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Mythen der Elektromobilität: Elektroautos haben eine schlechte CO2-Bilanz

Schon heute sind Elektroautos deutlich klimafreundlicher als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Dennoch hält sich der Mythos von der schlechten CO2-Bilanz hartnäckig.

Von Frank Feil
3 Min. Lesezeit
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Die CO2-Bilanz eines Elektroautos hängt maßgeblich vom Strommix ab. (Foto: Frank Feil)

Der Duden definiert das Wort „Meinung“ als „persönliche Ansicht, Überzeugung, Einstellung o. Ä., die jemand in Bezug auf jemanden, etwas hat (und die sein Urteil bestimmt)“. Demgegenüber wird ein „Fakt“ definiert als „etwas, was tatsächlich, nachweisbar vorhanden, geschehen ist; [unumgängliche] Tatsache“.

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Leider lässt sich immer häufiger beobachten, dass Menschen nicht mehr dazu in der Lage sind, zwischen ihrer subjektiven Meinung und objektiven Fakten zu unterscheiden. Besonders deutlich wird das in der Debatte rund um die Corona-Maßnahmen, aber auch, wenn es um die Elektromobilität geht.

So kann man zwar der Meinung sein, dass Elektroautos das Stromnetz überlasten, aber die Realität wird davon dennoch nicht beeinflusst. Und wenn sowohl die Dekra als auch der Deutsche Feuerwehrverband unisono erklären, dass von Elektroautos keine höhere Brandgefahr ausgeht als von Verbrennern, dann löst auch das gebetsmühlenartige Wiederholen des Gegenteils in den Kommentarspalten bei Facebook keine spontanen Selbstentzündungen aus. Selbiges gilt natürlich auch für die Batterien von E-Autos, die trotz gegenteiliger Meinungen nicht zu Elektroschrott werden.

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Aber eine Chance bleibt noch: die CO2-Bilanz.

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CO2-Bilanz von Elektroautos: Auf den Strommix kommt es an

In Diskussionen rund um das Thema Elektromobilität gehören Kommentare à la „Ich fahre lieber meinen zehn Jahre alten Diesel weiter, der hat eine bessere CO2-Bilanz als ein Elektroauto“ zum guten Ton. Über Jahre hinweg wurde dieser Mythos von zahlreichen Medien am Leben gehalten, die sich in ihren Recherchen auf veraltete Daten und fragwürdige Quellen gestützt haben. Inzwischen ist klar, dass die Klimabilanz von Elektroautos nicht nur etwas, sondern deutlich besser ausfällt, als die ihrer Verbrenner-Kollegen. Aber der Reihe nach.

Zunächst ist es wichtig, zu verstehen, dass ein Elektroauto nur lokal emissionsfrei fährt. Sowohl für das Laden als auch für die Herstellung der Batterien wird Strom benötigt, der zum Teil aus fossilen Energieträgern gewonnen wird. Die Kraftwerke, die diesen Strom erzeugen, emittieren wiederum Treibhausgase, die in der Umweltbilanz von Elektroautos berücksichtigt werden müssen.

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Anders ausgedrückt: Je höher der Anteil an erneuerbaren Energien im Strommix eines Landes ist, desto besser fällt die Klimabilanz vollelektrischer Fahrzeuge aus. Und genau in diesem Punkt wird gerne mit veralteten Zahlen gearbeitet.

Elektroautos sind schon heute deutlich klimafreundlicher als Verbrenner

Unter dem Titel „Wie umweltfreundlich sind Elektroautos? Eine ganzheitliche Bilanz“ hat sich Anfang des Jahres das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) mit dem Thema Elektromobilität beschäftigt. Darin stellen die Autor:innen gleich zu Beginn klar, dass „Elektroautos schon mit dem aktuellen deutschen Strommix deutlich klimafreundlicher als Verbrennerfahrzeuge fahren“. Was die Gesamtbilanz unter Berücksichtigung der Herstellung der Batterien angeht, ist die Faktenlage ebenfalls eindeutig: „Im Ergebnis liegen die Treibhausgasemissionen eines heutigen Elektrofahrzeugs der Kompaktklasse über den gesamten Lebensweg niedriger als bei vergleichbaren Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Es erzeugt gegenüber einem Benziner etwa 30 Prozent weniger Klimagase. Gegenüber einem vergleichbaren Diesel sind es etwa 23 Prozent weniger.“

Tatsächlich sind diese Werte noch sehr konservativ berechnet. Eine Ende Juli erschienene Studie vom International Council on Clean Transportation (ICCT) betrachtet die Kompaktwagen-Klasse über die gesamte Lebensdauer – angefangen von der Produktion, über den benötigten Ladestrom, bis hin zur Entsorgung des Fahrzeugs. Das Ergebnis: Ein elektrischer Kompaktwagen emittiert in Europa bereits heute 66 bis 69 Prozent weniger Treibhausgase als ein vergleichbares neues Benzinfahrzeug. Sollte sich aufgrund der immer strengeren EU-Vorgaben der Ausbau erneuerbarer Energien weiter beschleunigen, steigt der Emissionsvorteil bis 2030 sogar auf 77 Prozent.

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Man kann also sehr wohl noch darüber diskutieren, ob die Klimabilanz von Elektroautos nun um 30, 50 oder 70 Prozent besser ausfällt als die von Verbrennern. Aber dass dem so ist, daran lässt die Faktenlage keine Zweifel.

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19 Kommentare
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Dein t3n-Team

Markus

Schön und gut. Aber eine Sache ist damit immer noch nicht beantwortet, und die wurde ja sogar im Artikel anekdotenhaft genannt: soll man sich ein neues(!) E-Auto holen, oder den alten(!) Diesel weiterfahren? Laut Artikel ist klar, dass es sich lohnt einen elektrischen zu holen, wenn man sowieso ein neues Auto braucht. Aber wir sinnvoll ist es die komplette Bestandsflotte auszuwechseln?

Antworten
Stefan Wellmann

Wo kommt der Strom her? Wie viel muss vorgehalten werden das jederzeit, jedermann laden kann? Anzahl der Kraftwerke verachtfachen? Wahnsinn, die Energieversorger haben die Hausanschlüsse schon vor Jahren verkleinert, statt 50er Alu liegt heute ein 35er Alu Kabel im Haus! Die 100 größten Industrie Firmen der Welt produzieren zwei Drittel des gesamten CO2 Ausstoß! Wir wollen mit Elektro Schrott die Welt Retten? Kinder in den Tod schicken im Kongo? In Chile die Ernte ruinieren? Auf den Schultern einer Minderheit seine Ziele zu erreichen erinnert mich an 33-45 !

Antworten
Peter

Meinungsjournalismus funktioniert ohnehin in aller Regel sehr platt: schon das Framing in der Headline ist falsch.
E-Autos haben einen deutlich schlechteren ökologischen Fußabdruck als Benziner. Sich auf CO2 zu beschränken ist völlig unzulänglich und der (diesbezügliche) ausschließliche Vergleich mit Benzinern täuscht obendrein über die Tatsache hinweg, dass es auch diesbezüglich Alternativen zu beiden gibt.

Antworten
Frank Feil

Die „Alternativen“ hab ich doch auch schon beleuchtet :) https://t3n.de/news/elektromobilitaet-wasserstoff-keine-zukunft-1373798/

Peter

Da hilft auch nicht, auf einen einzigen weiteren eigenen und ebenso einseitigen Artikel zu verweisen, der zudem lediglich das Thema Wasserstoff (unzureichend) behandelt.
Auf dieselbe dürftige Art werden hier dann alle Kommentare behandelt.

E-Fahrzeuge sind mit tonnenweise Akku-Chemie, utopischen Lastspitzen zu konzentrierten Ladezeiten, Millionen Ladesäulen in diesem Land, kilometerweise auf öffentlichen Wegen ausliegenden Kabeln… umwelttechnisch nur katastrophaler Unsinn, ganz ab davon, dass ein zigfaches unserer heutigen Stromnetz-Kapazität nicht ausreicht. Woher also nehmen?!
In einigen Jahren wird niemand mehr auf diese schweren Chemie-Laster setzen.

Es braucht tatsächlich alternative Fahrzeug- UND Energie-Konzepte. Nur zwei Ideen dazu:

https://t3n.de/news/photovoltaik-materialmix-effizient-solarzellen-1393731/

https://sz-magazin.sueddeutsche.de/die-loesung-fuer-alles/aptera-sol-90413

Frank Feil

Wirklich? Noch mehr Mythen und Legenden? Und da werden dann auch noch ernsthafte Antworten erwartet?

Gerd

Der mehr als überhebliche zu bezeichnende Umgang des Autors mit anderen Argumenten sagt eigentlich alles.

Frank Feil

Lieber Gerd, ich gehe auf Argumente sehr gerne ein und diskutiere auch auf Augenhöhe. Aber wenn in einem Artikel aktuelle wissenschaftliche Fakten zusammen getragen werden, und die meisten Antworten dazu,
dann einfach nur wieder die Stammtischweisheiten und veralteten Zahlen wiedergeben, dann fehlt die Diskussionsgrundlage.

Greg

Warum wird nicht das Gewinnen der seltenen Erden, speziell Lithium erwähnt? Ich habe die Dokumentation “the green lie“ gesehen und darin wird gezeigt, wie viel Wasser+Chemikalien benötigt wird, um das Lithium zu gewinnen. Genau wie in der Landwirtschaft sollte auch der Umwelt-Aspekt betrachtet werden. Mir stellt sich die Frage: zu welchem Preis sinkt der CO2-Ausstoß

Antworten
Stan

Ihre Frage zu den sogenannten CO2-Vermeidungskosten wird in einer aktuellen Studie der Deutschen Bank beantwortet: E-Mobilität verursacht wegen ihrer einseitigen Förderung nicht nur sozialen Schieflagen, sondern auch wegen ihrer hohen CO2-Vermeidungskosten (1000 €/t CO2) ineffizienten Klimaschutz.
Laut (energate messenger 05.12.2019 und Tagesspiegel Background 04.12.2019) sprechen die geringen CO2-Vermeidungskosten hingegen für nachhaltige Biomethan (BioCNG)-Mobilität: 100 €/t CO2.

Antworten
Schäfer

Sie meinen mit 100€/t doch nicht etwa die aus der Luft gegriffene Aussage von Janet Hochi, Geschäftsführerin des Biogasrates?! (Lobbyaussage)
Interessanterweise werden im tagesspiegel background 175€/t Co2 Vermeidungskosten für das BEV genannt. (Ebenfalls ohne Primärquelle) Sie nehmen hier natürlich eine andere Studie (welche ebenfalls keinen Vergleich zur BioCNG-Mobilität, incl. bedauernswerter Methanemissionen, zieht) die ihnen etwas genehmer ist…
Sehr mysteriös…

Stan

@Schäfer,
Danke für Ihre Infos.
Leider fehlen noch Ihre Rechenkenntnisse, wonach die o.g. Vermeidungskosten der E-Mobilität (1000 €/t CO2 laut DB Research) günstiger sein sollen als die 100 oder 175 €/t CO2 für die BioCNG-Mobilität.

Roland

Meine Meinung: Spricht man von Fakten, wäre es vielleicht hilfreich nicht nur eine Studie zu zitieren, die on einer Einrichtung kommt, deren Finanzierung vielleicht schon vorab einen Hinweis auf das Ergebnis gibt (auch das Umweltbundesamt ist Geldgeber des ICCT). Sonst besteht die Gefahr, dass die Fakten doch eher meinungsgefärbt sind. Andere unabhängige Untersuchungen zur CO2-Bilanz wie z.B. der Uni Freiburg oder Trier (gute Zusammenfassung: https://www.electrive.net/2020/03/25/lifecycle-analyse-batterieproduktion-und-fahrstrom-beeinflussen-oekobilanz-von-elektroautos-am-meisten/) kommen zu kritischeren Ergebnissen. Insbesondere der wissenschaftliche Ansatz der Uni Trier ist eine Betrachtung wert.
Hinzu kommen die Probleme der Rohstoffgewinnung und Versorgung. Greg hat das Problem bei Lithium bereits genannt. Die Rohstoffgewinnung geht zwar nicht in die betrachtete CO2-Bilanz ein, doch allein der Kobaltabbau im Kongo (Hälfte des weltweiten Vorkommens) wäre einen kritischen faktenbasierten Beitrag wert.

Antworten
Frank Feil

Ich zitiere einfach mal aus dem von dir verlinkten Artikel:

„Unter optimalen Bedingungen“ seien die Auswirkungen des Lebenszyklus von Elektroautos „selbst mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie Dieselbussen, Reisebussen und Zügen wettbewerbsfähig“, schreiben die Forscher.

Ich denke, dass damit jetzt tatsächlich alles gesagt ist :)

Antworten
Stan

Fragliche Ergebnisse liefern E-Mobilität-empfehlende ICCT- und T&E-Studien.
Zitate dazu aus der Presse:
„Durch eine Argumentation auf Basis von relativen Werten und selektiv ausgewählten Messdaten strickt T&E ein Argumentationsgerüst gegen die heute verfügbare, technisch voll ausgereifte Antriebsalternative LNG“
„So ganz überzeugt der Vergleich nicht, denn für den Betrieb des E-Autos wird Strom benötigt, der zum Teil aus fossilen Quellen erzeugt wird, was in der T&E-Bilanz offenbar nicht berücksichtigt ist.“
„Studie findet hohen Partikelausstoß – und liegt falsch“.
„Die Studie suggeriert eine Präzision und Sicherheit, die schlicht nicht gegeben ist“
„…die ICCT-Studie ihrem eigenen schon in der Executive Summary verkündeten Anspruch, das CO2-Reduktionspotenzial für verschiedene Politikpfade zu bewerten, aus wissenschaftlicher Sicht nicht gerecht wird.“
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung kritisierte im März 2017, die DUH sei „ein von Abmahnungen lebender Interessenverein“.

Antworten
Hans-Georg Michna

Der Artikel erwähnt nicht einmal den Umstand, dass Verbrenner-Autos den Fußgängern und Radfahrern giftige Abgase direkt in die Nase blasen und Lärm direkt in die Ohren.

Antworten
Gerd

Du bringst Klima- und Umweltschutz durcheinander
Klima = Global
Umwelt = Lokal
Was den Umweltschutz angeht, sind die Feinstaubemissionen der E-Autos derzeit höher wie die der Verbrenner !

Antworten
Gerd

Mir scheint es beim Lesen dieses Artikels, als würde grüner Strom gleich mehrfach verwendet und so die Bilanz der E-Autos „frisiert“. Grüner Strom ist aber nur einmal vorhanden, und er wird bereits zu 100% verwendet. Er wächst nicht beliebig nach. Nur Strom aus Kohle oder Gas wächst beliebig nach und gleicht einen Mehrbedarf aus.
Jeder zusätzliche Verbraucher bedient sich demnach zu 100% aus fossilen Brennstoffen, oder er „klaut“ anderen Verbrauchern einen Anteil an grünem Strom.
Unterstelle ich die Verwendung von Kohle, so emittiert ein E-Auto rund 150% des CO2 wie ein vergleichbarer Diesel. Dies wird solange der Fall sein, solange nicht eine 100%ige Versorgung aus erneuerbaren Energieen zur Verfügung steht. Und davon sind wir weit entfernt. Der Fußabdruck bei der Herstellung lasse ich mal komplett aussen vor.
Der Artikel beruht also auf falschen Annahmen. JEDER Käufer eines E-Autos schädigt somit derzeit das Klima mehr wie ein Käufer eines Verbrenners.
Bitte nicht falsch verstehen – ich bin absolut für eine Reduktion des CO2-Ausstosses und mache im Rahmen meiner Möglichkeiten das beste. Aber der Hype für E-Autos läuft für mich noch in die falsche Richtung und verstärkt den CO2 Ausstoß. Wahrscheinlich, weil es einfacher ist, auf die Kleinen einzuwirken wie sich mit den Großen anzulegen.
Solardächer als Pflicht für jeden Neubau, Nachrüstung bestehender Gebäude mit einem gewissen Zwang, Umrüstungsdruck für Gasleitungen zur Verwendung von Wasserstoff, sinnvolle und bezahlbare Konzepte zur alternativen Beheizung von Gebäuden, welche mit Öl beheizt werden, Gängelung der Reisewut mit Flugzeug und Schiffen, Fleisch aus Südamerika und so weiter, die sinnvolle Liste läßt sich ewig erweitern…
Wird aus meiner Sicht jedoch ausgeblendet, weil (politisch?) unbequem.
VW hat mit seinem Betrug bei den Dieseln die allgemeine Stimmung zum Kfz nachhaltig umgedreht, und unsere Konzernbosse ducken sich weg, anstatt klar Stellung zu beziehen. Aber es wäre so wichtig, all diese anderen Aspekte in den Vordergrund zu bringen, und einen wirklichen schnellen Wandel hervor zu rufen.
Nur E-Autos zuzulassen, verschärft das Problem eher noch…

Antworten
Gerd

Hallo Frank,
ja, mit Stammtischweisheiten hast Du sicherlich Recht. Vieles überholt sich. Und der 10 Jahre alte Heizölferrari hat sicher noch andere Defizite. Auch H2 ist sicherlich keine Alternative für PKW, aber aus Gründen, welche in den wissenschaftlichen Berichten erstmal gar nicht genannt werden – sondern eher platt verbrämt. H2 läßt sich nicht festhalten und ist deshalb in jeder Anwendung, welche nicht permanent genutzt wird, sinnlos.
Aber Deine „wissenschaftlichen“ Beweise sind halt auch gefärbt und halten teilweise einer genaueren Betrachtung nicht Stand. Fast wie cherry-picking lesen sich diese Dinger.
Wir brauchen die E-Autos, aber wir sollten uns der Risiken bewußt sein und sie benennen – sonst wird sich die Lage eher verschlimmern – was sie derzeit tut. Und da setze ich auch auf eine verantwortungsvollen Journalismus, den ich in Deinem Artikel etwas vermisse.
Ich bin vom Fach, und kenne die Bedingungen nur zu gut. Ich kenne auch die duckmäuserischen Konzernbosse der Automobilindustrie, denen der Kommerz wichtiger ist wie ein klares Statement. Aber im Sinne eines Klimawandels gilt es, der Politik ans Schienbein zu treten und nicht Hypes hinterher zu rennen. In erster Linie muß der „Mehrfachverwendung“ von grünem Strom Einhalt geboten werden.
Gerne bin ich zu einem persönlichen Dialog bereit – auf Augenhöhe und ohne Stammtischplattitüden.
VG
Gerd

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