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Gmail: Nutzer können bald Verbindungen zu Maps, Kalender und weiteren Diensten kappen

Google scheint Nutzern seiner Mail-App Gmail mehr Kontrolle über ihre Privatsphäre gewähren zu wollen. Künftig sollen Datenaustausch zwischen Google-Diensten und smarte Features optional werden.

2 Min.
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Gmail für Android. (Foto: hilalabdullah / Shutterstock.com)

Der mittlerweile über 15 Jahre alte Mail-Service Gmail könnte in Kürze eines der größten Updates seiner Geschichte erhalten. Dabei geht es jedoch nicht um das Hinzufügen weiterer Funktionen, sondern das optionale Entfernen von Features, um Nutzern mehr Privatsphäre zu bieten.

Gmail: Assets der Android-App deuten auf optionale Kappung von Verbindungen zu Maps und weiteren Diensten hin

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Googles Gmail ist bei vielen Nutzern wegen seiner smarten Funktionen beliebt, mit denen etwa Flug- oder Hotelreservierungen in den Kalender einfügen oder Restaurants in Google Maps anzeigen lassen. Relativ neu ist etwa die Funktion „Smart Reply“, die dabei mit Textbausteinen beim schnellen Antworten von Mails helfen können. Diese Features können künftig komplett abgestellt werden.

Das geht aus Hinweisen der Gmail-App für Android (Version 2020.09.20) hervor, deren Assets Mishaal Rahman vom Portal XDA Developers unter die Lupe genommen hat. Seinen Entdeckungen zufolge wird Google es Nutzer künftig einfacher machen, die zahlreichen smarten Funktionen zu deaktivieren und die Privatsphäre von User zu erhöhen.

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Laut Rahman sollen verschiedene Funktionen per Opt-Out-Prozess deaktiviert werden können. Auf diesem Wege sei etwa der Austausch zwischen Gmail und diversen Diensten nicht mehr möglich: Bei Kappung der Verbindung zum Google Assistant wird man etwa nicht mehr an anstehende Rechnungen erinnert, Google Maps kann keine Restaurantreservierungen mehr anzeigen, Googles Reise-Plattform verwehrt dann die Bündelung von Reiseplänen und Google Pay wird Kundenkarten und Tickets nicht mehr aus den E-Mails extrahieren.

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Gmail: Smart-Compose und weitere intelligente Funktionen bald leichter abschaltbar

Darüber hinaus sollen sich in den kommenden Einstellungen weitere intelligente Funktionen abschalten lassen. Dazu gehören neben den „Smart Replys“ etwa die Erinnerungsfunktion, auf Mails zu antworten, oder „Smart Compose“, um Textvorschläge beim Schreiben zu bekommen. Auch die automatische E-Mail-Filterung und -Kategorisierung, Benachrichtigungseinstellungen für Mails mit hoher Priorität als auch das Extrahieren von Terminen aus E-Mails sei abschaltbar.

Für Google wären diese neuen Funktionen ein Novum, wobei der Konzern in den letzten Monaten etwa für den Chrome-Browser und das Google-Konto Datenschutzfunktionen besser erreichbar gestaltet hatte. Bei Gmail holte Google sich die Erlaubnis für den Datenaustausch zwischen seinen Services beim Anlegen des Kontos ein. Diese Einstellungen optional zu machen respektive sie prominenter in die App zu bringen, wäre für Google eine aus Nutzersicht willkommene Kurskorrektur. Es ist durchaus möglich, dass diese Änderungen mit dem derzeit wachsenden Druck durch verschiedene Kartellbehörden zu tun haben könnten. Wann Google die neuen Features ankündigen wird, ist noch unklar.

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