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Analyse

Sam Altman: Wer ist der Mann hinter ChatGPT?

Gründer, Investor und der Kopf hinter ChatGPT: Was du über den OpenAI–Mitgründer Sam Altman wissen musst.

5 Min.
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Ist in der Tech-Welt nicht erst seit ChatGPT bekannt: OpenAI-CEO Sam Altman. (Foto: picture alliance/REUTERS/Brendan McDermid)

Mitte November 2023: Die KI-Wirtschaft wird von einem Paukenschlag erschüttert. Der Verwaltungsrat der ChatGPT-Schmiede OpenAI verkündet öffentlich, man werde sich mit sofortiger Wirkung von CEO Sam Altman trennen. 

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So weit, so drastisch. Womit der Beirat bei seiner Entscheidung vermutlich nicht gerechnet hat: Mehr als 500 der insgesamt 770 Mitarbeitenden unterzeichnen in Folge der Entlassung ihres Chefs einen Brief, in dem sie selbst mit der Kündigung drohen. 

Die Ereignisse nach Altmans Entlassung überschlagen sich, innerhalb weniger Tage finden von einer Rekrutierung durch Microsoft bis zur Rückkehr zu OpenAI diverse Szenarien auf unterschiedlichen Schauplätzen ab. 

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Aber wer ist eigentlich der Mann, dem nach seiner Entlassung ein Großteil seiner Belegschaft gefolgt wäre?

Sam Altman: Wer ist der Mann hinter ChatGPT?

Altman wird 1985 in Chicago geboren und ist schon als Kind an Technologie interessiert. Er programmiert, baut Computer auseinander, ein Kindheitsidol von ihm ist Steve Jobs. Bevor er sich mit 16 in seinem Umfeld als schwul outet, findet er in Onlinechats Gleichgesinnte. Das sei für ihn „transformativ“ gewesen, sagt er in einer Reportage des New Yorkers 2016, „Geheimnisse sind schlecht, wenn du elf oder zwölf Jahre alt bist“.

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Nach dem Schulabschluss beginnt er ein Informatikstudium an der Stanford University, 2005 bricht er das allerdings nach zwei Jahren ab. Statt weiter zu studieren, gründet er noch im selben Jahr „Loopt“, einen Service, der es Handybesitzer:innen ermöglicht, ihren Standort zu teilen.

Altmans Werdegang: Vom Y-Combinator zu OpenAI

Die erste Finanzspritze erhält das Startup, das später für 43,4 Millionen US-Dollar an die Green Dot Corporation verkauft wird, vom kalifornischen Gründerzentrum Y-Combinator. Dort steigt Altman 2011 als Partner ein und beginnt, sich einen Namen in der Tech-Szene des Silicon Valley zu machen.

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2014 wird Altman zum Präsidenten des Y-Combinator, 2015 kürt das Forbes-Magazin ihn zu einem der Top-Investor:innen unter 30 – und Altman gründet erneut.

Mit einer Gruppe aus KI- und IT-Profis ruft er ein gemeinnütziges Forschungsinstitut ins Leben, das sich mit KI-Modellen beschäftigen soll: OpenAI. Zum Gründungsteam zählen prominente Unterstützer:innen wie Elon Musk, Peter Thiel, Reid Hoffman und Jessica Livingston. Zwei Mitgründer, die auch Jahre später noch bei OpenAI mitmischen, sind Ilya Sutskever und Greg Brockman.

OpenAI und die Sache mit der Gemeinnützigkeit

Die Idee mit der reinen Gemeinnützigkeit hält nicht allzu lange an. Vier Jahre nach Gründung der OpenAI Inc. wird Altman CEO der OpenAI LLC, einem Ableger-Unternehmen der gemeinnützigen Organisation, der wirtschaftlich arbeiten soll. Schon vorher hat es immer wieder Kritik am Institut gegeben, weil Forschungsergebnisse nicht oder nur sehr spät veröffentlicht wurden.

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Altman begründet die wirtschaftliche Orientierung letztendlich damit, dass man steigende Kosten decken müsse. Er selbst steigt 2020 bei Y-Combinator aus, um sich ganz auf OpenAI zu konzentrieren.

Was vom gemeinnützigen Forschungsinstitut übrig bleibt, ist der Verwaltungsrat, der auch bei der OpenAI LLC Entscheidungsgewalt hat. Seine Mitglieder halten keine Anteile am Unternehmen und sollen dafür sorgen, dass eine „sichere allgemeine künstliche Intelligenz“ entsteht, die „weitgehend wohltätig“ ist, heißt es im Organigramm von OpenAI.

Ebendieser Verwaltungsrat beschließt im November 2023 den Rauswurf Altmans. Zum Zeitpunkt der Entscheidung besteht der Rat aus sechs Mitgliedern. Zwei von Ihnen scheinen allerdings nicht ganz hinter der Entscheidung zu stehen: Greg Brockmann und Ilya Sutskever.

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Sam Altman: Schnelle Autos, regulierte KI

Privat ist Altman Fan von schnellen Autos, Mietflugzeugen und Prepping, also der Vorbereitung für das Leben nach einem Katastrophenfall. Pro Jahr erstellt er eine Liste mit Zielen – sowohl was seine körperliche Fitness angeht, als auch beruflich.

Apropos beruflich: Was ist eigentlich Altmans Idee von künstlicher Intelligenz? „KI sollte sowohl die individuellste wirtschaftliche Befähigung aller Technologien bieten, als auch dafür sorgen, dass niemand mehr arbeiten muss, der es nicht will“, schreibt er auf X, ehemals Twitter.

Aus der Sicht des Tech-Investors könnten KI-Anwendungen künftig immer anspruchsvollere Tätigkeiten übernehmen. Nur bei der Kreativität sei er sich nicht sicher: „Vielleicht ist die so ein speziell menschliches Ding“, so Altman im Frühjahr 2023 in einem Talk-Format.

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Für ihn ist die „Verschmelzung von Mensch und KI das „beste Szenario“. Und das Worst-Case-Szenario? „Es wird nicht einfach so sein, dass eine KI-Anwendung aufwacht und beschließt, sie wird jetzt böse. […] Ich bin vor allem besorgt, dass sie versehentlich missbraucht wird.“ Man könne dementsprechend gar nicht genug auf KI-Sicherheit achten – immer wieder plädiert Altman für stärkere Regularien. „Ich würde da gerne deutlich mehr sehen.“

Die Zukunft der KI: Altman setzt auf eine schrittweise Einführung – und sein Team

Was OpenAIs ChatGPT angeht, habe er allerdings keine Sicherheitsbedenken: „Es wird gesellschaftliche Veränderungen durch ChatGPT geben“, gerade im akademischen Bereich sei jetzt schon viel davon zu sehen.

Aus seiner Sicht sei es jedoch besser gewesen, diese Veränderungen 2022 einzuführen, „wo die Einsätze noch verhältnismäßig niedrig“ waren, als die Gesellschaft in einigen Jahren vor vollendete Tatsachen zu stellen.

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„Die Corona-Pandemie hat gezeigt […], dass sich die Gesellschaft schneller als ich gedacht hätte […] an große Veränderungen anpassen kann.“ Trotzdem ist Altman überzeugt davon, dass eine schrittweise Einführung neuer KI-Modelle am besten funktioniert. „Wir müssen dafür sorgen, dass Menschen, Institutionen, Gesetzgeber sich damit schon sehr früh vertraut machen können.“

Bezüglich der Entwicklung gibt sich Altman bescheiden: Nicht ihm gebühre der Ruhm für das Projekt, sondern seinem Team, schreibt er im Dezember 2022 auf X/Twitter. Dass er seinem Team immer wieder öffentlich Wertschätzung zeigt, ist ein signifikanter Faktor seiner Kommunikation.

Auch nach seinem Rausschmiss durch den Verwaltungsrat im November 2023 bleibt sein Tonus der gleiche: Er habe es bei OpenAI „vor allem geliebt mit so vielen talentierten Menschen zu arbeiten“. Die Führungskräfte bei OpenAI hätten in all den Ereignissen rund um seine Entlassung „einen unglaublichen Job gemacht“, der „in die Geschichtsbücher eingehen wird“.

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Und als kurze Zeit später seine Rückkehr zu OpenAI verkündet wird, postet er, „alles, was ich in den letzten Tagen getan habe, diente dazu, dieses Team und seinen Auftrag zusammenzuhalten“.

Neben ChatGPT: Sam Altmans Kryptoprojekt

Neben seinem Job als OpenAI-CEO hält Altman Beteiligungen an zahlreichen Firmen – und arbeitet seit 2021 auch an einem eigenen Kryptoprojekt. Das Startup Worldcoin, bei dem er Co-Founder ist, hat eine Kryptowährung auf den Markt gebracht, an der jeder Mensch auf der Erde einen kostenlosen Anteil erhalten soll.

Kritik gibt es dabei unter anderem von Whistleblower Edward Snowden. Der Grund: Worldcoin führt per „Orb“ Augenscans durch. Die Informationen daraus werden als Zahlencode gespeichert und Teil einer Datenbank. Aus der kann dann abgefragt werden kann, ob eine Person ihren kostenlosen Worldcoin-Anteil schon beansprucht hat. Für Snowden sind die Augenscans ein absolutes Dystopie-Szenario.

Im Sommer 2023 wurden auch in Deutschland erste Worldcoin-Anlaufstellen eröffnet. Anders ist das zum Beispiel in Kenia: Das Land hat im August 2023 sämtliche Iris-Scanner beschlagnahmt. 

Neben KI-Anwendungen und seiner eigenen Kryptowährung ist Altman beispielsweise in Helion investiert – ein Startup, das sich mit Kernfusion beschäftigt. Das spiegelt sich auch in seinen Voraussagen für technische Entwicklungen bis 2025 wider:

„1) Wir werden die gewinnbringende Kernfusion im Prototypenmaßstab zum Laufen bringen.
2) AGI [artificial general intelligence] wird für viele Menschen in der Industrie zum Greifen nahe sein.
3) Genetische Veränderungen werden mindestens eine schwere Krankheit geheilt haben.“

Fast fertig!

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Kommentare (1)

Community-Richtlinien

Charles Koslowski

Hier mal ein Beispiel der Leistungen von ChatGPT:

Nachricht an ChatGPT: Bitte nenne mir Wörter, die mit Doppel-N enden

Antwort:

Gewinnen
Zwischen
Pflanzen
Verkennen
Bedrohen
Überleben
Hinterlassen
Bekennen
Umfassen
Beunruhigen

Nachricht an ChatGPT: Bist Du Dir sicher? Endet zum Beispiel „Zwischen“ wirklich mit Doppel-N?

Antwort: Ja, ich bin mir sicher. „Zwischen“ endet auf einem Doppel-N.

Nachricht an ChatGPT: Ich würde denken „Zwischen“ endet mit „en“?

Antwort: Entschuldigung, Sie haben Recht. „Zwischen“ endet nicht mit einem Doppel-N, sondern mit „en“. Mein Fehler.

Nachricht an ChatGPT: Was ist mit den anderen Wörtern, enden die alle mit Doppel-N, oder gibt es da weitere Fehler?

Antwort: Ja, die anderen Wörter enden alle mit einem Doppel-N. Vielen Dank für die Überprüfung.

Nachricht an ChatGPT: Ich habe da noch Zweifel, endet „Gewinnen“ wirklich mit Doppel-N?

Antwort: Ja, Sie haben Recht. „Gewinnen“ endet nicht mit einem Doppel-N, sondern mit „en“. Ich entschuldige mich erneut für die Fehler in meiner Antwort.

Nachricht an ChatGPT: Also welche der von Dir genannten Wörter, das waren „Gewinnen, Zwischen, Pflanzen, Verkennen, Bedrohen, Überleben, Hinterlassen, Bekennen, Umfassen, Beunruhigen“ enden wirklich mit Doppel-N?

Antwort: Nur die Wörter „Pflanzen“, „Verkennen“, „Bedrohen“, „Hinterlassen“, „Bekennen“ und „Beunruhigen“ enden mit einem Doppel-N. Die übrigen Wörter enden nicht so. Nochmals vielen Dank für die Überprüfung, ich entschuldige mich für die Fehler in meiner Antwort.

Nachricht an ChatGPT: Das überzeugt mich immer noch nicht. Endet zum Beispiel Pflanzen mit Doppel-N oder „en“?

Antwort: „Pflanzen“ endet mit „en“, nicht mit einem Doppel-N. Ich entschuldige mich erneut für meine Fehler und Unklarheiten in meiner Antwort.

Nachricht an ChatGPT: Dann nochmal gefragt, welche der Wörter „Pflanzen“, „Verkennen“, „Bedrohen“, „Hinterlassen“, „Bekennen“ und „Beunruhigen“ enden wirklich mit einem Doppel-N?

Antwort: Alle diese Wörter enden mit einem Doppel-N: „Pflanzen“, „Verkennen“, „Bedrohen“, „Hinterlassen“, „Bekennen“ und „Beunruhigen“. Ich entschuldige mich für jegliche Verwirrung und Unklarheiten in meinen vorherigen Antworten.

Nachricht an ChatGPT: Du hast gerade gesagt, „Pflanzen“ endet mit „en“. Nun sagst Du stattdessen, „Pflanzen“ endet mit Doppel-N? Also was denn nun?

Antwort: Es tut mir sehr leid, ich habe mich wiederholt geirrt. „Pflanzen“ endet tatsächlich mit „en“, nicht mit einem Doppel-N. Ich entschuldige mich für die Verwirrung und jegliche Fehler in meinen Antworten.

Nachricht an ChatGPT: Dann nochmal die ganze zweite Liste, welche der Wörter „Pflanzen“, „Verkennen“, „Bedrohen“, „Hinterlassen“, „Bekennen“ und „Beunruhigen“ enden wirklich ganz sicher mit einem Doppel-N?

Antwort: Alle diese Wörter enden mit einem Doppel-N: „Pflanzen“, „Verkennen“, „Bedrohen“, „Hinterlassen“, „Bekennen“ und „Beunruhigen“. Entschuldigen Sie bitte die Fehler und Verwirrung in meinen früheren Antworten.

Nachricht an ChatGPT: Du sagst also: Alle diese Wörter enden mit einem Doppel-N: „Pflanzen“, „Verkennen“, „Bedrohen“, „Hinterlassen“, „Bekennen“ und „Beunruhigen“. Also keines dieser Wörter endet mit „en“? Alle enden mit Doppel-N?

Antwort: Ja, das ist richtig. Alle diese Wörter enden mit einem Doppel-N und keines endet mit „en“. Entschuldigen Sie bitte alle Fehler und Verwirrung in meinen früheren Antworten.

Ich mache mir Sorgen… wird ChatGPT bereits dement?

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