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DHDL und seine Twitterblase: Niemand braucht diese Tweets

Die elfte Staffel von „Die Höhle der Löwen“ ist Geschichte. Auch dieses Mal gab es wieder die üblichen Twitter-Gewitter, die jede Folge begleiteten – auf die wir in Zukunft aber gerne verzichten würden.

2 Min. Lesezeit
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Was ist bei Twitter los? Diese Frage stellt sich häufiger. (Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer)

Sie gehören zu jeder „Die Höhle der Löwen“-Folge: die Twitter-Kommentare. Kaum hat der Löwe im Vorspann das Maul aufgerissen, geht es unter dem Hashtag #DHDL rund. Pro Minute Sendezeit gibt es mindestens einen neuen Kommentar – wobei die Nörgler deutlich lauter sind als die Fans. Da wird geätzt und gemeckert, was das Zeug hält – in den seltensten Fällen über die Pitches an sich. Ja, die Tweets gehören zur Sendung. Aber Dinge ändern sich. Was wäre die „Höhle der Löwen“ ohne die Twitter-Kommentare? Eindeutig besser.

Kommentare dienen nur zum Lästern

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Die Twitter-User:innen wollen eigentlich nur eines: lästern. Dabei geht es weniger um die Idee der Gründer:innen; vielmehr wird aus Prinzip alles in Grund und Boden gehatet. So war es beispielsweise bei zwei Frauen, die das Business-Netzwerk Xeem pitchten. Statt ihrer Idee wurde vorwiegend ihr Aussehen kommentiert. Wer sollte gedatet werden? Können die auch Kaffee kochen? Es geht zumeist um Oberflächiges, nicht um Inhalte. Respekt vor den Einfällen und der Initiative der Pitchenden? Fehlanzeige. Dabei hätten sie es verdient. Schließlich stehen sie vor einem Millionenpublikum und haben den Mut, ihre Einfälle zu präsentieren.

Das erfordert Courage – und zwar deutlich mehr, als bei Twitter unter Pseudonamen in die Tasten zu hauen. Tweety McTweetfaces größte Leistung ist, dass er auf 280 Zeichen seinem eigenen Frust mithilfe anonym geäußerter Beleidigungen Luft macht. Wenn das eigene Leben langweilig ist, schau ich, was andere machen – und zerreiß es. Tolle Einstellung, Tweety. Nur bringt das niemanden nach vorn. Auch dich selbst nicht.

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„Die Höhle der Löwen“: Das ist die Jury der 14. Staffel Quelle:

Wäre ein Hauch Konstruktivität unter den Beiträgen, könnten die Gründer:innen vielleicht sogar etwas mitnehmen. Sinnvolle Beiträge – auch Kritik – könnte helfen, die Ideen zu verbessern, sie wachsen zu lassen oder auch in eine andere Richtung zu bringen. Damit könnten die DHDL-Twittershow ein wichtiger – und nicht nur ein lästiger – Teil der Sendung werden.

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Lasst den Fernseher aus, legt das Handy weg

Davon ist ein großer Teil der DHDL-Blase jedoch weit entfernt. Die Einfallslosigkeit der Kommentare zeigt sich auch daran, dass die Resonanz auf die einzelnen Beiträge sehr gering ist. Das höchste der Gefühle sind ein paar Likes – im einstelligen Bereich. So kommentieren die Hater:innen während der Sendung vor sich hin und träumen insgeheim vielleicht von einer Reichweite, die die DHDL-Gründer:innen haben. Diesen Aufwand können sich die Kommentator:innen sparen. Schaut etwas, was euch Freude bereitet – und ignoriert DHDL, wenn ihr es nicht mögt!

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Insomnia88

Interessant, dass t3n jetzt auf einmal sagt, dass die Twitter Kommentare blöd sein, während sie zu jeder Sendung zuvor ein best oft gemacht haben.
Würde mich mal interessieren woher der Sinneswandel kommt.
Wollte man vielleicht zu dieser Sendung wieder ein best oft machen, hat aber nichts gefunden und deshalb diesen Frustbeitrag geschrieben?

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