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Bored Apes und Cryptopunks: Wie ein Vergleich mit der PS5 die Bedeutung von NFT verdeutlicht

Non-Fungible-Token (NFT) könnten das nächste große Ding sein. Schließlich fließen für die digitalen Kunstwerke zum Teil Millionen. Bisher scheint der NFT-Markt aber eine Spielweise für einige wenige Reiche zu sein. Ein Vergleich mit der PS5 spricht Bände.

3 Min. Lesezeit

Die Cryptopunks gehören zu den erfolgreichsten NFT-Projekten. (Foto: Rokas Tenys/Shutterstock.com)

US-Rapper Eminem hat gerade erst gut 450.000 US-Dollar für ein digitales Comicbild eines ihm nachempfundenen Affen ausgegeben. NFT-Fans sprechen da natürlich eher vom Emin-Ape-NFT, durch dessen Erwerb der Künstler zum Mitglied des Bored Ape Yacht Club wurde. Den Rekord für den Kauf eines Bored Ape, nämlich den des Mega-Mutanten-Serums #69, hält seit Anfang des Jahres Chain-CEO Deepak Thapliyal, der dafür rund 5,8 Millionen Dollar hinblätterte.

NFT: Digitaler Hype für reiche Leute?

Das ist freilich noch gar nichts gegen die 69 Millionen Dollar, die ein NFT des Künstlers Beeple im Frühling einbrachte. Auch die Cryptopunk-Reihe erzielt bei Auktionen regelmäßig Millionenumsätze. Was uns das sagt? Die Non-Fungible-Token (NFT) boomen. 2021 erzielte der Markt einen Umsatz von 40 Milliarden Dollar. Im Jahr davor war das nur ein Bruchteil. Aber: Die hohen Preise deuten an, dass einige wenige reiche Personen für den Großteil des NFT-Umsatzes verantwortlich sind.

So soll zwar die Zahl der Wallets von einzelnen Nutzer:innen, die sich täglich mit NFT beschäftigen, zwischen Januar und Dezember des vergangenen Jahres von 5.000 auf 140.000 gestiegen sein, die Zahl der NFT-Besitzer:innen beläuft sich aber insgesamt auf nur 360.000, wie die Financial Times schreibt. Davon sollen weniger als zehn Prozent (32.400 Wallets) rund 80 Prozent des NFT-Volumens verwalten. Oder, wie es Autor und Second-Life-Fan Wagner James Au schreibt: „Es gibt mehr Leute, die Items in Second Life haben, als solche, die ein eigenes NFT besitzen“. Für alle, die sich nicht erinnern oder noch nicht auf der Welt waren: Das 2003 gestartete Second Life ist so etwas wie der Metaverse-Pionier.

14 Millionen PS5 versus 360.000 NFT-Besitzende

Was das jetzt alles mit der PS5 zu tun hat? Ähnlich wie der Vergleich mit Second Life kann auch jener mit der aktuellen Playstation der Einordnung des NFT-Hypes dienen. Twitter-Nutzer @nameshiv erklärt, dass die PS5, die in den vergangenen Monaten der Inbegriff für etwas geworden ist, das schlichtweg nicht erhältlich ist, sich allein in den USA 5,3 Millionen Mal verkauft habe. Weltweit dürfte es sogar schon über 14 Millionen PS5-Besitzer:innen geben. NFT sei damit weniger als die Nische einer Nische, sondern vielmehr „ein winziger Kult, der von einem Haufen extrem lauter, reicher Katzen“ befeuert werde, so @nameshiv.

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