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Coronakrise: Amazon verschiebt seinen Prime Day auf August – laut einem Bericht

Amazons Prime Day könnte in diesem Jahr später als normal stattfinden – wegen der Coronakrise. (Foto: Julie Clopper / Shutterstock.com)

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Wegen der Coronakrise verschiebt Amazon seine Rabattschlacht Prime Day dieses Jahr angeblich vom Juli bis mindestens in den August. Das berichtet Reuters unter Berufung auf interne Papiere.

Seit 2015 lädt E-Commerce-Riese Amazon einmal im Jahr im Juli zu einer großen Rabattschlacht – das soll vor allem die normalerweise schwächelnden Umsätze in der Sommerzeit ankurbeln. Der zuletzt zweitägige Prime Day verspricht dabei Kunden deutliche Nachlässe auf zahlreiche Produkte auf der Plattform. In diesem Jahr wird die Aktion wegen der Coronakrise wohl bis mindestens in den August hinein verschoben, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

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Amazon bestätigt Prime-Day-Verschiebung nicht

Als Grundlage für den Bericht dienen Notizen aus einem internen Amazon-Meeting, die Reuters gesehen haben will. Amazon hat die Verschiebung noch nicht offiziell bestätigt. Die aktuellen Beschränkungen bei den Einkaufsmöglichkeiten im stationären Handel haben aber in den vergangenen Wochen einen Ansturm auf Onlinehändler ausgelöst – insbesondere Amazon profitiert von dem Run. Allerdings hat das dazu geführt, dass der Konzern wegen der hohen Nachfrage zuletzt besonders wichtige und häufig bestellte Artikel priorisieren musste. Bei manchen Prime-Artikeln ist die Lieferzeit dadurch auf einen Monat und mehr gestiegen.

Amazon hat sich daher wohl nicht grundlos überlegt, was der Ansturm eines Prime-Day-Events auf die ohnehin stark angespannten Kapazitäten in den Verteilzentren bedeuten könnte. In den Notizen, die David Zapolsky, Chefsyndikus des Konzerns bei einem Treffen hoher Amazon-Manager gemacht haben soll, ist die Rede von bis zu 300 Millionen US-Dollar, um die es im schlimmsten Fall bei einer Verschiebung gehen könnte. Es könnten aber auch nur 100 Millionen Dollar sein.

Um was genau es sich bei diesen Summen handelt, geht es den Papieren aber nicht hervor. Zapolskys Notizen zufolge würden aber rund fünf Millionen Produkte länger in den Lagern bleiben, darunter die während des Prime Days besonders beliebten Echo-Geräte. Darüber hinaus sollen auch andere Händler auf der Plattform betroffen sein. Im vergangenen Jahr sollen diese Händler mit rund zwei Milliarden Umsatz zu dem Verkaufsevent beigetragen haben. Genaue Absatzzahlen zum Prime Day verrät Amazon nicht.

Coronakrise bringt mehr Umsatz für Prime Video

Die Coronakrise wirkt sich laut den Notizen auch negativ auf die Geschäfte mit der Cloud aus, vor allem in Frankreich. Dafür soll das Video-on-Demand-Geschäft im ersten Quartal 100 Millionen Dollar mehr Umsatz als geplant eingebracht haben, wie Reuters berichtet. Außerdem soll Amazon laut den Notizen in dem Treffen den Umgang mit streikenden Mitarbeitern besprochen haben. Die Mitarbeiter in den Lagerhäusern kritisieren die mangelnden Schutzvorkehrungen. Eine Schließung der Verteilzentren hat Amazon bisher abgelehnt. In Europa sollen jetzt mehr Schutzmasken und Fieberkontrollen die Sicherheit erhöhen.

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