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5 Dinge, die du diese Woche wissen musst: EU könnte mit der Datenmaut ernst machen

Jeden Montagmorgen berichten wir über fünf Dinge, die zum Wochenstart wichtig sind. Diesmal geht es unter anderem um die Datenmaut, das 5G-Netz, Digital Detox und den Einfluss von KI auf die Politik.

4 Min. Lesezeit
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EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager will die Datenmaut prüfen. (Foto: Alexandros Michailidis / Shutterstock.com)

Bald könnte sich entscheiden, ob wir in Europa wirklich eine Datenmaut erhalten. Damit würde die Telekommunikationslobby einen gigantischen Sieg erringen.

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Schon seit mehr als zehn Jahren versuchen die großen Telekommunikationskonzerne, auf die Art einen neuen Einnahmeweg zu erzwingen. Dabei hatten OECD und das Gremium europäischer Regulierungsstellen für elektronische Kommunikation schon 2012 festgestellt, dass es keine Anhaltspunkte dafür gibt, „dass die Netzkosten der Betreiber in der Internet-Wertschöpfungskette nicht bereits vollständig gedeckt und bezahlt“ seien.

Zu müde zum Lesen? Unseren Wochenrückblick gibt es auch als Podcast

1. Datenmaut: EU will Netflix, Google und Co zur Kasse bitten

Die Dienste der großen Internetkonzerne machen einen Großteil des weltweiten Datenverkehrs aus. In die Frage, wer in Zukunft dafür zahlen soll, kommt jetzt Bewegung. Die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hat nämlich eine „offene Konsultation“ zum Thema Datenmaut gestartet. Dabei handelt es sich um ein Konzept, bei dem die großen Tech-Firmen Geld an Telekommunikationsanbieter zahlen sollen.

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Bis zum 19. Mai sollen die unterschiedlichen Standpunkte zur möglichen Datenmaut angehört werden. Teilnehmen können alle interessierten Einzelpersonen, Unternehmen und Organisationen. Anhand der Ergebnisse werde die Kommission Maßnahmen ableiten. Laut Kritiker:innen ließe sich das angestrebte Paket nicht mit der Netzneutralität vereinbaren, die beinhaltet, dass Daten unabhängig von Herkunft, Inhalt, Anwendung, Absender und Empfänger in Netzen gleich behandelt werden müssen.

Zudem hat beispielsweise Google bereits deutlich gemacht, dass dank ihrer Services überhaupt erst die Nachfrage generiert wird, die Innovationen wie mehr Bandbreite und Standards wie 5G ermöglichen. Ob eine Datenmaut tatsächlich eingeführt wird, bleibt also offen.

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2. 5G-Netz: So hat die Politik sich von den Mobilfunkanbietern austricksen lassen

Der inzwischen ausgeschiedene Minister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer, hat offenbar beim 5G-Netz unliebsame Konkurrenz für die drei großen Mobilfunkanbieter verhindert. Demnach wurden bei der Entscheidung über die 5G-Netze die Mobile Virtual Network Operator, kurz MVNO, und ihre Interessen umgangen. Sie haben in der Vergangenheit als Dienstleister bei den großen Anbietern Kapazitäten und Ressourcen angemietet und diese an die Kundschaft weiterverkauft.
Möglich wurden durch die Anbieter, von Aldi Talk und Tchibo über Blau bis hin zu den diversen Drillisch-Marken, günstigere Tarife, die auf die Netze der großen Betreiber zugreifen und teilweise um einzelne Features abgespeckt waren.

Interne Dokumente aus der Bundesnetzagentur und den Ministerien für Wirtschaft und Verkehr legen nahe, dass im Rahmen der Neuauflage der Diensteanbieterverpflichtung nicht wie in der Vergangenheit regulierte Großhandelspreise für diese Dienstleistungen seitens der drei großen Provider festgelegt werden, sondern dass die Parteien die Konditionen selbstständig aushandeln können. Und die haben verständlicherweise kein gesteigertes Interesse an mehr Wettbewerb im attraktiven 5G-Markt.

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3. Diese Tricks und Tools helfen dir, deine Bildschirmzeit zu reduzieren

Das Handy ist in allen Lebenslagen unser treuer Begleiter. Bei vielen Menschen nimmt das Nutzungsverhalten aber teilweise besorgniserregende Ausmaße an. Anlässlich der Fastenzeit würde es daher uns allen guttun, die Bildschirmzeit auf ein Minimum zu reduzieren. Das ist allerdings nicht immer ganz so leicht, wie es sich doch anhört. Die großen Social-Media-Dienste nutzen psychologisches Know-how, um euch möglichst lange an ihre Apps zu binden. Selbstkontrolle ist also gefragt.

Dazu gibt es einige Tricks und Tools die eurer Vorhaben erleichtert können. Sowohl iOS als auch Android bieten die Möglichkeit, ausgewählte Apps oder auch Websites einzuschränken.

Eure schlimmsten Zeitfresser könnt ihr zur Sicherheit auch im Desktop-Browser sperren. Dazu könnt ihr den kostenfreien Lessphone-Launcher verwenden. Der verfügt über ein rein textbasiertes Interface ohne Ablenkungen und lässt euch lediglich auf die Telefon-App, ein einfaches Tool zur Aufgabenverwaltung und exakt vier weitere Apps zugreifen.

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Falls auch das noch nicht reicht, solltet ihr tatsächlich darüber nachdenken, eine gewisse Zeit ganz auf euer Smartphone zu verzichten.

4. Meta Verified: Zuckerberg erschafft Zweiklassengesellschaft auf Social Media

Mark Zuckerberg eifert der Paid-Strategie von Twitter nach. Mit den kostenpflichtigen Funktionen von Meta Verified oder Twitter Blue, deren Einnahmen die schwindenden Werbeeinnahmen ausgleichen sollen, verändern sich die Machtstrukturen auf Social Media. Aber ist das mit dem Grundgedanken der Plattformen vereinbar?

Laut unserer Redakteurin Elisabeth Urban stellt „Meta Verified“ die Weichen für eine Zweiklassengesellschaft auf Social Media. In ihrem Kommentar erklärt sie, warum die neuen Premium-Modelle den sozialen Netzwerken langfristig schaden werden. Denn wer zahlt, bekommt in Zukunft auch mehr Aufmerksamkeit für seine Posts – egal, was ihr Inhalt ist. Wer eine wichtige Message ohne eines der Premium-Modelle in den sozialen Netzwerken Premium-Modelle verbreiten möchte, bleibt dagegen auf der Strecke.

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5. So wird KI die Politik beeinflussen

Wie wird KI bereits jetzt schon verwendet, um demokratische Prozesse zu beeinflussen – und was könnte hier noch auf uns zukommen? Darüber haben wir mit Sebastian Bluhm, Mitglied im KI-Bundesverband und CEO der Technologieberatung Plan D, gesprochen.

„KI braucht menschliche Vernunft“, sagt er. Blum zufolge stehen wir erst am Anfang der KI-Revolution. Um mit ihr verantwortungsvoll umzugehen und demokratische Wahlen nicht zu gefährden, müsse die Bevölkerung verstehen, wie ein KI-Modell funktioniert.

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