

Rein nach den Zahlen reiht sich der EV6 damit zwischen ID 4 Pro Performance (522 Kilometer) und dem Skoda Enyaq VI 80 (Test) (536 Kilometer) ein. Die A4-E-Tron-Reihe und die Fahrzeuge von Konzernmutter Hyundai, Ioniq 5 und Kona Elektro sowie der VW ID 4 GTX und Teslas Model Y liegen mit ihrer Performance darunter. Aber Tests des ADAC zeigen, dass die Tabelle auch anders aussehen kann. Als Verbrauchswunder steht dort der Hyundai Ioniq Electro mit 16,3 Kilowattstunden pro 100 Kilometer oben auf dem Treppchen. Das Model 3 in der Range-Plus-Variante rangiert auf Platz 2, gefolgt vom VW E-Up (Seat Mii) und dem Hyundai Kona Elektro.

Kia EV6 jetzt offiziell. (Foto: Kia)

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Schnelladefähigkeit dank 800-Volt-Technik

Die Batterie des EV6 lässt sich sowohl mit 400 also auch 800 Volt laden. Im 800-Volt-Modus akzeptieren alle Modelle bis zu 239 Kilowatt Leistung und können in 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden. Diese Technologie kennt man nur von höherpreisigen Elektroautos wie dem Porsche Taycan. Zudem besitzt das Bordnetz eine Ladeeinheit mit der Fahrer:innen andere Geräte oder Fahrzeuge mit maximal 3,6 Kilowatt laden können. Dieses bidirektionale Laden hat auch Seltenheitswert auf dem Markt und ist eines der Merkmale der E-GMP-Plattform von Hyundai.

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3 Modelle mit insgesamt 6 Varianten

Kia nennt noch mehr Eigenschaften des EV6, etwa das üppige Raumangebot, Recycling-Werkstoffe und wertige Verarbeitung. Man will aus dem Billig-Anbieter-Image heraus – zu recht – und das zeigt sich auch bei der Preisgestaltung auf der Homepage. Der heckangetriebene EV6 mit 58-Kilowattstunden-Batterie und 125 Kilowatt Motorleistung (170 PS) startet bei rund 45.000 Euro. Zum Basismodell lässt sich auch die 77,4-Kilowattstunden-Batterie hinzukonfigurieren, er besitzt dann in der Heckantriebsvariante 168 Kilowatt Motorleistung (229 PS). Wer zusätzlich den Allrad-Antrieb wählt, erhält 239 Kilowatt (325 PS). Die Variante GT-Line gibt es nur mit der großen Batterie und den gleichen Motorkonfigurationen. Ihr Preis beginnt bei rund 55.000 Euro. Das Topmodell heißt Kia EV6 GT und kostet ab 66.000 Euro. Dafür erhält der Kunde eine vierradangetriebene Sportversion, die auf 430 Kilowatt Gesamtleistung (585 PS) zurückgreifen darf. Im Gegensatz zu den anderen beiden Modellen liefert Kia den GT nicht diesen Herbst, sondern erst im Winter 2022 aus.

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