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Windows 11 ist da: Das ist Microsofts ganzer Stolz

Anlässlich eines holprigen Online-Events mit vielen Streaming-Aussetzern hat Microsoft am Donnerstag die nächste Generation des Windows-Betriebssystems vorgestellt. Es hört auf den schlichten Namen Windows 11.

4 Min. Lesezeit
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Ist das wirklich Windows? (Bild: Microsoft)

Microsofts Online-Event hat Zuschauenden weltweit einiges an Geduld abverlangt. Der Livestream holperte und stolperte vor sich hin. Teilweise gab es alle paar Sekunden auch längere Aussetzer. Dennoch hat es sich gelohnt, dranzubleiben, denn der erste Eindruck vom neuen Windows 11 ist mehr als nur gut. Dabei haben sich viele unserer Erwartungen aus den bereits zuvor verfügbaren Leaks bestätigt.

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Am neuen Windows 11 fällt zuerst die deutliche Überarbeitung des Designs auf. Es erinnert stellenweise an macOS 11 Big Sur und zeigt deutliche Reminiszenzen an Apples Glass-Design aus den Nullerjahren, wirkt dabei aber wesentlich frischer. Transluzente Oberflächen funktionieren auch im Jahr 2021 noch.

Windows 11 – für jedes Gerät

So sieht der neue Startbildschirm von Windows 11 aus. (Bild: Microsoft)

Dabei hat Microsoft eine Oberfläche geschaffen, die erstmals tatsächlich das Label „Für jedes Gerät“ verdient. Egal, ob auf einem Notebook, einem Convertible, einem Tablet oder einem großen Screen am Desktop-PC – Windows 11 sieht aus wie dafür gemacht.

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Die früher eher hakelig wirkende Umsetzung einer Stift- und Handschriftunterstützung Ink wirkt unter Windows 11 natürlich und nicht wie ein nachträglicher Aufsatz. Bei Stiftnutzung gibt Windows 11 jetzt auch haptisches Feedback.

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Fenstermanagement ist jetzt eine Stärke von Windows

Windows 11 sieht auf allen Geräteklassen gleichermaßen gut aus. Das war Microsoft mit Vorgenerationen nicht so gut gelungen. (Bild: Microsoft)

Beim Redesign des Systems hat der Hersteller offenbar auch an Situationen gedacht, in denen sich das Arbeitsgerät verändert – etwa, wenn ein externer Monitor angestöpselt wird. Darauf reagiert Windows 11 dynamisch, baut die Fenster angepasst neu auf und baut sie auch wieder zurück, wenn das Display abgestöpselt wird. Das wirkt sehr harmonisch.

Auch an einem einzelnen Display kann das neue Fenstermanagement überzeugen. Über sogenannte Snaps lassen sich Fensteranordnungen speichern und abrufen. So können etwa drei Fenster nebeneinander oder andere Kombinationen per Klick installiert werden.

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Windows 11 integriert viele bisher eigenständige Apps und Konzepte

Windows 11 befreit die Widgets. (Bild: t3n / Microsoft)

Die Taskleiste ähnelt jetzt eher dem Dock aus macOS, weil es mittig platziert ist. Das Start-Symbol gibt es noch, es öffnet weiterhin das Menü und den Suchschlitz. Die Optik ist aber eher die eines modalen Fensters als die eines von unten hochfahrenden Menüs. Überhaupt schweben die UI-Elemente in Windows 11 souverän über dem Hintergrund.

Passend dazu hat Microsoft die Widgets überarbeitet und aus dem starren Benachrichtigungsbereich entlassen. Sie sehen jenen unter iPadOS sehr ähnlich. Der Benachrichtigungsbereich kann nun den ganzen Screen umfassen und wird zu einem Widget-Feed, den Windows 11 per KI kuratieren soll. Auch den Microsoft Store hat der Hersteller bereits völlig im neuen Design-System überarbeitet. Er wirkt jetzt eher wie eine Systemfunktion denn wie eine separate App.

Das hat Microsoft mit einigen anderen Apps ebenfalls getan. So ist jetzt Teams ins System integriert, ebenso wie die Xbox-App und das Gamestreaming per xCloud. Der Edge-Browser ist ebenfalls kaum noch als eigenständige App zu identifizieren.

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Android-Apps kommen zu Windows 11

Android-Apps kommen auf Windows 11. (Screenshot: t3n / Microsoft)

Beim Microsoft Store lohnt sich ein inhaltlicher Blick. Den hat der Hersteller – wohl als Zeichen gegen Apple – sehr offen angelegt. Beschränkungen gibt es praktisch nicht. Selbst PWA können über den Store vertrieben werden. Entwickler dürfen ihre eigenen Bezahlsysteme verwenden, Microsoft verlangt keine Provision.

Die Offenheit zeigt sich auch darin, dass Android-Apps unter Windows 11 funktionieren. Sie werden im Store gelistet und dann über den integrierten Amazon-Appstore installiert. Damit hat Windows 11 jetzt Apps wie Tiktok oder Instagram auf dem Desktop anzubieten. Einmal installiert stehen die Apps wie jede andere App über das Startmenü oder die Taskleiste zur Verfügung.

Groß, aber nicht gigantisch

Windows 11 ist ein großes Update. Eine komplett neue Nutzererfahrung, wie Microsoft-Chef Satya Nadella es bezeichnet wissen will, ist es indes nicht. Deutlich zu erkennen ist, dass der Hersteller Anleihen bei Apple und Google genommen und für die eigene Plattform umgesetzt hat.

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Letztlich geht es natürlich auch um Marktanteile und die lassen sich gut halten, wenn das eigene System die besten Features der Wettbewerber, etwa das elegante und integrative Design von macOS oder die Android-Integration von Chrome OS, ebenfalls bieten kann.

Microsoft-Chef Satya Nadella ist sichtlich stolz auf die neue Windows-Generation. (Screenshot: t3n / Microsoft)

Wenn ihr jetzt schon gespannt seid, ob euer Gerät für das kommende Windows 11 geeignet sein wird, solltet ihr euch das Tool „PC-Integritätsprüfung“ von dieser Website installieren. Es analysiert unter anderem euer System und gibt euch die korrekte Antwort. Etwas Geduld braucht ihr aber noch, denn Microsoft hat noch keinen definitiven Plan für den Roll-out der neuen Version veröffentlicht. Auf der FAQ-Seite zu Windows 11 avisiert der Hersteller vorsichtig den Anfang des Jahres 2022 für die meisten Geräte. Das Update wird kostenlos sein.

Wer das Ergebnis erhält, dass Windows 11 auf dem eigenen Gerät nicht installiert werden kann, braucht nicht in geschäftige Betriebsamkeit zu verfallen. Microsoft wird Windows 10 noch bis zum 14. Oktober 2025 vollumfänglich unterstützen.

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2 Kommentare
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Tom Saltner

Die aktuelle Store-Debatte dreht sich ja ausdrücklich und aus meiner Sicht sehr gut begründet um die Mobilplattformen iOS und ipadOS, nicht um Computerplattformen.
Der angesprochene Vergleich hinkt daher m.E. gewaltig. Auf einem Mac kann man bekanntermaßen ebenfalls seit jeher installieren, was man will – das wurde gerade noch einmal bekräftigt…

Antworten
Dieter Petereit

Aber nicht über den Store. Und nicht provisionsfrei. Und keine PWA. Und keine Gamestreaming-Angebote. Und nicht mit eigenen Bezahlsystemen.

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