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Elektroautos für 10.000 Euro? Wenig wahrscheinlich, meint Kia

Elektroautos für 10.000 Euro in Europa – das hält der südkoreanische Autobauer Kia für wenig wahrscheinlich. Je kleiner das Auto, desto schwieriger sei es, profitabel zu arbeiten.

2 Min.
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Kia E-Niro. (Bild: Kia)

In China verkauft Renault seinen elektrisch betriebenen Cityflitzer K-ZE zum Preis von umgerechnet knapp 8.000 Euro. Nur wenig mehr, nämlich um die 10.000 Euro, will der französische Autokonzern bei einer Markteinführung des kleinen Elektroautos in Europa verlangen. Allerdings ist mit dem Start nicht so schnell zu rechnen – innerhalb der kommenden fünf Jahre soll das Auto auf Europas Straßen rollen. Für Emilio Herrera, den spanischen Europa-Manager des südkoreanischen Konkurrenten Kia, ist das aber unrealistisch.

Herausforderung: Elektroautos profitabel anbieten

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Im Interview mit Automotive News Europe erklärte Herrera, dass es eine der größten Herausforderungen der Branche sei, Elektroautos profitabel zu machen. Je kleiner das Auto, desto schwieriger sei das, so der Kia-Manager. Der Konzern sei derzeit etwa dabei, seinen Kleinwagen Picanto in einer Stromerversion auf den Markt zu bringen. Während der Benziner rund 10.000 Euro kostet, sei ein solcher Preis für die E-Auto-Version nicht möglich. Stattdessen müsse man dabei 8.000 oder 9.000 Euro dazurechnen.

Noch könne man den Preis mithilfe der staatlichen Förderungen für Elektroautos drücken. Hersteller und Verbraucher müssten aber damit rechnen, dass die Regierungen ihre finanziellen Anreize in den kommenden Jahren wieder zurückfahren – wenn die Zahl der Elektroautos signifikant steige. Die CO2-Strafsteuer, die in der EU ab diesem Jahr fällig werde, sorge dafür, so Herrera, dass viele Hersteller mit Elektroautos auf den Markt kommen müssten, die Produktion von Benzinern oder Dieselfahrzeugen aber zunächst reduzieren würden. Kia hoffe, mit geplanten 40.000 verkauften Elektroautos mögliche Strafzahlungen wegen des CO2-Ausstoßes seiner Flotte zu vermeiden.

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Volkswagen bringt E-Auto ID.3 für 30.000 Euro

Während Volkswagen seinen ID.3 wohl für 30.000 Euro auf den Markt bringen will, sei Kia nicht in der Lage, eines seiner aktuellen Modelle für unter 30.000 Euro zu verkaufen. Der gerade erst aufgefrischte Kia E-Niro soll für 35.290 Euro (289 Kilometer Reichweite) oder 39.090 Euro (455 Kilometer) zu haben sein. Zum Vergleich: Das derzeit günstigste Elektroauto von Renault ist der Zoe. Der kostet mit Akkumiete ab 21.900 Euro – mit Kaufakku schlägt er mit knapp 30.000 zu Buche.

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