News

„Made in Europe“: Huawei will 5G-Komponenten in Europa bauen

Gebäude mit Huawei-Logo in Kanada. (Foto: Paul McKinnon/Shutterstock)

Um beim Ausbau von 5G-Mobilfunknetzen in den EU-Staaten nicht ausgeschlossen zu werden, hat Huawei den Bau von Fabriken in Europa angekündigt. Das soll das Vertrauen stärken.

Arbeitet Huawei mit Chinas Sicherheitsbehörden zusammen – oder nicht. Die Bundesregierung hat zuletzt ihre Entscheidung über die Einbindung des chinesischen Technologieriesen und Netzwerkausrüster in den Auf- und Ausbau der 5G-Infrastruktur vertagt. Angeblich habe man eine sogenannte Smoking Gun vorliegen, die USA wollen Huawei auf frischer Tat ertappt haben. Um seine Chancen auf eine Beteiligung am 5G-Ausbau in der EU zu erhöhen, hat Huawei jetzt angekündigt, Fabriken in Europa zu bauen.

Huawei will 5G-Komponenten in Europa bauen

Dort, so erklärte Huaweis Europachef am Dienstag in Brüssel, wolle der Konzern Netzwerkkomponenten bauen, wie AFP berichtet. Huawei fühle sich Europa näher als jemals zuvor. Mit den europäischen Produktionsstätten könne man „5G für Europa, made in Europe“ anbieten. Ob das die Bedenken der europäischen Regierungen, allen voran der deutschen, wirklich zerstreuen kann, ist fraglich. Die EU hatte ihren Mitgliedsstaaten zuletzt freigestellt, Konzerne von der Lieferung kritischer Komponenten für die 5G-Infrastruktur fernzuhalten.

Großbritannien hatte Huawei zuvor einen eingeschränkten Zugang zum Ausbau der 5G-Infrastruktur gewährt. Demnach sollen „hochriskante Anbieter“ lediglich aus besonders sensibler Infrastruktur mit Bedeutung für die nationale Sicherheit ferngehalten werden. Mit der Entscheidung hatte sich Ministerpräsident Boris Johnson gegen den US-Präsidenten Donald Trump gestellt. Der hatte seine westlichen Verbündeten aufgefordert nicht mit Huawei zusammenzuarbeiten.

Kein Android mehr für Huawei-Smartphones?

Die USA, die dem Konzern Spionage für die chinesische Regierung vorwerfen, haben Sanktionen gegen Huawei verhängt, die auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit US-Unternehmen betreffen. Eine Folge ist etwa, dass Huawei auf Googles Android und den Zugang zum Playstore verzichten muss – und jetzt an einem eigenen Smartphone-Ökosystem baut. Wann und wo Huawei mit dem Bau der Fabriken beginnt, ist bisher nicht bekannt.

Ebenfalls interessant:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung