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Whatsapp: Meta sieht die Öffnung kritisch – warum sich Nutzer nicht sorgen müssen

Der Digital Markets Act soll Whatsapp-Nutzer:innen das plattformübergreifende chatten ermöglichen. Doch Expert:innen warnen seit Jahren vor den Folgen für den Datenschutz. Meta zeigt sich hilflos.

Von Jennifer Caprarella
2 Min.
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Auf Whatsapp lässt sich jetzt plattform­übergreifend chatten – aber sollte man das tun? (Foto: Rahul Ramachandram/Shutterstock)

Der Digital Markets Act (DMA) der Europäischen Union, der Anfang März in Kraft getreten ist, bringt zahlreiche Änderungen auf dem digitalen Markt mit sich. Apple muss das iPhone öffnen und Meta dafür sorgen, dass Whatsapp-Nutzer:innen auch Chatnachrichten von anderen Messengern empfangen können – wenn diese sich dazu entschließen, an die Schnittstelle anzudocken. Doch vor den möglichen Folgen warnen nicht nur Expert:innen schon seit Jahren, sondern auch Meta selbst äußert Bedenken.

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Whatsapp: Diese Gefahr birgt der DMA

In einem Blogbeitrag, den Meta kurz vor dem DMA-Start veröffentlicht hat, hat das Unternehmen die Interoperabilität als „technische Herausforderung“ bezeichnet, aber zugleich versprochen, die bisherige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung „so weit wie möglich“ beizubehalten. Doch wie weit das tatsächlich möglich ist, bereitet Expert:innen Sorge.

Schon im Jahr 2022 hatte die US-amerikanische Organisation Electronic Frontier Foundation (EFF) gewarnt, dass Interoperabilität zwar wichtig dafür sei, Tech-Monopole am Unterbinden von nutzerfreundlichen Innovationen zu hindern, jedoch nicht ohne einschneidende Abstriche bei Verschlüsselung und Datenschutz möglich sei.

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Weiterhin sicheres Whatsapp? Meta sieht sich nicht allein in der Pflicht

Das gesteht auch Meta in dem Blogbeitrag ein. Man nutze Signal-Protokoll-Verschlüsselung, um die Nachrichten zu schützen, aber „ohne Kontrolle über beide Endpunkte können wir nicht garantieren, was ein Drittanbieter mit den verschickten oder empfangenen Nachrichten macht“, weswegen das bisherige Sicherheits- und Datenschutzversprechen nicht mehr gemacht werden könne.

Meta sieht die künftige Sicherheit von Whatsapp als „gemeinsame Aufgabe“. Das Unternehmen gelobt, „weiterhin mit Drittanbietern zusammenzuarbeiten, um unseren Nutzer:innen die sicherste und beste Erfahrung bieten zu können“.

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Die haben allerdings bereits angekündigt, vorerst gar nicht auf die Schnittstelle setzen zu wollen. Threema sieht es etwa kritisch, dass Whatsapp auf Telefonnummern zu Identifikation setzt, und befürchtet, durch eine Verknüpfung seien die eigenen Nutzer:innen leicht zu identifizieren. Auch Signal-Präsidentin Whittaker sieht keinen Grund für die Zusammenarbeit. Sie würde „eine Verschlechterung unserer Datenschutzstandards bedeuten“, erklärte sie im Februar gegenüber Heise.

Dazu kommt: Sollte sich die Meinung bei den Verantwortlichen der Dienste ändern, müssten Nutzer:innen gar nicht darauf eingehen. Die Nutzung steht User:innen nämlich vollkommen frei.

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Künftig soll eine intakte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf Whatsapp mittels eines neuen Symbols auch expliziter angezeigt werden. Diese Neuerung befindet sich aktuell in der Beta-Testphase.

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