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Oneplus 9 Pro im Test: Hasselblad trifft Turbolader

Mit dem Oneplus 9 Pro hat der Smartphonehersteller ein neues Topmodell im Portfolio, das sich hinter der High-End-Konkurrenz nicht verstecken muss. Trotz verbesserter Kamera und ausgezeichnetem Display bleibt es auf dem Preislevel des Vorgängers.

8 Min. Lesezeit
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Oneplus 9 Pro. (Foto: t3n)

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Der Smartphone-Hersteller versucht in diesem Jahr mit seiner 9er Serie etwas Neues und kooperiert mit dem schwedischen Kamerapionier Hasselblad, um sich endgültig an die Smartphone-Kamera-Elite heranzutasten. Wie gut das mit der ersten Generation der Partnerschaft gelingt und was das Oneplus 9 Pro sonst noch drauf hat, erklären wir im Test.

Oneplus 9 Pro: Verarbeitung und Design

Oneplus 9 Pro im Test. (Foto: t3n)

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Oneplus bleibt auch bei seinem 2021er Topmodell den bisher verwendeten hochwertigen Materialen Glas und Metall treu: Der Rahmen besteht aus Aluminium, die Rückseite aus Glas. Im Unterschied zum Vorgängermodell, dem Oneplus 8 Pro (Test), sind einige Farbvarianten wie das uns vorliegende Modell in „Morning Mist“ nicht mehr von oben bis unten mattiert, was uns sehr gut gefiel, sondern teils glänzend. So setzt der Hersteller auf einen changierenden Effekt, mit dem der untere Teil der Rückseite stark glänzt und entsprechend Fingerabdrücke anzieht. Der obere Teil glänzt weniger, mattiert ist er jedoch auch nicht. Das schwarze Modell in „Stellar Black“ ist indes von oben bis unten mattiert, offenbar gilt das auch für die Farbvariante „Pine Green“.

Ins Auge fällt beim Oneplus 9 Pro das neue Kamera-Element, das mit einem Hasselblad-Logo verziert ist. Im Vergleich zum 8 Pro ist die Kamera nun auch nicht mehr mittig, sondern an der linken oberen Ecke integriert, wie es derzeit viele Mitbewerber machen. Vermutlich bleibt so mehr Platz für den Akku und andere Komponenten.

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Oneplus 9 Pro im Test. (Foto: t3n)

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Bei der Anordnung des Powerbuttons, des Lautstärkereglers und dem Alert-Slider bleibt auch beim Oneplus 9 Pro alles beim Alten. Linksseitig kann die Lautstärke reguliert werden, auf der rechten Seite sind Powerbutton und Alert-Slider, mit dem ihr das Gerät bei Bedarf stumm schalten könnt. Was die Gerätequalität angeht, gibt es nichts zu meckern: Das 9 Pro ist tiptop verarbeitet – nichts knarzt oder quietscht. Zudem ist Wasser- und Staubresistenz nach Schutzart IP68 gegeben. Mit seinem Gewicht von unter 200 Gramm gehört es außerdem zu den leichteren Smartphones im High-End-Segment. Samsungs Galaxy S21 Ultra ist um die 30 Gramm schwerer.

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Mit seinem 6,7-Zoll-Dislay gehört das Oneplus 9 Pro dennoch zu den größeren Smartphones, die eine Einhandbedienung kaum möglich machen. Wegen seiner Glasrückseite ist es zudem recht rutschig, für mehr Grip liegt dem Lieferumfang eine Schutzhülle aus Silikon bei.

Oneplus 9 Pro mit ausgezeichnetem Display und top Performance

Oneplus 9 Pro im Test. (Foto: t3n)

Auf der Vorderseite des Oneplus 9 Pro glänzt das neue Display des Topmodells – aber im positiven Sinne. Denn der Amoled-Bildschirm mit LTPO-Technik und WQHD-Auflösung (3.216 x 1.440 Pixel und 526 ppi) liefert ein ausgezeichnetes Bild und knackige Farben. Dank seiner Maximalhelligkeit von bis zu 1.300 nits lässt es sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung ablesen. An der Blickwinkelstabilität gibt es nichts zu meckern.

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Dank der LTPO-Technologie des von Samsung stammenden Panels bietet das 9 Pro nicht nur eine Bildwiederholrate von 120 Hertz, sondern auch eine adaptive Anpassung der Bildrate bis zu ein Hertz. Die dynamische Bildwiederholrate soll einen positiven Einfluss auf die Akkulaufzeit haben und den Energiebedarf um bis zu 50 Prozent reduzieren, was sich im Alltag jedoch nicht als realitätsnah erweist.

Oneplus 9 Pro im Test. (Foto: t3n)

Wie beim Vorgänger ist der Bildschirm des Oneplus 9 Pro leicht zu den Seiten gebogen. Dabei wurde der Winkel allerdings weiter reduziert, was uns besser gefällt als beim 8 Pro. Praktischer sind zwar flache Bildschirme wie Oneplus sie beim 9 einsetzt, ganz aufgeben wollte der Hersteller es beim neuen Pro aber nicht; vermutlich um ein weiteres optisches Differenzierungsmerkmal zwischen den beiden neuen Smartphones zu erhalten.

Der ins Display integrierte Fingerabdrucksensor ist etwas tiefer als beim Vorgänger verbaut, was aber nicht stört. Er ist leicht zu erreichen und entsperrt das Smartphone blitzschnell. Von der als weitere biometrische Option angebotenen 2D-Gesichtserkennung raten wir ab, da sie im Unterschied zu Apples iPhones oder dem Huawei Mate 40 Pro (Test) nur die Frontkamera verwendet. Sicherer ist klar der Fingerabdrucksensor.

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ModellOneplus 9 ProOneplus 9OnePlus 8 ProOnePlus 8TOppo Find X3 Pro
Display6,7 Zoll, 120 Hz AMOLED QHD+ mit 3.216 x 1.440 Pixel (525 ppi), 10 Bit, HDR10+6,55 Zoll, 120 Hertz AMOLED FHD+ mit 2.400x 1.080 Pixel (402 ppi), HDR10+6,78 Zoll Amoled Display, QHD+ 3.168 x 1.440 Pixel, 120 Hertz, 513 PPI, 19,8:9-Verhältnis, Adaptives Display, Vibrant Color Effect, Motion Graphics Smoothing, Nachtmodus, Lesemodus, HDR10+6,55 Zoll Amoled Display, FHD+ 2.400 x 1.080 Pixel, 120 Hertz, 402 PPI, 20:9-Verhältnis,
6,7 Zoll, 120 Hz AMOLED QHD+ mit 3.216 x 1.440 Pixel (525 ppi), 10 Bit
BetriebssystemAndroid 11 mit OxygenOS 11.2Android 11 mit OxygenOS 11.2OxygenOS 11 basierend auf Android 11OxygenOS 11 basierend auf Android 11Android 11 mit Color OS 11.2
HauptkameraWeitwinkel: 48 MP f/1.8, OIS, EIS (Sony IMX789):
Ultraweitwinkel: 50 MP, f/2.2 (Sony IMX766); Telefoto: 8 MP, f/2.4;
Monochrom: 2 MP
Weitwinkel: 48 MP f/1.8, OIS, EIS (Sony IMX689):
Ultraweitwinkel: 50 MP, f/2.2 (Sony IMX766);
Monochrom: 2 MP
Quad-Kamera 48 MP Sony IMX689, F/1.78 Blende, 1,12 Mikrometer Pixelgröße, OIS/EIS;
48 MP Ultraweitwinkel, F/2.2 Bende, 120° Sichtfeld;
8 MP Telezoom, F/2.4 Blende, OIS;
5 MP Farbfilter, F/2.4 Blende;
Phase Detection Autofokus, Laser-Autofokus, kontrastbasierter Autofokus;
3x optischer Hybrid-Zoom;
Dual-LED-Blitz
Quad-Kamera: 48 MP Sony IMX586, F/1.7-Blende, OIS/EIS;
16 MP Ultraweitwinkel (IMX 481), F/2.2 Blende, 123° Grad;
5 MP Makrokamera, 2 MP Monochrom-Linse;
Phase Detection Autofokus, kontrastbasierter Autofokus;
Dual-LED-Blitz
Weitwinkel: 50 MP, f/1.8 (IMX766);
Ultraweitwinkel: 50 MP, f/2.2 (IMX766);
Telekamera: 13 MP , f/2.4;
Mikroskopkamera: 3 MP f/3.0; 5 x optischer Hybridzoom
20 x Digitalzoom
Frontkamera16 MP, Sony IMX471; Pixel 1,0 μm, EIS, Fixed Focus. f/2.45-Blende 16 MP, Sony IMX471; Pixel 1,0 μm, EIS, Fixed Focus. f/2.45-Blende 16 MP, Sony IMX471; Pixel 1,0 μm, EIS, Fixed Focus. f/2.45-Blende 16 MP, Sony IMX471; Pixel 1,0 μm, EIS, Fixed Focus. f/2.4-Blende32 MP, f/2,4 Blende
ProzessorSnapdragon 888 mit max. 2,84 GHz
Snapdragon 888 mit max. 2,84 GHz
Qualcomm Snapdragon 865, @ max. 2,84 GHz
Qualcomm Snapdragon 865, @ max. 2,84 GHz
Snapdragon 888 mit max. 2,84 GHz
Interner Speicher128/256GB UFS 3.1 (nicht erweiterbar)128/256GB UFS 3.1 (nicht erweiterbar)128 GB/256 GB UFS 3.0, nicht erweiterbar128GB /256 GB UFS 3.1, nicht erweiterbar256 GB UFS 3.1 (nicht erweiterbar)
Arbeitsspeicher8/12GB LPDDR58/12GB LPDDR58/12 GB LPDDR58/12 GB LP DDR4X12 GB RAM LPDDR5
Akkukapazität4.500 mAh (fest verbaut) mit Warp Charge 65T (10V/6.5A) und Warp Charge 50 Wireless4.500 mAh (fest verbaut) mit Warp Charge 65T (10V/6.5A) und Warp Charge 15 Wireless4.510 mAh (fest verbaut), „Warp Charge 30T“ (5V/6A) und Warp Charge 30 Wireless, Reverse Wireless Charging4.500 mAh (fest verbaut), „Warp Charge 65“ 65-Watt-Schnellladelösung (5V/6A)4.500 mAh (fest verbaut) mit SuperVOOC 2.0
KonnektivitätWifi 6, Bluetooth 5.2, GPS, LTE, 5G, Dual SIMWifi 6, Bluetooth 5.2, GPS, LTE, 5G, Dual SIM5G (SA; NSA); LTE Cat 18, 2x2 MIMO, Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac/ax, 2.4G/5G,
Wi-Fi 6, Bluetooth 5.1 ( aptX, aptX HD,
LDAC, AAC) aGPS, NFC
2x2 MIMO, Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac/ax,
2.4G/5G, Wi-Fi 6, Bluetooth 5.1, GPS, 5G, LTE, NFC
Wifi 6, Bluetooth 5.2, GPS, LTE, 5G, Dual SIM
SonstigesFingerabdrucksensor im Display, 2D-Gesichtserkennung, Dual-SIM (1 x 5G, 1x 4G), Stereo-Lautsprecher mit Dolby-Atmos-TechnologieFingerabdrucksensor im Display, 2D-Gesichtserkennung, Dual-SIM (1 x 5G, 1x 4G), Stereo-Lautsprecher mit Dolby-Atmos-TechnologieDual-SIM, In-Display-Fingerabdrucksensor, USB-Typ-C (USB 3.1), Stereolautsprecher mit Dolby Atmos, IP68-ZertifizierungDual-SIM, In-Display-Fingerabdrucksensor, USB-Typ-C (USB 3.1), Dual Stereo-Lautsprecher, Dolby AtmosFingerabdrucksensor im Display, 2D-Gesichtserkennung, wasser- und staubdicht (nach IP68), Dual-SIM (1x5G, 1x4G), Stereo-Lautsprecher mit Dolby-Atmos-Technologie, 65W SuperVOOC 2.0;
30W AirVOOC
Gewicht197 Gramm192 Gramm199 Gramm188 Gramm193 Gramm
Abmessungen163,2 x 73,6 x 8,7 mm160 x 74,2 x 8,7 mm 165,3 x 74,35 x 8,5 mm160,7 x 74,1 x 8,4 mm163,4 x 74 x 8,26 mm
FarbenMorning Mist, Pine Green, Stellar Black Winter Mist, Arctic Sky, Astral Black Onyx Black (glossy), Glacial Green (matt), Ultramarine Blue (matt)Aquamarine Green, Lunar SilverSchwarz, Blau
Preisab 899*ab 699 Euro*899 Euro (8 GB RAM)*,
999 Euro (12 GB RAM)
599 Euro (8GB RAM)*
699 Euro (12 GB RAM)
1.149 Euro*

Oneplus 9 Pro: Was bringt die Koop mit Hasselblad?

Oneplus 9 Pro im Test. (Foto: t3n)

Oneplus will mit Hasselblad in die Riege der Smartphone-Kamera-Könige wie Huawei, Xiaomi und Apple aufsteigen. Die zunächst für drei Jahre angesetzte Kooperation umfasst zum Start Softwareoptimierungen, aber auch auf der Hardwareseite – etwa bei den Linsenstandards und den optischen Systemen – will man zusammenarbeiten. Letzteres wird allerdings erst mit den Folgegenerationen wie dem 9T oder Oneplus 10 in Erscheinung treten.

In den neuen Oneplus-9-Modellen liegt der Fokus auf der verbesserten Farbkalibrierung „Natural Color Calibration“ von Hasselblad. Mit der sollen Fotos „mit noch genaueren und natürlicheren Farben“ entstehen, erklärt das Unternehmen. Die Farbkalibrierung sei sowohl im Automatik- als auch dem Pro-Modus nutzbar. Diese Änderungen sind durchaus erkennbar.

Das Oneplus 9 Pro hat eine Vierfachkamera mit einem 48-Megapixel-IMX789-Weitwinkel-Sensor und f/1.8-Blende sowie optischer (OIS) und elektronischer Bildstabilisierung (EIS) an Bord. Bei der Superweitwinkelkamera setzt Oneplus auf einen Sony-IMX766-Sensor, der für verbesserte Bildqualität und geringeres Rauschen sorgen soll. Der in Zusammenarbeit mit Sony entwickelte IMX-766-Sensor kommt auch bei Oppos Find X3 zum Einsatz. Mit der Weit- und Ultraweitwinkellinse lassen sich außerdem Makroaufnahmen anfertigen, was gut funktioniert.

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Oneplus 9 Pro Testfoto. (Foto: t3n)

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Begleitet werden die beiden IMX-Sensoren von einer Telefotokamera mit acht Megapixeln und 3,3-fachen Zoom mit optischer Bildstabilisierung – sie unterstützt einen bis zu 30-fachen digitalen Zoom. Wie es bei digitalem Zoom nicht selten der Fall ist, wird die Bildqualität bei hoher Zoomstufe stark pixelig. Hier hat Samsungs Galaxy S21 Ultra (Test) die Nase vorn, da der Hersteller eine weit stärkere optische Vergrößerung bietet. Der vierte Sensor im Bunde dient nur zur Unterstützung der Hauptsensoren und nimmt Monochrom-Aufnahmen auf, was eher eine Spielerei ist – schließlich lässt sich sowas auch einfach per Software-Filter erledigen.

Die neuen Weitwinkel- und Ultraweitwinkelkameras sind eine spürbare Verbesserung zum Oneplus 8 Pro, das im letzten Jahr schon einen guten Sprung hinsichtlich der Kameraqualität hingelegt hatte. Dank einer Freiform-Linse werden die Verzerrung an den Fotorändern von Ultraweitwinkelaufnahmen merklich reduziert. Das bedeutet, der Fischaugeneffekt ist weniger stark ausgeprägt. Oftmals haben Ultraweitwinkelkameras auch einen kleineren Sensor, wodurch die Bildqualität deutlich von der Weitwinkellinse abweicht. Das ist beim 9 Pro erfreulicherweise nicht der Fall.

Bei Tageslicht liefern beide Sensoren knackige Fotos ab, aber auch bei Dunkelheit hat Oneplus bei seinem 9 Pro zugelegt. Die Kamera fängt deutlich mehr Details ein und bringt gute Resultate – sie sind überwiegend ausgewogen ausleuchtet und lebendig. Manchmal tendiert sie zwar bei Nachtaufnahmen dazu, das Bild zu stark aufzuhellen. Hier genügt es aber schon, einen anderen Bereich des Bildes zu fokussieren.

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Was die neue Hasselblad-Farbkalibrierung angeht, scheint die Oneplus-Kamera Inhalte nicht mehr stark zu übersättigen, sondern ausgewogenere, natürlichere Farben festzuhalten, was uns gut gefällt. Smartphone-Fotografen, die keine Lust auf den Automatikmodus haben, können sich im neuen Pro-Modus austoben. Hier lassen sich in „Hasselblad-Optik“ umfangreiche Einstellungen vornehmen. Zudem unterstützt der Modus auch ein Zwölf-Bit-Raw-Format, mit dem ihr eure Fotos umfangreich nachbearbeiten könnt.

Kurzum: Oneplus hangelt sich bei seinem 9 Pro langsam weiter nach oben zu den Topligisten, wenngleich immer noch Luft nach oben ist. Perfekt ist derzeit jedoch keine Kamera, allerdings bewegen wir uns mittlerweile auf einem sehr hohen Qualitätsniveau. Die Kooperation mit Hasselblad ist noch überschaubar, die neue Farbkalibrierung bringt indes etwas realistische Farben zum Vorschein.

Oneplus 9 Pro: Top Performance, ultraschnelles Laden

Das Oneplus 9 Pro lässt sich kabellos mit bis zu 50 Watt vollpumpen. (Foto: Oneplus)

Top ist das 9 Pro auch bei der Performance. Das Smartphone ist mit Qualcomms neuestem High-End-Chip Snapdragon 888 bestückt, der etwa auch in der US-Variante des Galaxy S21 Ultra und dem Oppo Find X3 Pro zum Einsatz kommt.

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Mit Adreno-660-GPU, acht oder zwölf Gigabyte schnellem DDR5-RAM und 128 respektive 256 Gigabyte UFS-3.1-Speicher liefert das 9 Pro eine sehr gute Performance. Selbst bei anspruchsvollen Anwendungen und Games macht das Gerät nicht schlapp oder wird spürbar warm. In Geekbench-Benchmarks liegt das 9 Pro vor dem 1.200 Euro teuren Oppo Find X3, das eine nahezu identische Ausstattung besitzt.

Der Akku des Oneplus 9 Pro (und auch des 9) besitzt eine Kapazität von 4.500 Milliamperestunden und hält in der Regel mindestens einen Tag lang durch. Nur bei intensivem Gaming oder exzessiver Kameranutzung kann es vorkommen, dass das Gerät früher an die Steckdose muss. Das Nachladen geht mithilfe der Warp-Charge-65T-Ladetechnologie und des 65-Watt-Ladegeräts blitzschnell – in etwa 30 Minuten lässt der Akku sich von null auf 100 Prozent aufpumpen. Auch drahtlos legt Oneplus die Messlatte hoch: Während sich das 8 Pro noch mit 30 Watt kabellos nachladen ließ, ermöglicht ein neues Ladedock das Aufladen via Warp Charge 50 Wireless mit bis zu 50 Watt.

Oneplus 9 Pro: Schnelle Software

An der Software hat Oneplus seit der Vorstellung des Oneplus 8T (Test) wenig geändert. Daran ist aber nichts zu kritisieren, denn OxygenOS 11 basiert auf Android 11 und dürfte trotz seiner teils optischen Anlehnung an Samsungs One UI eine der derzeit besten Android-Nutzeroberflächen sein.

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Oneplus 9 Pro im Test. (Foto: t3n)

Die einzige Anleihe von Samsung ist indes, dass Oneplus den Interaktionsbereich in den System-Apps heruntergezogen hat, um die Einhandbedienung zu erleichtern. Mit OxygenOS 11 hat Oneplus außerdem ein anpassbares Always-on-Display eingeführt.

Was Software-Updates anbelangt, verspricht der Hersteller weiterhin große OS-Upgrades für zwei Jahre und Sicherheitspatches für einen Zeitraum von drei Jahren. Bei letzteren müssen wir leider feststellen, dass der Hersteller wieder etwas nachbessern könnte, denn das 9 Pro hat noch gegen Ende März 2021 immer noch die Sicherheitspatches von Februar installiert, während Mitbewerber wie Samsung und Google ihre Geräte schon vor Wochen mit dem Märzpatches versorgt haben.

Trotz der Kritik: Oneplus’ OxygenOS bietet eine absolut flüssige und übersichtliche Nutzererfahrung mit einigen praktischen Anpassungsoptionen, von denen sich sogar Google noch eine Scheibe abschneiden könnte.

Fazit zum Oneplus 9 Pro: Gut gemacht!

Oneplus 9 Pro. (Foto: t3n)

Oneplus hat mit seinem 9 Pro abermals ein ausgezeichnetes Smartphone zu einem immer noch fairen Preis abgeliefert. Das adaptive 120-Hertz-Display und die Leistung sind auf dem Niveau eines Galaxy S21 Ultra – und das für 300 Euro weniger. Für eine bessere Akkulaufzeit hätte der Hersteller gerne einen 5.000-Milliamperestunden-Akku verbauen können. Die leicht geringere Laufzeit gleicht Oneplus aber mit ultraschnellen kabelgebundenen und kabellosen Ladeoptionen aus.

Die Kamera des 9 Pro gefällt uns gut, wobei vor allem die Weit- und Ultraweitwinkelkameras besonders stark sind. Der 3,3-fache Zoom ist nett, kommt aber nicht an die Telezoom-Fertigkeiten des S21 Ultra heran. Laut Oneplus und der Unterenehmens-Schwester Oppo ist das Interesse an Ultraweitwinkelkameras größer als am Telezoom. Nichtsdestotrotz würde eine bessere Zoomkamera das Kamerasystem noch vielseitiger machen, als es jetzt schon ist.

Angesichts der Ausstattung und seiner Leistung gehört das Oneplus 9 Pro derzeit zu den besten High-End-Smartphones auf dem Markt. Das 9 Pro kostet ab 899 Euro* und ist vorbestellbar.

Oneplus 9 Pro neben dem Oneplus 9. (Foto: t3n)

Sofern ihr keinen Wert auf eine IP-Zertifizierung legt, eine etwas schwächere Weitwinkel-Kamera okay ist, und ihr ein Smartphones mit flachem Display und einer top Performance sucht, solltet ihr euch das Oneplus 9 ansehen. Das Modell kostet ab 699 Euro*.

Oneplus 9 Pro und 9 im Hands-on: Das steckt drin, das sind die Unterschiede

Pro

  • ausgezeichnetes Display
  • flottes System
  • flüssiges, aktuelles Android
  • sehr gute Weit- und Ultraweitwinkelkamera
  • top Verarbeitung
  • sehr schnelles kabekgebundenes und kabelloses Laden
  • IP68 Zertifizierung
  • gut klingende Stereo-Lautsprecher

Kontra

  • Kein eSIM-Support
  • keine Speichererweiterung per MicroSD-Karte
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