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Kann einfach mehr: Goldman Sachs spricht Ether höheres Potenzial als Bitcoin zu

Ether habe große Chancen, Bitcoin als dominantes Krypto-Wertpapier in den Schatten zu stellen. Das sagen die Investmentbanker von Goldman Sachs in einer Investorennotiz.

3 Min. Lesezeit
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Tatsächlich ist das Ethereum-Netzwerk deutlich breiter aufgestellt als der Bitcoin. (Bild: AlekseyIvanov/Shutterstock)

Bitcoins initialer Vorteil könnte sich totlaufen und technisch interessantere Lösungen, allen voran der Smart-Contracts-Marktführer Ethereum, könnten den noch führenden Kryptowert an der Spitze ablösen – ja, sogar in den Schatten stellen.

Investmentbanker sehen Ethereum in einer Reihe von Bereichen deutlich vorn

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Diese starke Prognose stammt nicht von irgendwem, sondern den Finanzexperten der Investmentbank Goldman Sachs. In einer Notiz an Kunden des Hauses gingen die Banker sogar soweit, Ethereum die Vorreiterrolle am Kryptomarkt zuzusprechen.

Das könne sich daraus ergeben, dass sich Ethereum technisch deutlich schneller entwickele und bereits eine eigene Marktführerschaft, nämlich bei den dezentralen Finanzinstrumenten (Defi), vorweisen könne. Auch der boomende Sektor der NFT (Non-fungible Tokens) setze vor allem auf Ethereum. Insofern sei es nur konsequent, dass der Krypto-Coin Ether auf der Basis des Ethereum-Netzwerks auf längere Sicht auch der dominierende Wertspeicher werden könnte.

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Das Papier, das in Form kleiner Zitate durch Social Media wandert, birgt damit einigen Sprengstoff für Bitcoin-Aficionados. Besonders negativ sehen die Banker Bitcoins schleppende Evolution.

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Bitcoin: Das Nokia der Kryptobranche?

Sie schreiben, dass eine Plattform ihre dominante Position schnell dadurch verlieren könne, dass sie es versäumt, sich an veränderte Nutzerbedürfnisse oder den technischen Fortschritt – vor allem den der Konkurrenz – anzupassen. Als Beispiele führen die Banker Myspace und Facebook, Netscape und den Internet Explorer oder Yahoo und Google an.

Auch die gern als Stabilitätsfaktor bezeichnete Knappheit des Bitcoin wollen die Experten von Goldman Sachs nicht als Erfolgsgarant stehen lassen. Sie geben zu bedenken, dass nicht die Knappheit, sondern der Erfolg eines Wertspeichers ausschlaggebend sei.

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Rein praktisch sei zudem die Transaktionskapazität ein weiterer Unterscheidungsfaktor. Während Ethereum mit dem kommenden Update auf Version 2.0 bis zu 3.000 Transaktionen pro Sekunde ausführen könne, sei bei Bitcoin nach wie vor bei sieben pro Sekunde Schluss.

Verglichen mit Finanzdienstleistern wie Visa scheint selbst der neue Wert bei Ethereum noch niedrig. So kann Visa etwa bis zu 65.000 Transaktionen pro Sekunde abwickeln. Praktisch aber liegt der Wert stets nur um 2.000 Transaktionen. Ethereum kommt mit Version 2 also in einen praxistauglichen Rahmen.

Auch im Bereich des Katasterwesens schreiben die Banker der Ethereum-Blockchain viel Potenzial zu. So könnte sie zu einem „großen Markt für vertrauenswürdige Informationen werden“. Immerhin könnten auf ihr auch personenbezogene Daten sicher und gleichzeitig dezentral gespeichert werden. Das brächte die Möglichkeit, etwa eine Plattform für die Speicherung medizinischer Daten auf Ethereum aufsetzen zu lassen. Weltweit setzen schon jetzt viele Regierungen für ihre digitalen Impfpässe auf Blockchain-Lösungen.

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Bitcoin und Ether setzen sich zunehmend vom Verfolgerfeld ab

Tatsächlich liegt der Bitcoin mit einem Kurswert von knapp 40.000 US-Dollar am Mittwoch deutlich vor dem Ether mit seinen rund 2.800 Dollar. Bei der Gesamtkapitalisierung ist der Abstand bereits weniger deutlich. Hatte Bitcoin noch vor Kurzem etwa den vierfachen Marktwert im Vergleich zum Ether, ist es jetzt nur noch etwas mehr als das Doppelte.

Am Mittwoch bringt es der Bitcoin laut Coinmarketcap auf eine Marktkapitalisierung von rund 745 Milliarden und der Ether auf immerhin rund 328 Milliarden Dollar. Damit haben sich beide Kryptowährungen jedenfalls sehr deutlich von allen anderen Marktteilnehmern abgesetzt.

Tendenziell lässt sich sagen, dass im Verfolgerduell vor allem jene Coins eine Rolle spielen, die selbst nicht nur reine Coins sind. So halten sich etwa Binance und Cardano stabil auf Rang 4 und 5. Beide betrachten sich als Ethereum-Wettbewerber, allerdings in Entwicklungsstadien, zu denen Ethereum noch sehr deutlich Vorsprung hat.

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Fabian

Bitcoin kann man nicht mit Ether vergleichen.
Ether ist schneller und hat mehr anwendungsmöglichkeiten ist aber auch wesentlich anfälliger und nicht so sicher wie Bitcoin.
Also ist Bitcoin mit Gold als Speicher und Ether eher mit einer Währung zu vergleichen mit je seinem Vor und Nachteil.
Wenn man in beidem investiert ist macht man also nichts falsch.

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