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Modelleisenbahn mal anders: Deutsche Bahn schult Mitarbeiter mit AR und VR

(Foto: Jesus Fernandez/Shutterstock)

Die Deutsche Bahn setzt auf Augmented Reality und Virtual Reality bei Schulungsmaßnahmen für Ihre Mitarbeiter. Das soll für kürzere Ausfallzeiten sorgen und kann unterm Strich eine Menge Geld sparen.

Der Einstiegsbereich eines ICE-Zuges. Mit dem Vierkant wird die Verriegelung geöffnet. Hinter einer Klappe ein Hublift, der herausgezogen werden muss, mit ein paar Handgriffen arretiert wird und danach den Rollstuhlfahrer vom Bahnsteig in den Zug befördert. All das darf nur wenige Sekunden dauern, um nicht den Betriebsablauf zu stören. Geübt wird es daher mit einer VR-Brille und zwei Controllern, die derjenige, der das alles übt, in den Händen hält.

Möglich wird die Trockenübung mithilfe der Bahn-eigenen VR-Lösung, „Engaging Virtual Education“ (EVE) – und das, ohne dass ein Zug zum Üben tageweise aus dem rollenden Verkehr genommen werden muss. Solche Bewegungsabläufe, wie beispielsweise das Verwenden des Hublifts für Rollstuhlfahrer, der im neuen ICE 4 erstmalig in einem Fernverkehrszug der DB fest verbaut ist, lassen sich so im Selbststudium oder mit einem Trainer einüben. Insgesamt 28 Schritte sind beim Benutzen des Hubliftes nötig.

Wie eine Zugbegleiterin erklärt, handelt es sich beim Boarding von Rollstuhlfahrern um eine Tätigkeit, die sie nicht täglich ausführt – und daher mithilfe eines solchen Lern-Tools schneller und mit weniger Aufenthaltszeit im Bahnhof erledigen kann. In Zukunft soll EVE auch zur Schulung von Mitarbeitern im Bordbistro eingesetzt werden.

Augmented Reality: Viscopic schult Wartung von Weichen

Einen anderen Ansatz verfolgt die AR-Lösung von Viscopic, einem Münchner Startup, das im Startup-Accelerator Mindbox der Deutschen Bahn dabei war. Seit 2016 existiert das Unternehmen, die Gründer des inzwischen 17-köpfigen Teams kommen aus dem universitären Umfeld der AR-Forschung. Hier wurde eine virtuelle Schulung mit realitätsnahen Weichen-Hologrammen entwickelt, weitere Anwendungen sollen folgen.

Zum Einsatz kommen AR-Brillen aus der Hololens-Reihe von Microsoft.  Der Techniker im Außendienst soll so bei der Instandhaltung von Weichen genau erkennen können, welche Abstandsmessung er wo durchzuführen hat und wie genau ein bestimmter Weichentyp aufgebaut ist. Dank einer Hologrammansicht wird die Weiche so übersichtlich in Einzelteile zerlegt gezeigt.

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