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Ohne Google-Dienste: Huawei Mate 30 Pro startet in Deutschland

Das Huawei Mate 30 Pro von hinten. (Foto: Huawei)

Drei Monate, nachdem Huawei sein Mate 30 Pro offiziell vorgestellt hat, landet es im deutschen Handel. Wie erwartet kommt es ohne vorinstallierte Google-Dienste – und vorerst nur in kleiner Auflage.

Der chinesische Technikriese Huawei hat sich dafür entschieden, sein Mate 30 Pro trotz des US-Sanktionen nach Europa zu bringen. Schon seit der Ankündigung ist klar: Das Unternehmen wird die Modelle ganz ohne Google-Dienste und -Apps wie Gmail, Maps und den Play-Store auf den Markt bringen müssen. Als Alternative für den Play-Store soll die hauseigene App-Gallery herhalten, die seit Jahren auf Huaweis Geräten vorinstalliert ist.

Angesichts dessen, dass Huawei weltweit die Nummer zwei im Smartphone-Markt ist und die Mate-Serie bisher äußerst erfolgreich war, ist das Fehlen der Google-Dienste nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für potenzielle Käufer und Technikfans enttäuschend. Denn Smartphones ohne Google-Dienste dürften für viele User tendenziell uninteressant sein. Den Verkaufsstart des Mate 30 Pro in Deutschland geht Huawei daher auch vorsichtig mit einer limitierten Auflage an.

Mate 30 Pro: Huawei baut sein Top-Smartphone ohne US-Komponenten

Huawei Mate 30 Pro mit virtuellen Lautstärketasten

Das Huawei Mate 30 Pro von vorn. (Foto: Huawei)

Das Mate 30 Pro besitzt ein 6,53-Zoll-AMOLED-Display mit einer Auflösung von 2.400 x 1.176 Pixeln (FHD+) mit integriertem In-Display-Fingerabdrucksensor. Für eine realitätsnahe Farbdarstellung unterstützt es den erweiterten DCI-P3-HDR-Farbraum. Als Prozessor setzt der Hersteller auf den zur Ifa 2019 angekündigten Kirin-990-Chip mit optionalem 5G-Support, begleitet von acht Gigabyte RAM und 256 Gigabyte Flashspeicher, der sich per NM-Speicherkarte um bis zu 256 Gigabyte erweitern lässt.

Der Bildschirm des Mate 30 Pro ist zu den Gehäuseseiten im Winkel von 88 Grad gebogen. Durch die starke Krümmung ist kein Platz mehr für dedizierte Lautstärkeknöpfe – stattdessen wird der Lautstärkeregler virtualisiert: Ein Doppeltap auf die Displayseite oberhalb des Powerbuttons, der immer noch vorhanden ist, lässt den Regler erscheinen.

Auf der Gerätevorderseite sind eine 32-Megapixel-Selfie-Cam und wie beim Mate 20 Pro (Test) auch ein 3D-Sensor zur Gesichtserkennung verbaut.

Geleaktes Bild des Huawei Mate 30 Pro. (Bild: Weibo)

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Huawei Mate 30 Pro mit Quad-Cam kostet 1.099 Euro

In Sachen Kamera verbaut Huawei eine mit Leica entwickelte Quad-Cam mit zwei Mal 40 Megapixeln, von denen ein RYYB-Sensor (wie im P30 Pro) für Standard- und ein weiterer für Ultraweitwinkel-Aufnahmen zuständig ist. Das Weitwinkel-Objektiv besitzt eine optische Bildstabilisierung und eine f/1,6-Blende. Beim Ultraweitwinkel kommt eine f/1,8-Blende zum Einsatz. Der dritte Sensor für Telezoom-Aufnahmen besitzt einen Acht-Megapixel-Sensor und eine f/2,4-Blende. Die vierte Kamera ist ein Time-of-Flight-Sensor, der unter anderem bei Porträtaufnahmen den Unschärfeeffekt berechnen soll.

Huawei Mate 30 Pro mit „Horizon-Display“ – ohne Lautstärkebuttons. (Bild: Huawei)

Huawei Mate 30 Pro mit „Horizon-Display“ – ohne Lautstärkebuttons. (Bild: Huawei)

 

Zur weiteren Ausstattung des Mate 30 Pro gehören ein 4.500-Milliamperestunden-Akku, der kabelgebunden mit bis zu 40 Watt und via kabellosem Laden mit bis zu 27 Watt aufgeladen werden kann. Weiter ist das Mate 30 Pro ist nach Schutzart IP68 gegen Wasser und Staub geschützt, auf einen 3,5-Millimeter-Kopfhöreranschluss verzichtet Huawei.

Softwareseitig ist Huaweis EMUI 10 auf Basis von Android 10 vorinstalliert. Der Google-Play-Store und jegliche Google-Apps und -Dienste dürfen aufgrund der US-Sanktionen nicht vorinstalliert werden. Als Alternative ist Huaweis eigener App-Store, die App-Gallery, vorinstalliert, die schon viele prominente Apps bereithält. Anwendungen von Unternehmen wie Facebook – also auch Whatsapp –, Google oder Netflix sind nicht vorhanden. Versierte Nutzer können sie zwar gegebenenfalls per Sideload manuell (aus sicherer Quelle) nachinstallieren, ob sie jedoch problemlos funktionieren, ist nicht sicher. Denn viele Anwendungen setzen auf Googles Mobile-Dienste, die unter anderem für Pushnachrichten, Sicherheit und mehr verantwortlich sind.

Huawei wird sein Mate 30 Pro ab dem 12. Dezember exklusiv bei Mediamarkt in der Farbe Space Silver verkaufen Trotz fehlender Google-Apps kostet das High-End-Smartphone stolze 1.099 Euro.

Um zu erfahren, wie gut Kunden das Mate 30 Pro ohne Google-Apps gefällt, führt Huawei nach 30 Tagen einen freiwilligen Test mit mehreren Fragen durch. Als Dankeschön erhalten Teilnehmende die Huawei Watch GT 2.

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