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US-Börsenaufsicht SEC nimmt Musk-Tweets zu Dogecoin und Bitcoin unter die Lupe

Elon Musk, CEO von Tesla. (Foto: dpa)

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Mehrfach hatte sich Tesla-Chef Elon Musk via Twitter positiv zu Dogecoin und Bitcoin geäußert – und damit die Kurse getrieben. Jetzt untersucht die US-Börsenaufsicht SEC Musks Tweets.

Dank seiner gut 48 Millionen Twitter-Follower kann Tesla-Chef Elon Musk mit relativ wenig Aufwand großen Einfluss ausüben. So geschehen etwa, als Musk im Sommer 2018 bei Twitter laut über eine Privatisierung von Tesla nachdachte. Der Kurs des E-Autobauers sprang daraufhin nach oben. Nach Ermittlungen der US-Börsenaufsicht SEC muss sich Musk in der Kommunikation zu Themen rund um Finanzen oder Übernahmen zurückhalten. Jetzt geriet der Tesla-Chef wegen mehrerer Tweets zu Kryptowährungen wie Dogecoin oder Bitcoin wieder ins Visier der SEC.

Prominente wie Elon Musk pushen Dogecoin-Kurs

In den vergangenen Wochen hatte unter anderem Elon Musk mit mehreren Nachrichten auf Twitter, in denen er mehr oder weniger deutlich auf Dogecoin hinwies, den Kurs der Spaßwährung deutlich nach oben getrieben. Neben Musk äußerten sich aber auch US-Rapper Snoop Dogg oder der Bassist der Rockband Kiss, Gene Simmons, positiv zu Dogecoin. Am 8. Februar erreichte Dogecoin daraufhin den bisherigen Höchstwert von 0,085 US-Dollar. Damit war der Dogecoin auf einmal rund zehn Milliarden Dollar wert. Aktuell notiert die Kryptowährung bei 0,05 Dollar und knapp 6,5 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung.

Auch beim Bitcoin liegt die Vermutung nahe, dass dessen Kurs – zumindest zeitweise – von den via Twitter verteilten Nachrichten Elon Musks getrieben worden ist. So hatte Musk zwischenzeitlich das Wort Bitcoin in seine Bio aufgenommen. Nachdem Anfang Februar bekannt wurde, dass Tesla 1,5 Milliarden Dollar in Bitcoin investiert hat, kletterte der Bitcoin-Kurs kräftig nach oben. Wenige Tage später bezeichnete er den Bitcoin als Bullshit, sagte aber konkret, dass der Bitcoin dennoch weniger doof sei als Fiat-Geld. Auch nach diesem Tweet gab es einen Kurssprung. Wenige Stunden danach erklärte Musk Bitcoin und Ethereum als zu teuer.

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Dogecoin- und Bitcoin-Tweets im SEC-Visier

Für die SEC, die derzeit auch die Vorkommnisse rund um die Gamestop-Aktie und den Einfluss der Reddit-Trader unter die Lupe nimmt, reichen die Musk-Tweets jetzt wohl doch etwas zu weit. Zwar befinden sich Kryptowährungen anders als Wertpapiere nicht unter der Aufsicht der SEC. Die Tweets zu Dogecoin könnten entsprechend ungeahndet bleiben, wie Golem berichtet. Was den Bitcoin-Einkauf des börsennotierten Elektroautobauers Tesla angeht, könnte die SEC aber noch Fragen an Elon Musk haben, wie die britische Zeitung The Telegraph unter Berufung auf einen leitenden SEC-Ermittler schreibt.

Mit den dazugehörigen Tweets könnte Musk gegen oben erwähnte Auflagen der SEC bezüglich seiner Kommunikation verstoßen habe. Wie Musk zu den Auflagen und der SEC steht, verkündete der Tesla-Chef einmal mehr via Twitter. „Ich hoffe, dass sie das machen! Das wäre großartig“, antwortete Musk auf den Tweet eines Twitter-Nutzers zu der möglichen SEC-Untersuchung zu Musks Dogecoin-Aussagen.

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2 Kommentare
Philipp Schmidt
Philipp Schmidt

Ich finde der Artikel zieht Elon Musks verhalten unnötig ins lächerliche. Es ist höchst ironisch dass dieser Bericht versucht jemanden, der sich für die Menschen einsetzt schlechter darzustellen als eine Organisation wie die SEC, die offenbar die Interessen von milliardenschweren alten Säcken vertritt.
Seine 48 Millionen Follower sind nicht so kaufkräftig wie die Milliardäre, die ihre finanziellen Entscheidungen unter sich absprechen um weiterhin an der Spitze zu bleiben aber ihm wird dann auf die Finger gehauen weil sich die konservative Elite davon bedroht fühlt, sobald Menschen die Tendenz zeigen sich zusammenzuschließen. Und dann bezeichnen ihn irgendwelche unbekannten web developer als Clown, weil sie denken dass ihre Meinung was wert ist :D

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