Analyse

Bargeld oder bargeldlos: Was ist billiger, was geht schneller?

Nur Bares ist Wahres? Nein, auf die Mischung kommt es an. (Foto: Andrey Arkusha / Shutterstock)

Viel wird aktuell gestritten über die günstigste, schnellste, einfachste Art, im Handel zu bezahlen. Eine Studie der Bundesbank zeigt: Die eine allgemeingültige Wahrheit gibt es nicht und Bargeld ist besser als sein Ruf.

Die Diskussion um das Bezahlen im Handel tobt: Die Händler müssen ab 2020 für jeden noch so kleinen Kauf einen Bon drucken, die Befürworter argumentieren, dass nur so der Schwarzhandel unterbunden werden könne, die Gegner führen an, dass es ja ohnehin nur darum gehe, dass der Staat weiß, was seine Bürger kaufen. Ähnlich verhärtet sind die Fronten bei der Frage des passenden Bezahlverfahrens: Für die einen sind smartphonebasierte kontaktlose Bezahlverfahren wie Apple Pay und Google Pay die beste Erfindung ever, die anderen sehen alles, was nicht über Bargeld geregelt wird, als einen Angriff auf die persönliche Freiheit des Individuums.

Doch was kostet all das eigentlich genau und was geht am einfachsten? Dieser Frage ist die deutsche Bundesbank in einer groß angelegten Studie nachgegangen. Grundsätzlich, das sei allen Fundamentalisten der Bargeld- und der Bargeldlos-Seite gleich gesagt, fährt der Handel aktuell mit einem Mix aus Bargeld und unbaren Verfahren am besten, wie auch die Bundesbank findet. Die Untersuchung zeigt aber auf, dass Bargeld nicht teurer als bargeldlose Verfahren sein muss, noch dazu, weil Händler ohnehin meist umsatzbezogen mit Sicherheitsfirmen abrechnen. Eine Auszahlstation, wie sie beispielsweise viele Lebensmitteldiscounter und -ketten anbieten, sorgt somit leider in der Regel nicht dafür, dass der Händler weniger für den Abtransport des Geldes zahlt, obwohl ja physisch weniger in der Kasse ist.

Mobile Payment schneller als Barzahlung

Was die Geschwindigkeit betrifft, ist die Sache übrigens nicht ganz eindeutig: 22,3 Sekunden dauert im Durchschnitt eine Bezahlung mit Bargeld am POS. Damit ist Bargeld um rund sieben Sekunden schneller als eine Kartenzahlung mit PIN-Eingabe und knapp 16 Sekunden schneller als eine Kartenzahlung mit Unterschrift, wie die Bundesbank ermittelt hat. Doch eine aktuelle Studie der DHBW Heilbronn kommt zu einem anderen Ergebnis: Danach seien kontaktloses Bezahlen mit Smartphone und ohne PIN nochmal rund fünf Sekunden schneller als Barzahlung zu realisieren, was freilich nur Zahlung von Kleinbeträgen bis zum Beispiel 25 Euro betrifft.

Für die Zukunft wird es aber vor allem darum gehen, wie schnell und nachhaltig sich das kontaktlose Bezahlen durchsetzen kann. Denn das, soviel steht bereits heute fest, ist immer dann schneller und somit günstiger als eine Bargeldzahlung, wenn Kunde und Kassierer mit der Technik klarkommen. Bemerkenswert, aber wenig verwunderlich: die Erkenntnis der Bundesbank, dass die Dauer einer Bezahlung, unabhängig von der Wahl des Zahlungsmittels, mit zunehmendem Alter ansteigt.

Girocard-Zahlungen sind für den Handel interessant

Die Kosten einer Transaktion liegen für den Handel im Schnitt bei knapp 24 Cent – etwas niedriger, wenn viele Zahlungen mit der kontaktlosen Girocard abgewickelt werden. „Insgesamt weisen Barzahlungen nach wie vor die geringsten Kosten pro Transaktion auf, kontaktlose Girocard- oder Kreditkartenzahlungen werden aber aufgrund der geringeren Bezahldauer noch günstiger als Lastschrift- und Kreditkartenzahlungen mit Unterschrift“, erklärt die Bundesbank. „Umsatzbezogen kehrt sich das Verhältnis um: Kontaktlose Girocardzahlungen haben die geringsten Kosten, gefolgt vom elektronischen Lastschriftverfahren, kontaktlosen Kreditkartenzahlungen, Barzahlungen und Kreditkartenzahlungen mit Unterschrift.“ Letztere gehen richtig ins Geld, sind somit ein echtes Entgegenkommen des Handels und wohl auch ein Zugeständnis an Geschäftskunden und ausländische Kunden, die diese Form des Bezahlens nun mal einfach gewohnt sind und favorisieren.

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35 Kommentare
Daz Khan
Daz Khan

Also von mir aus kann das doch jeder halten, wie er/sie das möchte. Das ist (noch) ein freies Land und Bargeld hat eine wichtige Funktion!

Was mir aber gar nicht passt, sind diese ewig gestrigen „Geschäftsleute“, die immer noch bloß Bargeld oder maximal Bank-/Giro-Card akzeptieren und das mit den Kosten begründen. Wenn es sich dabei nicht um Läden handelt, die ich aufsuchen muss, weil ich das Gewünschte nur dort bekomme, lasse ich diese ollen Kamellen inzwischen konsequent links liegen und hole mir mein Zeug da, wo ich auch mit dem Kreditkarten-Token auf meinem Fitnesstracker zahlen kann. Geschäfte, die wirklich nicht erkennen, dass sie das Umsätze kostet, sterben zurecht langsam aus.

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Micha
Micha

Die Aussage, dass kontaktloses bezahlen nur bis 25 Euro Pinfrei geht stimmt nicht ganz. Mit Apple Pay bezahle ich auch 50€ ohne eine zusätzliche PIN. Heists, mit Handy kontaktlos bezahlen ist immer genauso schnell, egal welcher Betrag.

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Sebastian
Sebastian

Ging z.B. bei Kaarstadt auch mit Beträgen über hundert Euro. Ohne Pin-Eingabe :)

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Felix
Felix

Korrekt. Und das stimmt für alle Händler. Apple Pay und die meisten anderen mobile payment systeme nutzen „CDCVM“ (Consumer Device Cardholder Verification Method). Somit muss am Terminal nie eine Pin eingegeben werden.

Micha
Micha

Pssst: Schaut nochmal, wie die Insel im ersten Absatz der zweiten Seite heißt. ;)

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Claudia Wieschollek

Hoppla, danke für den Hinweis, ist korrigiert!

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MrX
MrX

Die Insel heißt Wangerooge ;-)

Willy Millowitsch
Willy Millowitsch

Lasst euch bloss nicht draufheben,
die Reue wir bitter.
Gruß
Karl

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Sassy
Sassy

Bargeld ist die einzige Möglichkeit, anonym zu bezahlen! Alles andere ist irrelevant.

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Chris
Chris

Es gibt auch PaySafe. Nimmt nur nicht jeder.

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Bernd Milota
Bernd Milota

Der Staat möchte halt überall den Bürger kontrollieren. Bargeldloses Verfahren würde dem Staat einen gläsernen Bürger bescheren. Nur die Superreichen würden wieder als Gering-Steuerzahler Vorteile erzielen und ihr Geld ins Ausland transferieren können. Wie immer ist der kleine Mann der dumme und die Bonzen lachen…

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der W
der W

Das ganze Handybezahlzeugs geht mal, mal nicht, dann fummeln alle wie die Deppen rum und ich stehe da wie eine Nappsülze. Bargeld oder EC ist der schnellste Bezahlvorgang. Sofern auch alle wissen, dass sie nach dem Einkauf bezahlen müssen und nicht erst mal das Geld/Karte suchen. Aber auch „moderne“ Menschen suchen ihr Handy dann und fummeln erst mal rum. Das Selbe einchecken bei Flügen. Was ich DAS GEFUMMEL da von Handyfreaks hasse! Und ja, ich verstehe Geschäfte, die American Express bsp. aussperren……

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Wolfgang Krauß
Wolfgang Krauß

Was mir an diesen Bericht wieder auffällt, ist wieder die Erwähnung von apple und google mit Bezahlsystemen. Auch deutsche Einzelhändler haben Bezahlsysteme über Handy, z. B. Edeka und Netto. Wobei bei Edeka erwähnt werden muss, die stellen sogar die Internetverbindung. Ohne Anbindung an Internet geht das Bezahlen mit Handy gar nicht. Da greift man auf EC-Karte oder Bargeld zurück. Dumm nur, wenn nur noch Bargeld geht, aber das können sich einige in Deutschland gar nicht vorstellen, gelle? Du gehst um Ecke und schon ist die Service-Station mit Kundenberater Deiner Bank da!

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Lars
Lars

Man braucht im Moment der Bezahlung keine Internetverbindung bei Google Pay, nur alle paar Bezahlvorgänge mal um neue Tokens herunterzuladen.
Apple Pay genauso nicht.
Dass das bei Insellösungen von einzelnen Handelsketten anders ist, ist verständlich.

Elmond
Elmond

Ich zahle zu 99% mit Bargeld.
Mit allen anderen Zahlungmöglichkeiten zahle ich auch immer mit Daten, die für Unternehmen Macht und Kontrolle bedeuten, worüber sie hohe Umsätze generieren. Und ich kenne kein Unternehmen, dem ich einen Umgang mit dieser Macht zutrauen würde – daher behalte ich sie lieber selbst. :)

Darüber hinaus fällt es mir persönlich leichter so Dinge zu kaufen, die ich auch wirklich brauche – einfach weil der Bezug zu dem was ich Geben muss materiell greifbar ist.

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HW
HW

Es kann ja jeder halten wie er will. Aber man muss leider feststellen, dass regelrecht Kampagnen gegen das Bargeld laufen. Mastercard und Visa tun sehr viel für die Stimmung gegen Bargeld, weil sie an diesen Transaktionen nichts verdienen.
Noch besteht in Deutschland weitestgehend Wahlfreiheit. Werden aber Bargeldeinzahlungen für den Handel massiv verteuert, dann ist diese Diversität verloren.
Das Argument mit dem Schwarzgeld kann ich im Handel nicht nachvollziehen. Muss dagegen wirklich ausnahmslos ein physischer Beleg gedruckt werden, der eh meist im Müll landet? Die elektronische Erfassu g der Transaktion sollte dem Finanzamt doch reichen. Die wollen eh kein Papier mehr haben.

Bei einem komplett bargeldlosen System muss man sich dazu 100% auf die Technik verlassen. Was passiert einem Händler, wenn seine Terminals ausfallen? Was wenn man in den Übertragungsprotokollen Fehler entdeckt, oder wenn die Bank einen technischen Ausfall hat?

Und an der Kasse. Ich habe noch genug Zeit um etwas zu warten. Egal ob jemand Kleingeld sucht oder seine PIN zweimal eingeben muss. Oder weil die Payback Karte versackt ist.

Jedes Brötchen und jeden Kaffee brauche ich aber nicht auf dem Kontoauszug. Ist mir zu unübersichtlich und zu sehr „Bewegungsprofil“.

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HW
HW

PS

Studien haben gezeigt, dass der Kunde bei bargeldlosen Zahlungsarten bereit ist mehr Geld auszugeben. Bargeld ist also ein Mittel sein Geld beisammen zu halten. Für den Handel eher ein Gegenargument.

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the real
the real

„Bargeld oder bargeldlos: Was ist billiger, was geht schneller?“ hää, man muss schon hart auf den kopf gefallen sein oder geld von (bargeld gegnern) bekommen um so eine sinnfreie bzw. in die irre führene Überschrift zu wählen.

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Karin66
Karin66

Ich gehöre wahrscheinlich in den Augen vieler Leser hier zu den hoffnungslos „altmodischen“ Leuten – aber mir ist diese ganze Zahlerei über das Smartphone immer noch suspekt, eben weil in meinen Augen viel zu unsicher! Dieses Argument wird in diesem Artikel hier leider völlig ausgeblendet, obwohl es meiner Meimnung nach überaus wichtig ist! Okay, ich zahle auch öfter mit meiner EC-Karte, habe aber sogar diese NFC-Funktion gleich nach Erhalt der neuen Karte deaktiviert, da ich auch dieser Sache absolut nicht traue und dann eben doch lieber meine PIN eingebe – selbst wenn das eben länger dauert. Ich möchte nämlich nicht noch mehr zu „gläsernen Kunden“ werden und zahle daher eben auch viele (vor allem eben kleinere Beträge) immer noch in bar. Daher stimme ich auch dem Artikel zu, dass es eben der Mix für den Handel macht und hoffe, dass Bargeld NIE aussterben wird!

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Chris
Chris

„Dieses Argument wird in diesem Artikel hier leider völlig ausgeblendet, obwohl es meiner Meimnung nach überaus wichtig ist! “ Wahrscheinlich, weil es nur eine gefühlte „Wahrheit“ ist. Oder wodurch begründet sich konkret diese Unsicherheit? Bargeld wird auch gestohlen, man verliert es etc. Wenn jemand mein Handy klaut, muss er erstmal mein Bildschirm-Passwort knacken, dann noch irgendwie an mein PayPal Passwort oder meinen Fingerabdruck kommen, und das alles, bevor ich gemerkt habe dass mein Handy weg ist und ich meinen Account gesperrt habe.
Und was das Auslesen angeht: Die benötigte Nähe dafür ist nur wenige Centimeter, wenn die Karte im Portmonnaie ist und Metall die Übertragung stört, wird es noch schwieriger. Außerdem kann man ja alle Transaktionen nachverfolgen.

Was die „gläserne Kundin“ angeht: Da ist es völlig egal ob man per NFC oder PIN bezahlt.

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Karin66
Karin66

Hallo Chris,

ich meinte eigentlich auch weniger die physische Unsicherheit – eben dass das Gelnd oder das Handy gestohlen wird, klar, das kann natürlich auch immer passieren. Man muss eben auf beides gut aufpassen.
Ich meinte aber eher die Unsicherheit, eben dass das Handy gehackt wird und dann eben mit den ganzen Daten Unfug getrieben wird. Ich aktualusiere natürlich schon immer regelmäßig mein Antivirenprogramm und die Firewall auf dem Gerät, checke es auch regelmäßig. Aber manche Leute sind hier leider immer noch so naiv, dass die gar nicht wissen, dass man eben auch (und gerade da vor allem!) ein gutes Antivirenprogramm nebst Firewall auf dem Handy braucht! Und die denken auch nicht unbedingt immer daran, ob das – wenn vorhanden – auch auf dem neusten Stand ist! Man braucht sich nur unbedarft eine unbekannte App runterzuladen (was man tunlichst NICHT machen sollte) – und schon kann man sich einen netten Trojaner einfangen. Ich weiß, auch beim PC kann das passieren, aber da sind die meisten Leute eben doch noch vorsichtiger…

Gerd Reichenbach
Gerd Reichenbach

ZITAT“ Die Händler müssen ab 2020 für jeden noch so kleinen Kauf einen Bon drucken“

Da sind eindeutig FAKE NEWS !1!111

„Die Händler müssen ab 2020″ NICHT “ für jeden noch so kleinen Kauf einen Bon drucken“ !!!!!

Nur Händler mit elektronischen Registrierkassen müssen einen Bon drucken ! Aber den haben die auch bisher in der Praxis schon immer gedruckt !

In der Praxis ändert sich als praktisch nix !!!!

Kein Händler ist verpflichtet, überhaupt eine elektronische Registrierkasse für seine Verkäufe zu benutzen ! Weder ein großer, noch ein kleiner.

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Charlotte
Charlotte

Ein großer Punkt, der mich mehr oder weniger zum bargeldlosen Zahlen gezwungen hat, ist dass meine Bank die mir nächstgelegene Filiale geschlossen hat. Zum Bargeld abheben muss ich nun mindestens 2 Stationen mit der Stadtbahn fahren, oder eben 20 Minuten zu Fuß gehen. Oder die Bank wechseln. Mmmmhhh. Oder eben einfach mit Karte Zahlen.

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Heinz
Heinz

Ich kaufe ein Brötchen für 23CT beim Bäcker Abbuchungskosten 24CT und Kosten für den Bon, was bleibt da noch Übrig?

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Gerd Reichenbach
Gerd Reichenbach

Verstehe ich nicht !?

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Heinz
Heinz

Im Artikel steht geschrieben, dass dem Handel die Transaktion ca. 24Ct kostet. Wenn ich nun für einen Kleinstbetrag beim Bäcker bargeldlos bezahle hat er höhere Kosten als der Preis des Produktes, also muss er seine Produkte teurer machen. Die Verkäuferin hat die paar Ct evtl schneller in der Kasse wie der E-Pay dauert.

Gerd Reichenbach
Gerd Reichenbach

Und, wo soll denn da das Problem sein ? Mit der Karte zahlen, wenn man kann, ist immer sinnvoll ! aber das spricht dennoch nicht gegen Bargeld; es wird nie überall möglich sein, auf Bargeld zu verzichten.

Und dass die Bankfiliale geschlossen hat, spricht auch nicht gegen Bargeld ! Gibt inzwischen fast überall Geldautomaten, da muss man nicht endlos zu anderen Filialen fahren; irgendwann kommt man auf seinem Weg zum Einkauf sicher am nächsten Bargeldautomaten vorbei.

Und selbst wenn nicht; die meisten Geschäfte akzeptieren inzwischen die kartenzahlung und gerade die größeren Lebensmittelfilialisten zahlen auf Karte an ihren Kassen sogar Bargelld auf Wunsch aus !

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Nordenslys
Nordenslys

Bargeld lacht!
Kreditkarten und Bezahlsysteme kosten dem Verbraucher zusätzliches Geld (Gebühren)!
Es verdienen die Banken und Anbieter.
Wo soll das hinführen?

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Gerd Reichenbach
Gerd Reichenbach

Ja klar, die erbringen Dir dafür ja auch eine Leistung ! Würdest Du für Deinen Arbeitgeber eine Leistung erbringen und dann sagen: „Hallo Chef – das habe ich Dir aber jetzt kostenlos gemacht – dafür will ich nix ???!!!

Genauso müssen auch die Banken ihere leistungen bezahlt bekommen, insbesondere als die im Zinsbereich jetzt nix mehr verdienen !

Du bist ja aber nicht gezwungen, die Leistungen der Banken in Anspruch zu nehmen ! Hebst alles und zahlst künfit nur noch bar !

So what ?

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Gerd Reichenbach
Gerd Reichenbach

„Kreditkarten und Bezahlsysteme kosten dem Verbraucher zusätzliches Geld (Gebühren)!
Es verdienen die Banken und Anbieter.“

Erstens verlangen auch die meisten Banken Gebühren; da sie nix mehr mit Zinsen verdienen können, liegt das ja nahe ! Und auch Geldautomaten kosten die Anbieter eine Menge Geld ! Wieso erwartet man denn überall, dass solche Dienstleistungen kostenlos sein müsten ! Solangr die Banken gut an unseren Zinsen verdienen konten ging das zwar; aber auch die Zinsen musste letztlich jemand bezahlen !

Auch #Nordenslys will für seine Arbeit sein Geld verdienen ! Oder gehst Du zur arbeit ohne eine angemessene Entlohnung zu erwarten oder zu verlangen ???

Im Übrigen gibt es nach wie vor noch Banken, die Barauszahlungen kostenlos machen, man muss sich nur umschauen und ggfls. einfach wechseln ! Dane4ben kann man mit seiner EC-Karte praktisch in allen Geschäften heute kostenlos bezahlen !

So what ?

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ergraute Blondine
ergraute Blondine

Da es nicht einfach ist, alle möglichen negative Folgen der angebotenen bargeldlosen Zahlungsmethoden für unsere Gesellschaft abzuschätzen, sollten wir vielleicht nicht nur Bequemlichkeit, Verfügbarkeit und Zeitersparnis in Betracht ziehen.
Ziemlich umfassende Zustandsbeschreibung von Einem, der sich auskennt zum Thema:
https://www.youtube.com/watch?v=yxJPuccfQy0&list=PLeJoe5WGh0K3NLrbu4kE8wBdN01ulBr3R&index=32

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Bronko
Bronko

Es scheint keinen mehr zu interessieren, dass der vollelektronische Kunde ohne Bargeld komplett überwacht werden kann. „Sie trinken zu viel bier -> sie bekommen die versicherung nur zu dien konditionen oder den Führerschein2 -< Nur ein beispiel von vielen. Ode dass ich technisch den Menschen ohne Bargeld komplett aUSSCHALTEN kann (ja, kann ich!) interessiert auch niemanden. dann könnt ihr technischen Spielemeiers nicht mal ein Brötchen kaufen. Das merkt ihr wohl gar nicht??

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Donald Duck
Donald Duck

Danke Bronko,
endlich Mal jemand, der genau das hinterfragt und auch anspricht. Viel zu Wenige bisher.
Bargeld bedeutet Freiheit und Unabhängigkeit !!!
Egal, was an Gegenargumenten angeführt wird, es bleibt dem Bargeldzahler vorbehalten, was und wieviel er kauft, völlig anonym und Systemunabhängig. Man stelle sich nur vor, daß jemand ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung hat, doch das Bargeld ist abgeschafft. Er paßt aber nicht in das politische Sytem … Nun drückt jemand, dem das nicht paßt, auf den entsprechenden Knopf und setzt das Häkchen … Dann kann der Unbequeme sich nicht Mal was zu Essen kaufen. Kaufen seine Freunde was für ihn, so erfährt die entsprechende Stelle auch Dank des gläsernen Kunden davon. Da werden dann eben auch wieder die entsprechenden Knöpfe gedrückt … Oje … So läßt sich letztendlich der Bürger kontrollieren und wird zum willfähigen einheitlichen Verbraucher. Mehr interessiert die Wirtschaft und Politik nicht, denn die sind miteinander verfilzt. Also bitte bedenkt dies und erhaltet das Bargeld. Bargeld bedeutet Freiheit und ebenso Individualität !
Die Chinesen haben jetzt schon ein Punktesystem zur Kontrolle und Bespitzelung seiner Bürger eingeführt.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/China-schafft-digitales-Punktesystem-fuer-den-besseren-Menschen-3983746.html

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Gerd Reichenbach
Gerd Reichenbach

Nun ja, wir wollen doch mal nicht zu sehr übertreiben ! Ich bin davon überzeugt, dass der Datenschutz in Deutschland mit Sicherheit ein wenig besser ist, als in China ! Aber wenn er dies nicht wäre oder der“gläserne Mensch“ würde tatsächlich auch bei uns einmal Realität, dann darfst Du sicher sein, dass die dann nicht wirklich Dein Einkaufsverhalten dazu brauchen; da wird es dann um ganz andere Dinge gehen, die Du durch Zahlkarten-Abstinenz auch nicht wirst verhindern können !

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