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US-Senatorin Warren will Google, Facebook und Amazon zerschlagen

Elizabeth Warren. (Bild: Facebook/Warren)

Die US-Senatorin und mögliche Kandidatin für die Präsidentschaftswahl 2020 Elizabeth Warren will Tech-Konzerne wie Amazon, Google und Facebook zerschlagen. Diese hätten zu viel Macht, so Warren.

Die für den US-Bundesstaat Massachusetts im Senat sitzende Juristin Elizabeth Warren könnte bei der kommenden US-Präsidentschaftswahl 2020 für die Demokraten antreten. Gegen Warren als US-Präsidentin dürfte nicht nur der aktuelle Amtsinhaber Donald Trump etwas haben. Auch die Tech-Elite aus dem Silicon Valley hat Warren mit einem längeren Beitrag auf Medium wohl nachhaltig gegen sich aufgebracht.

Denn in dem Artikel legt Warren dar, wie sie sich eine Aufspaltung der großen Tech-Konzerne wie Amazon, Google und Facebook vorstellt. Dabei erklärt die US-Senatorin, dass erst Maßnahmen der US-Regierung gegen Microsoft in den 1990er Jahren den Weg für Internetkonzerne wie Google und Facebook geebnet hätten. Warrens Schlussfolgerung: Wettbewerb sei wichtig, wenn es um das Wachstum junger innovativer Firmen gehe.

Tech-Konzerne: Ab 25 Milliarden Dollar Umsatz droht mit Warren die Aufspaltung

„Sind wir nicht glücklich darüber, dass wir jetzt die Möglichkeit haben, Google zu nutzen, statt von Bing abhängig zu sein“, so Warren mit einem Seitenhieb auf Microsofts Suchmaschine. Google ging allerdings schon 1997 an den Start, Bing folgte erst 2009. Ginge es nach der Bewerberin um das US-Präsidentenamt, müssten sich Tech-Konzerne mit einem jährlichen Umsatz von über 25 Milliarden US-Dollar aufspalten. Geplant ist zudem, Übernahmen wie die von Whole Foods durch Amazon oder jene von Instagram und Whatsapp durch Facebook sowie Googles Doubleclick-Kauf rückgängig zu machen.

Zwei-Faktor-Authentifizierung auf Google, Facebook, Paypal und anderen Diensten einrichten
Viele Online-Dienste bieten mittlerweile eine Zwei-Faktor-Authentifizierung an. Bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung kommt zur Eingabe von E-Mail-Adresse und Passwort noch eine zweite Methode hinzu, über die der Nutzer seine Identität bestätigt. Häufig wird dazu beim Anmeldevorgang ein Pin-Code an das Smartphone des Nutzers gesendet, die er dann eingeben muss. So schützt ihr euer Konto bessere gegen Zugriffe von Unbefugten. Diese Bildergalerie zeigt euch, wie ihr die Zwei-Faktor-Authentifizierung bei Facebook, Google, Whatsapp, Twitter, Dropbox und Paypal aktiveren könnt. (Grafik: Shutterstock)

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Warren zufolge hätten die großen Tech-Firmen zu viel Macht über die Wirtschaft, die Gesellschaft und die Demokratie. Sie hätten den Wettbewerb niedergewalzt und private Daten für ihren Profit verwendet, kritisierte die Politikerin. Zudem setzten sie ihre Macht dafür ein, um Regeln und Gesetze zu ihren Gunsten formen zu lassen. Mit ihrem Plan zur Aufspaltung von Google, Amazon, Facebook und anderen wolle Warren dafür sorgen, dass auch die nächste Generation US-amerikanischer Tech-Unternehmen florieren könne.

t3n meint: Der Rundumschlag gegen die Tech-Konzerne ist wohl vorrangig so zu werten, dass die US-Senatorin ihre Ambitionen auf die Wahl zur demokratischen Präsidentschaftskandidatin unterstreichen wollte. Sie gilt als Kritikerin der Wall Street und setzt sich für den Verbraucherschutz ein. Ob Warren sich überhaupt gegen die interne Konkurrenz wie Bernie Sanders und schließlich gegen Trump oder einen anderen Republikaner durchsetzen kann, ist ebenso fraglich wie, ob sie selbst als US-Präsidentin die Zerschlagung der Tech-Konzerne in die Wege leiten kann. Jörn Brien

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Eine Reaktion
Rene Latz

Die Absichten dieser Frau sind ja nun nachvollziehbar, wenn auch wenig überdacht. Wenn Facebook, Google und Co. zerschlagen sind, stehen bereits mehr als genug Konkurrenz-Unternehmen aus Russland und China bereit, diese Märkte zu übernehmen. Da muss man sich fragen, ob diese Frau wirtschaftlich blind ist, oder doch eher absichtlich den kommunistischen Ländern helfen will.
Neben der Gefahr der Übernahme der Märkte durch Russland und China, ist es auch rein innenpolitisch ein Fiasko. Ich will nicht wissen, wie viele Arbeitsplätze weltweit damit in Gefahr geraten wegzufallen.

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