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Schluss mit „Coffee-Badging“: So verschärft Amazon seine Präsenzregelung

„Die besten langfristigen Ergebnisse“ können nur durch direkte Zusammenarbeit im Büro entstehen – davon ist man bei Amazon überzeugt. Eine Regelverschärfung soll dafür sorgen, dass Beschäftigte an den verpflichtenden Präsenztagen auch wirklich so arbeiten, wie der US-Konzern sich das vorstellt. Die Belegschaft ist davon allerdings wenig begeistert.

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Wer an Präsenztagen nur kurz im Büro vorbeischaut, bekommt bei Amazon künftig einen Rüffel: Das Unternehmen verschärft seine Büroregelungen. (Foto: Sundry Photography / Shutterstock)

Drei Tage Präsenz, zwei Tage Homeoffice: Mit dieser Regel beordert Amazon seine Mitarbeitenden seit 2023 zurück ins Büro. Weil die aber scheinbar immer wieder Coffee-Badging betreiben, also an verpflichtenden Präsenztagen lediglich für einen kurzen Austausch mit den Kolleg:innen auftauchen und sich dann wieder ins Homeoffice zurückziehen, legt der Konzern jetzt mit einer Verschärfung nach.

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„Sinnvoll viel Zeit“ im Büro verbringen: Amazon spricht Mitarbeitende direkt an

Wie die Plattform Business Insider berichtet, hat Amazon in mehreren Abteilungen eine Mindeststundenzahl festgelegt, die Beschäftigte an Präsenztagen im Büro verbringen müssen. Die neue Regelung gilt unter anderem für die Einzelhandels- und Cloud-Computing-Teams – und die Spannbreite der vorgeschriebenen Präsenzzeit variiert stark.

Während das Präsenzminimum bei einigen Abteilungen lediglich zwei Stunden beträgt, herrscht in anderen bis zu sechs Stunden lang Anwesenheitspflicht. Wer nicht „sinnvoll viel Zeit“ im Büro verbringe, werde von seiner Führungskraft direkt darauf angesprochen, so Amazon-Sprecherin Margaret Callahan gegenüber Business Insider. Ob und wenn ja welche Sanktionen den Angestellten künftig fürs „Coffee-Badging“ drohen, ist derzeit unklar.

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Zwischen 2 und 6 Stunden Anwesenheitspflicht: Zusatzregel stößt auf Kritik

Callahan zufolge würde die Zusammenarbeit vor Ort schlicht die „besten langfristigen Ergebnisse“ liefern. Bei der Belegschaft stößt die neue Regelung allerdings auf wenig Gegenliebe.

Laut Business Insider kritisieren einige der Beschäftigten in einem internen Slack-Kanal, das Präsenzminimum sei zu streng gefasst und habe mehr Verwirrung als Klarheit verursacht. Andere stellen die Rechtmäßigkeit der Maßnahme infrage, überlegen wie man sie umgehen könnte oder machen schlicht ihrem Ärger Luft, weil sie sich vom Unternehmen gegängelt fühlen.

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Gegen die initiale Einführung der Präsenztage hatten die Amazon-Teams im Frühjahr 2023 mit einer internen Petition protestiert. Rund 30.000 Beschäftigten hatten damals die Abkehr von der bis dahin offenen Homeoffice-Politik des Unternehmens kritisiert – eine Veränderung konnten sie damit allerdings nicht erzielen.

Amazon ist derweil nicht der einzige Konzern, der verstärkt auf Büropräsenz pocht. Auch in Unternehmen wie Meta oder Google wurden die Mitarbeitenden 2023 zurück in die Büros beordert, beim deutschen Software-Konzern SAP sind entsprechende Regelungen in Planung.

Ping! Mich! An! Die schlimmsten Buzzwords aus dem Büro Quelle: t3n
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