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Galaxy S21 Ultra im Test: Samsungs Bestes und Größtes

Aller guten Dinge sind drei: Samsungs Galaxy S21 Ultra ist die konsequente Weiterentwicklung der ersten beiden Ultra-Modelle. Die neue Generation ist das bisher beste High-End-Gerät des Branchenprimus – und sogar günstiger als die Vorgänger.

11 Min. Lesezeit
Samsung Galaxy S21 Ultra vorn vorn. (Foto: t3n)

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Mit den Ultra-Modellen bietet Samsung High-End-Smartphones, bei denen in Sachen Ausstattung nur das Nonplusultra verbaut ist. Die nunmehr dritte Generation nach dem Galaxy S20 Ultra (Test) und dem Note 20 Ultra (Test) lässt kaum noch Wünsche offen. Viele Kinderkrankheiten vor allem des S20 Ultra wurden behoben, einiges zudem verbessert und es gibt kaum noch etwas zu meckern, zumal es weniger kostet*.

Samsung Galaxy S21 Ultra: Design und Verarbeitung

Black Beauty: Samsung Galaxy S21 Ultra in „Phantom Black“. (Foto: t3n)

Die Weiterentwicklung von Samsungs Ultra-Serie ist schon beim Design und der Verarbeitung zu erkennen: Das S21 Ultra ist ausgezeichnet verarbeitet und besteht hinten wie vorn aus Cornings derzeit robustestem Gorilla Glas 7 „Victus“. Vorne nimmt der große 6,8-Zoll-Bildschirm nahezu die komplette Front ein – allzu viel Rahmen ist nicht mehr vorhanden. Zu den Seiten schmiegt sich der Bildschirm nur noch minimal um den Rand, was wir begrüßen.

Wie die ersten Ultra-Generationen ist das S21 Ultra ein verhältnismäßig riesiges Smartphone. Es wiegt mit 227 Gramm mehr als die bisherigen Modelle aus Samsungs Premiumreihe. Das S20 Ultra bringt 220 und das Note 20 Ultra 208 Gramm auf die Waage, obwohl beide ein 0,1 Zoll größeres Display besitzen. Es liegt damit in der Gewichtsklasse des iPhone 12 Pro Max, das mit 226 Gramm eine Nuance leichter ist. Durch seine schmalere Bauweise im langgezogenen 20:9-Format mit 75,6 Millimetern Breite dürfte es allerdings einfacher zu handhaben sein als Apples Riesen-iPhone, das 78,1 Millimeter breit aber kürzer und dünner ist. Die Abmessungen im Vergleich:

         
Modell Samsung Galaxy S21 Ultra Samsung Galaxy S20 Ultra 5G Samsung Galaxy Note 20 Ultra iPhone 12 Pro Max
Display 6,8 Zoll adaptives 120 Hertz Infinity-O-Display – WQHD+ (3.200 x 1.440 Pixel, 20:9, 515 ppi) 6,9 Zoll 120 Hertz Infinity-O-Display – WQHD+ (3.200 x 1.440 Pixel, HDR10+ 20:9, 511 ppi) 6,9 Zoll Dynamic AMOLED Infinity Display, 120 Hz, Seitenverhältnis 19,3:9, Gorilla Glass 7, WQHD mit 3200 x 1440 Pixel, 496 ppi
6,7-Zoll OLED Super Retina XDR Display und 10-bit Farbtiefe; 2.778 x 1.284 Pixel, 19,5:9, 458 ppi
Abmessungen 165,1 x 75,6 x 8,9 mm
166,9 x 76 x 8,8 mm 164,8 x 77,2 x 8,1 mm 160,8 x 78,1 x 7,4 mm
Gewicht 227 Gramm 220 g 208 g 226 g

Design-Highlight des S21 Ultra ist ohne Zweifel der neue Rahmen, der sich auf Höhe des Kameraelements um die Rückseite schmiegt. Es ist die aus unserer Sicht bisher beste Lösung, die mittlerweile riesige Kameraoptik bestehend aus mehreren Sensoren und Linsen einzufangen. Sicherlich trägt das Gerät an der Stelle massiv auf, es mutet dank des neuen Designs aber mehr wie aus einem Guss an. Besonders im direkten Verglich zum S20 Ultra, bei dem das Kameraelement verhältnismäßig unkreativ auf die Rückseite gebaut wird, sieht man deutliche Fortschritte. Andere Hersteller können sich hier eine Scheibe abschneiden.

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Der Kamerabuckel des Samsung Galaxy S21 Ultra trägt auf, sieht aber besser aus als beim Vorgänger. (Foto: t3n)

Neben dem großen Kameraelement mit fünf CNC-gefrästen Öffnungen für Linsen und Sensoren ist die mattierte Oberfläche ein Hingucker. Selbst bei intensiver Nutzung sind keinerlei Fettfingerabdrücke auszumachen, nicht einmal auf der schwarzen Variante, die uns von Samsung zum Testen zur Verfügung gestellt wurde. Beim S20 Ultra mit seiner glänzenden Glasoberfläche sah das leider noch anders aus, jeder einzelne Finger hinterließ eine Spur.

Das Samsung Galaxy S21 Ultra gibt es in Schwarz und Silber – beide sind mattiert. (Foto: Samsung)

Abseits der ausgezeichneten Verarbeitung, dem schicken Finish und seinen markantem Design ist das S21 Ultra dennoch ein großes und schweres Smartphone, das nicht leicht mit einer Hand zu bedienen ist. Wer aber an ein S20 Ultra oder andere aktuelle High-End-Geräte mit großem Bildschirm gewöhnt ist, dürfte sich daran nicht stören.

Samsung Galaxy S21, S21 Plus und S21 Ultra im Vergleich: Das sind die Unterschiede

Samsung Galaxy S21 Ultra mit ausgezeichnetem Display

Vorn von kaum auseinanderzuhalten: Das Samsung Galaxy S21 Ultra neben dem S20 Ultra. (Foto: t3n)

Auch das Display ist einem Ultra-Modell würdig. Der 6,8-Zoll-OLED-Bildschirm mit WQHD-Plus-Auflösung von 3.200 x 1.440 Pixeln und seiner dynamischen (Samsung nennt es adaptiv) Bildwiederholrate von zehn bis 120 Hertz ist ausgezeichnet. Mithilfe der automatisch anpassbaren Bildwiederholrate können etwa statische Inhalte mit reduzierte Hertzrate angezeigt werden, um Energie zu sparen oder bei Videos mit 24 bis 60 fps die Frequenz anzupassen. Damit das Android-System durchweg flüssig läuft, wird bei der Nutzeroberfläche durchweg auf eine Bildwiederholrate 120 Hertz gesetzt.

Das Foto wird der ausgezeichneten Qualität des Displays nicht gerecht. (Foto: t3n)

Das S21 Ultra ist zudem Samsungs erstes Modell, bei dem die volle WQGD-Plus-Auflösung in Kombination mit 120 Hertz genutzt werden kann. Diese Option muss der Nutzer allerdings manuell aktivieren, denn standardmäßig ist der Bildschirm, vermutlich um Energie zu sparen, auf Full-HD-Plus-Auflösung eingestellt.

Aber selbst bei reduzierter Auflösung hinterlässt der Bildschirm schon einen ausgezeichneten Eindruck. Farben werden in der Standardeinstellung „Lebendig“ brillant mit hoher, aber nicht übertriebener Farbsättigung dargestellt. Wer es noch realitätsnäher möchte, hat die Möglichkeit, auf „Natürlich“ umzustellen und mittels erweiterten Einstellungen den Weißabgleich nachzuregeln.

Die Displayoptionen des Galaxy S21 Ultra. (Screenshots: t3n)

Dank der hohen Maximalhelligkeit von bis zu 1.500 nits lassen sich Inhalte auch bei direkter Sonneneinstrahlung problemlos ablesen. Zur Augenschonung bei Dunkelheit hat Samsung außerdem einen Augenkomfort-Modus integriert, der manuell aktiviert werden muss. Mit dem Feature wird die Farbtemperatur des Bildschirms abhängig von der Tageszeit geregelt und zu den Abendstunden blaues Licht herausgefiltert.

Kurzum: Samsung hat in sein S21 Ultra eines der besten, wenn nicht das derzeit beste Display verbaut, das es auf dem Markt gibt. Angesichts dessen, dass Samsung nicht nur Branchenprimus im Smartphone-Sektor, sondern auch bei Bildschirmen ist, sollte das aber wenig überraschen.

Ultraschnell: Der Ultraschallfingerabdruckleser des Galaxy S21 Ultra

Ein weiterer Pluspunkt und eine deutliche Verbesserung gegenüber der Ultra-Vorgänger ist der Fingerabdrucksensor des S21 Ultra. Unter dem Bildschirm ist Qualcomms zweite Generation des Ultraschallfingerabdrucklesers verbaut, dessen Fläche um 77 Prozent größer und laut Hersteller 50 Prozent schneller sein soll. Diese Versprechen Qualcomms sind in der Praxis klar zu spüren: Einerseits ist die Trefferquote bei der Authentifizierung höher, zum anderen geht die Entriegeln weit schneller als beim S20 Ultra oder dem Note 20 Ultra vonstatten. Im alltäglichen Gebrauch ist das ein klarer Komfortgewinn. Überdies funktioniert der Fingerabdruckleser sogar bei feuchten Händen, was bei optischen In-Display-Lösungen nicht der Fall ist.

Schneller und größer: Im Samsung Galaxy S21 Ultra steckt eine neue Generation des Ultraschallfingerabdrucksensors von Qualcomm. (Bild: Qualcomm)

Das Display des S21 Ultra hat noch einen weiteren Trick in petto, der bisher Note-exklusiv war: Mithilfe eines Wacom-Digitizers unterstützt das Smartphone auch die Bedienung per Stift. Mithilfe eines S Pens, der nicht im Lieferumfang enthalten ist und mit zusätzlichen 40 Euro zu Buche schlägt, lassen sich auf dem Gerät Skizzen und Notizen anfertigen. Die weiteren Funktionen, die das Note 20 bietet, wie die Nutzung des Stylus als Kameraauslöser oder zur Fernbedienung einer Powerpoint-Präsentation, sind nicht vorhanden, da der dedizierte Stylus keine Bluetooth-Unterstützung bietet. Ausprobieren konnten wir den Stylus noch nicht.

Samsung Galaxy S21 Ultra im Vergleich mit S20 Ultra und Note 20 Ultra

Die Kamera des Galaxy S21 Ultra: Besser als im S20 Ultra

Aufseiten der Kamera macht das S21 Ultra ebenfalls eine bessere Figur als das S20 Ultra, bei dem Samsung mit einem neuen 108-Megapixel-Sensor nach Jahren des Stillstands auf Sensor-Ebene einen Neuanfang machen wollte. Das Zusammenspiel von Hard-und Software funktionierte jedoch noch nicht so reibungslos wie erhofft, was sich unter anderem durch einen nicht optimalen Autofokus bei Videos äußerte.

Das Samsung Galaxy S21 Ultra hat wie seine Geschwister einen markanten Kamerabuckel. (Foto: t3n)

Mit der mittlerweile dritten Generation des 108-Megapixel-Sensors, den Samsung Isocell HM3 nennt, sollen die Schwächen der ersten Generation der Weitwinkelkamera behoben sein. Im Test zeigt sich, dass Samsung seinen neuen Sensor in der Tat in dem Griff bekommen hat. Wie die Vorgänger verfügt Isocell HM3 über eine Pixelgröße von 1/1,33 Zoll, f/1,8-Blende, optische Bildstabilisierung (OIS) und einen Laserautofokus, der die Fokusschwächen ausgleichen soll. Standardmäßig werden die Fotos per Pixelbinning auf eine Größe von zwölf Megapixel reduziert, um eine bessere Bildqualität zu erzielen. Mit voller 108-Megapixel-Auflösung kann auf Wunsch auch geknipst werden, jedoch nur im 4:3-Format. Damit fällt jedoch HDR-Unterstützung weg.

Die im Automatik-Modus aufgenommen Fotos liefern bei Tag eine ausgezeichnete Qualität mit hoher Dynamik, der Fokus reagiert schnell und präzise. Auch bei Dunkelheit produziert die Weitwinkelkamera des S21 Ultra gute Resultate mit wenig Rauschen, hierfür wechselt das Smartphone automatisch in den entsprechenden Modus. Was bei den Bildern auffällt, ist die Tendenz, stärker aufzuhellen als nötig. Hier wirken die Fotos des Pixel 5 (Test) im Vergleich ausgewogener. Googles Pixel 5 kommt mit seinem älteren und physisch kleineren Sensor jedoch schneller an seine Grenzen; detailreicher sind die Fotos des S21 Ultra.

Samsung Galaxy S21 Ultra Testfoto. (Foto: t3n)

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Das Kameraelement auf der Rückseite besteht aus mehr als nur einem Sensor. Die Weitwinkelkamera wird begleitet von drei weiteren Linsen: Für mehr Variabilität beim Knipsen sind eine 12-Megapixel-Ultraweitwinkel-Kamera mit f/2,2-Blende sowie 120 Grad Sichtfeld sowie zwei Teleobjektive mit jeweils zehn Megapixeln und f/2,4- respektive 2,9-Blende verbaut.

Die Telezoom-Kameras bieten zum einen einen dreifachen zum anderen einen zehnfachen optischen Zoom. Letzterer wird mithilfe einer Periskopoptik realisiert. Zudem hat Samsung seinen 100-fachen „Space-Zoom“ zurückgebracht, der mit dem S20 Ultra eingeführt wurde, beim Note 20 Ultra dann aber auf 50-fache Vergrößerung zusammengedampft wurde. Da die Bildqualität bei dieser hohen Zoomstufe nicht mehr sonderlich gut ist, hat Samsung einen sogenannten Zoom-Lock integriert, der bei 20-facher Vergrößerung anspringt. Bis hierher liefert der Zoom immer noch eine gute Qualität, die Vergrößerung jenseits eines 30-fach-Zooms ist im Grunde nicht zu gebrauchen.

Dank der zwei Zoom-Linsen lassen sich mehr Brennweiten am Smartphone realisieren und ein größeres Spektrum an Fotos bei guter Qualität knipsen. Andere Smartphones müssen hier stärker auf Cropping, also das Ausschneiden eines Bildausschnitts aus einem Foto setzen. Samsung ist mit dieser Lösung nicht der erste Hersteller – vor allem Huawei ist für seinen ausgezeichneten Zoom zuletzt beim P40 Pro und Mate 40 Pro bekannt. Es ist erfreulich, dass andere Smartphone-Hersteller damit nachziehen. Sinnvoll einzusetzen sind die Zoomkameras jedoch nur am Tage bei ausreichend Licht.

Videos lassen sich mit bis zu 8K mit 24 fps aufnehmen; im 4K-Modus sind Aufnahmen mit 60 fps möglich. Die Bildqualität ist gut, der Autofokus bei Schwenks funktioniert zuverlässig. Im Pro-Modus lassen sich nicht nur bei Fotos, sondern auch bei Videos zahlreiche Parameter anpassen. Die Frontkamera mit 40-Megapixel-Sensor, f/2.2 Blende und 80 Grad Sichtfeld nimmt Fotos per Pixel-Binning mit zehn Megapixeln auf. Es ist hervorzuheben, dass Samsung eine Funktion integriert hat, die den Glättungsfilter komplett abstellt.

Zusammengefasst hat Samsung seinem S21 Ultra eine ausgezeichnete Kameras verpasst, die eine große Variabilität bieten und mit vielen Lichtsituationen umgehen können. Stark ist außerdem die Telezoom-Funktion, mit der bis zu 20-fach in guter Qualität vergrößert werden kann. iPhone 12 Pro Max und Pixel 5 können das nicht.

Samsung Galaxy S21 Ultra: Leistung und Akkulaufzeit

Die Galaxy-S21-Serie besteht aus den ersten Top-Smartphones des Herstellers, die den Anfang Januar 2021 angekündigten Exynos-2100-Chip an Bord haben. Es ist das erste SoC, bei dem sich Samsung von seinen Kernen verabschiedet hat und auf die gleichen ARM-Kerne setzt wie Mitbewerber Qualcomm beim Snapdragon 888. Sie unterscheiden sich zwar weiterhin, jedoch trägt die Rückkehr zu ARM-Cortex-Kernen dazu bei, dass der Exynos 2100 näher an Qualcomms-Topchip heranrückt, als es bisher der Fall war.

Im Lieferumfang der Galaxy-S21-Serie befindet sich neben dem Smartphone nur ein USB-C-Ladekabel. (Bild: Samsung)

Im Alltag liefert das S21 Ultra eine ausgezeichnete Leistung sowohl bei den üblichen Alltagsaufgaben, wie beim Scrollen auf Websites oder im System, und auch beim Spielen anspruchsvollerer Games mit höherer Auflösung sind keine Ruckler oder Aussetzer zu beobachten. Das S20 Ultra hatte hier und da schon seine kleinen Problemchen. In Sachen Leistung macht das neue Modell eine ausgezeichnete Figur, was man bei einem solchen Gerät nicht anders erwarten sollte. Unterstützt wird das SoC von 12 bis 16 Gigabyte DDR5-RAM und bis zu 512 Gigabyte UFS-3.1-Speicher. Die Speichererweiterung via Micro-SD-Karte hat Samsung gestrichen, was manche Fans des Herstellers mit hoher Wahrscheinlichkeit verärgern dürfte. Wer nun also viel lokalen Speicher benötigt, muss zu einem der Modelle mit 256 oder 512 Gigabyte greifen; wer viele Daten ohnehin in der Cloud liegen hat, dem dürfte auch die kleinste Variante genügen. Der Preisunterschied zwischen 128 auf 256 Gigabyte ist jedoch zu verschmerzen: Das Modell mit dem größeren Speicher kostet nur 50 Euro mehr*.

Samsung Galaxy S21 Ultra, S21 Plus und S21: Spezifikationen im Vergleich

Modell Samsung Galaxy S21 Ultra Samsung Galaxy S21 Plus Samsung Galaxy S21
Display 6,8 Zoll adaptives 120 Hertz Infinity-O-Display – WQHD+ (3.200 x 1.440 Pixel, 20:9, 515 ppi) 6,7 Zoll 120 Hertz Infinity-O-Display – FHD+ 6,2 Zoll 120 Hertz Infinity-O-Display – FHD+
Betriebssystem Android 11 mit One UI 3.1 Android 11 mit One UI 3.1 Android 11 mit One UI 3.1
Prozessor Samsung Exynos 2100 Octacore CPU 3x 2.8 + 4x 2.4 + 1x 2.9 GHz
Samsung Exynos 2100 Octacore CPU 3x 2.8 + 4x 2.4 + 1x 2.9 GHz
Samsung Exynos 2100 Octacore CPU 3x 2.8 + 4x 2.4 + 1x 2.9 GHz
Arbeitspeicher 12/16 GB RAM 8 GB RAM 8 GB RAM
Interner Speicher 128 bis 512 GB (per microSD-Karte erweiterbar) 128/ 256 GB (per microSD-Karte erweiterbar) 128 / 256 GB (per microSD-Karte erweiterbar)
Akkukapazität 5.000 mAh (fest verbaut) 4,800 mAh (fest verbaut) 4.000 mAh (fest verbaut)
Hauptkamera Weitwinkel: 108 MP, 3. Gen f/1.8, OIS;
Ultraweitwinkel: 12 MP, f/2.2, 120°;10 MP (Teleobjektiv, f/2.4, 35°, 72mm, 1/3.24", 1.22 µm, OIS) + 10 MP (Teleobjektiv, f/4.9, 10°, 240mm, 1/3.24", 1.22 µm, OIS), 3- und 10-fach Hybrid-optischer Zoom, Autofokus (PDAF, Laser AF), Blitz
Teleobjektiv: 64 MP mit f/2.0, 76°, 28 mm, 1/1.76", 0.8 µm, OIS
Ultraweitwinkel: 12 MP mit f/2.2, 120°, 13 mm, 1/2.55", 1.4 µm;
Weitwinkel: 12 MP mit f/1.8, 79°, 26 mm, 1/1.76", 1.8 µm, OIS); 3-fach Hybrid-optischer Zoom, Autofokus PDAF, Blitz
Weitwinkel: 12 MP;
Teleobjektiv: 64 MP mit f/2.0, 76°, 28 mm, 1/1.76", 0.8 µm, OIS
Ultraweitwinkel: 12 MP mit f/2.2, 120°, 13 mm, 1/2.55", 1.4 µm;
Weitwinkel: 12 MP mit f/1.8, 79°, 26 mm, 1/1.76", 1.8 µm, OIS); 3-fach Hybrid-optischer Zoom, Autofokus PDAF, Blitz
Telefoto: 64 MP
Frontkamera 40 MP (f/2.2, 80°, 1/2.8", 0.7 µm, 25mm, AF)
10 MP mit f/2.2, 80°, 1/3.24", 1.22 µm, 25 mm)
10 MP mit f/2.2, 80°, 1/3.24", 1.22 µm, 25 mm)
Konnektivität 5G, Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.1 5G, Wi-Fi 6, Bluetooth 5.1 5G, Wi-Fi 6, Bluetooth 5.1
Sonstiges Fingerabdrucksensor im Display, 2D-Gesichtserkennung, Hybrid-SIM, Wireless-Charging 2.0, wasser- und staubdicht (nach IP68), Powershare, Stereolautsprecher mit Dolby Atmos, Ultra Wide Band (UWB), 25 W Schnellladen Fingerabdrucksensor im Display, 2D-Gesichtserkennung, Hybrid-SIM, Wireless-Charging 2.0, wasser- und staubdicht (nach IP68), Powershare, Stereolautsprecher mit Dolby Atmos, Ultra Wide Band (UWB), 25 W Schnellladen Fingerabdrucksensor im Display, 2D-Gesichtserkennung, Hybrid-SIM, Wireless-Charging 2.0, wasser- und staubdicht (nach IP68), Powershare, Stereolautsprecher mit Dolby Atmos, 25 W Schnellladen
Abmessungen 165,1 x 75,6 x 8,9 mm
161,4 x 75,6 x 7,8 mm
151,7 x 71,2 x 7,9 mm
Gewicht 227 Gramm 202 Gram 169 Gramm
Farben Phantom Black, Phantom Silver Phantom Silver, Phantom Black, Phantom Violet Phantom Violet, Phantom Pink,
Phantom Gray,
Phantom White
Preis (UVP) ab 1.249 Euro* ab 1.049 Euro* ab 849 Euro*

Bei der Akkulaufzeit schneidet das Galaxy S21 Ultra gut ab. Dank seines 5.000-Milliamperestunden-Akkus sollten die meisten Nutzer locker über den Tag kommen und unter Umständen sogar noch den nächsten halben Tag ohne Gang zur Steckdose überstehen. Wer das Smartphone weniger nutzt, könnte sogar erst gegen Ende des zweiten Tages zum Netzteil greifen müssen. Apropos: Samsung hat sich entschlossen, das Ladegerät sowie die Kopfhörer aus dem Lieferumfang zu entfernen. Laut Hersteller sei es ein Beitrag zum Umweltschutz. Zum einen falle die Verpackung kleiner aus, zum anderen würden die meisten Nutzer ohnehin schon mindestens ein Netzteil besitzen.

Kabelgebunden geladen werden kann das S21 Ultra mit maximal 25 Watt und kabellos mit bis zu 15 Watt. Das ist im Vergleich mit der Konkurrenz mittlerweile eher langsam: Xiaomis neues Mi 11 unterstützt beispielsweise kabelgebundenes Laden mit 55 und kabelloses Laden mit 50 Watt.

Software des Samsung Galaxy S21 Ultra: Aktuelles Android mit One UI 3.1

Seitens der Software setzt Samsung auf seine One-UI-Oberfläche in der neuen Version 3.1. Sie unterscheidet sich im Grunde kaum von der Version, die der Hersteller seit Monaten auf seine Smartphone-Familie per Android-11-Update pusht. Weiterhin ist Bixby standardmäßig als Sprachassistent vorinstalliert, der sich auch nicht ohne Weiteres gegen den Google Assistant oder Alexa austauschen lässt. Hierfür ist Drittanbieter-Software vonnöten.

Neu ist eine Auswahlmöglichkeit für den linken Homescreen, auf dem bislang ausschließlich die hauseigene Newsübersicht, die mittlerweile Samsung Free heißt, angezeigt wurde. In den Einstellungen könnt ihr nun auch Googles Nachrichtenübersicht „Discover“ als Alternative auswählen.

Neben dem Neuzugang Google Discover sind im S21 Ultra zahlreiche Apps von Samsung, Microsoft und Google vorinstalliert. (Screenshot: t3n)

Kurios ist an Samsungs One-UI-Oberfläche, dass der Hersteller standardmäßig immer noch auf die Onscreen-Drei-Button-Navigation setzt. Google hatte mit Android 9 eine Gestennavigation eingeführt, die mit Android 10 verbessert und bei vielen Herstellern als Standard eingesetzt wurde. Wir halten die Gestennavigation für die bessere und modernere Art der Steuerung, die zudem keinen Platz auf dem Bildschirm verschwendet. Weshalb Samsung weiterhin auf die im Grunde ausgediente Steuerung setzt, ist uns ein Rätsel. Immerhin lässt sie sich im Handumdrehen in den Einstellungen abstellen.

Ein Pluspunkt für Samsungs Software ist die im Sommer 2020 eingeführt Update-Garantie für drei große Updates. Das bedeutet, dass das S21 Ultra – wie die komplette S21-Familie – Android-Updates bis 2024 erhalten sollte.

Fazit: Samsung kann Ultra

Das S21 Ultra ist Samsungs bisher bestes Ultra-Modell. (Foto: t3n)

Mit dem S21 Ultra beweist Samsung, dass der Hersteller nach ersten Gehversuchen mittlerweile ein nahezu kompromissloses Premium-Smartphone bauen kann. Zwar waren die ersten Ultra-Modelle schon durchaus gut, bei der nunmehr dritten Generation hat der südkoreanische Branchenprimus die Kinderkrankheiten der ersten Modelle – vor allem des S20 Ultra – aber behoben. Nicht nur macht es optisch mehr her als das S20 Ultra, auch hinsichtlich der Ausstattung gibt es kaum etwas zu meckern. Das Display mit seiner dynamischen 120-Hertz-Technik ist ausgezeichnet und dürfte die Konkurrenz locker ausstechen. Auch das verbesserte Kamerasystem mit seinen vier Sensoren auf der Rückseite lässt kaum Wünsche offen. Es liefert nicht nur eine sehr gute Bildqualität, sondern auch eine große Variabilität, die nur wenige Smartphones besitzen. Selbst Apples Überphone iPhone 12 Pro Max kann da nicht mithalten, dafür aber etwa Huaweis P40 Pro, das dafür aber leider ohne Google-Dienste auskommen muss.

Verbessert hat Samsung außerdem den Fingerabdrucksensor, der beim S20 Ultra und dem Note 20 Ultra im Vergleich zu kapazitiven oder optischen Lösungen der Mitbewerber noch etwas träge funktionierte. Gerade bei einem so essentiellen Feature, das Dutzende Male täglich verwendet wird, ist eine zuverlässige und schnelle Funktionsweise absolut notwendig. Freunde des Stifts müssen mit dem neuen Ultra-Modell zudem nicht mehr zwingend zu einem Note greifen.

Was es beim S21 Ultra zu bedenken gilt, sind die Größe und das Gewicht; es ist einfach ein großes und schweres Smartphone. Wen das nicht stört, der bekommt ein sehr gutes Gesamtpaket, das sogar noch günstiger ist als der Vorgänger. Mit seinem Preis ab 1.250 Euro* ist es aber dennoch nicht billig. Gegebenenfalls wäre es ratsam, ein Weilchen mit dem Kauf zu warten, da die Straßenpreise von Samsung-Geräten in der Regel relativ rasch fallen.

Pro:

  • Ausgezeichnete Verarbeitung
  • Markantes Design
  • tolles AMOLED-Display
  • performantes System
  • gute und vielseitige Kamera
  • sehr gut Akkulaufzeit
  • 3 Jahre Android-Update-Garantie
  • Schutz gegen Wasser und Staub nach IP68

Contra:

  • groß
  • schwer
  • keine Speichererweiterung

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