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Cyberpunk NRW: Polizei präsentiert Robo-Hund Spot

Robocop made in Nordrhein-Westfalen: Die Polizei startet ein „Innovation Lab“ für die Erprobung neuer Sicherheitstechnologien. Für Aufsehen sorgt dabei NRW-Innenminister Herbert Reul, der mit einem Roboter-Polizeihund posiert.

2 Min. Lesezeit
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Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, schaut sich bei der Eröffnung des neuen "Innovation Lab" der Polizei im Digitalkontor den Roboter Hund Spot von Boston Dynamics an. (Foto: picture alliance/dpa | Rolf Vennenbernd)

Hunde und Sicherheitskräfte: Das ist schon seit langem eine innige Beziehung. Neu ist allerdings, dass die Vierbeiner mit künstlicher Intelligenz ausgestattete Maschinen sind, die die Polizei nicht nur unterstützen, sondern ihnen ganze Aufgabenbereiche abnehmen könnten. So testet jetzt auch die Polizei Nordrhein-Westfalen „Spot“, den Roboter-Hund von Hersteller Boston Dynamics, wie das Land auf Twitter mitteilt:

„Wer der Zeit hinterherläuft, läuft den Tätern hinterher“

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Der öffentliche Auftritt des, auf den Namen „Herbie“ getauften, Roboters mit dem Innenminister fand im Rahmen der Eröffnung des sogenannten Innovation Labs in Duisburg statt. In diesem Labor sollen polizeigenaue Lösungen mit neuen Technologien entwickelt werden, wie Innenminister Reul auf einer Pressekonferenz mitteilte.

In dem Labor sollte geklärt werden, was der Markt bereits hergebe, welche Technologien noch an die Polizeiarbeit angepasst und welche vielleicht gänzlich neu entwickelt werden müssten. An dem Projekt hätten mehr als 100 „kluge Leute“ teilgenommen, die „einen smarten Ort“ kreiert hätten. Reul stellt fest: „Wer der Zeit hinterherläuft, läuft den Tätern hinterher.“ Besondere Erwähnung fand der sogenannte Hypercube, der die Rechenkapazität eines gesamten Polizeireviers in einem einzelnen handlichen Gerät vereinen soll und laut Reul beispielsweise bei der Flutkatastrophe 2021 hätte helfen können – wäre die Technologie zu diesem Zeitpunkt bereits verfügbar gewesen.

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Spott für Spot und viel Kritik aus dem Netz

Unter dem Twitter-Post des Innenministeriums Nordrhein-Westfalen gibt es kaum positives Feedback. Viele Nutzer:innen stellen die Fragen, ob solche Technologien in den Händen der Polizei wirklich eine gute Idee sind, ob es nicht wichtigere Themen gäbe und wie es eigentlich um die Digitalisierung stünde. Neben der Kritik am Einsatz von Robotern und künstlicher Intelligenz durch den staatlichen Sicherheitsapparat gibt es aber auch einfach viele Reaktionen, die sich mit dem Roboter-Hund selbst auseinandersetzen:

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Spott für Spot: Das Netz reagiert auf NRWs Polizeihund Quelle: (Foto: picture alliance/dpa | Rolf Vennenbernd)

Roboter-Hunde sind auf dem Vormarsch

Technologien wie der Roboter-Hund Spot sind nicht unumstritten. Im Dezember warnte beispielsweise ein MIT-Professor davor, welchen verheerenden Schaden Kampfroboter in den falschen Händen anrichten könnten. Allerdings scheint der Roboter-Hund von Boston Dynamics langsam, aber sicher Karriere zu machen. Die Bundeswehr hatte schon im letzten Sommer verkündet, sich mit dem Einsatz von Robo-Hunden zu befassen. Öffentliche Auftritte, beispielsweise in der neuen Star Wars Serie Boba Fett oder im Musikvideo von Katy Perry, sorgen für zusätzliche Popularität.

In allzu naher Zukunft dürfte die Polizei allerdings noch nicht großflächig auf Roboter-Patrouillen setzen. Das NYPD hatte in New York eine entsprechende Testphase nach großer öffentlicher Kritik beispielsweise abgebrochen. Dort war Spot vor allem zur mobilen Überwachung eingesetzt worden. Der Roboter verfügt je nach Ausstattung über eine 360-Grad-Kamera. Die französische Armee hatte den Roboter für Aufklärungseinsätze getestet. Auch die Polizei Massachusetts versprach sich bereits 2019 eine Remote-Inspektion potenziell gefährlicher Einsatzgebiete. Die Polizei könnte dann aus sicherer Entfernung den Hund steuern, während Spot vor Ort die Lage inspiziert. Auch Reul betonte die Einsatzmöglichkeiten in Katastrophengebieten oder an gefährlichen Tatorten. Kritiker sehen in dem Hund allerdings auch ein Werkzeug zur weiteren Überwachung und noch rigideren Polizeimaßnahmen.

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