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iOS 15 und iPadOS 15: Diese Funktionen der großen Updates solltet ihr ausprobieren

Mit iOS 15 und iPadOS 15 hat Apple am 20. September die nächsten große Updates seiner mobilen Betriebssysteme auf vielen iPhones und iPads veröffentlicht. Wir haben für euch einige der wohl spannendsten Funktionen gesammelt, die ihr euch näher ansehen solltet.

5 Min. Lesezeit
iOS 15 mit verbesserten Benachrichtigungen. (Screenshot: Apple/t3n)

Mit iOS 15 bringt Apple allerlei kleinere Verbesserungen für iPhone-Nutzer. Das Update auf iPadOS 15 liefert unter anderem Funktionen nach, die für iPhones teils schon seit iOS 14 verfügbar sind. Seit Montag, den 20. September, können Besitzer:innen kompatibler iPhones und iPads die neue Software installieren. Auf diese Features könnt ihr euch freuen.

iOS-15-Feature Live Text: Google Lens lässt grüßen

Mit iOS 15 hat Apple ein System zum Erkennen und Erfassen von analogem Text am Start. „Live Text“ ist direkt in Kamera, Fotos und den Safari-Browser integriert und macht sich Objekterkennung (Optical Character Recognition – OCR) und KI zunutze. Live Text funktioniert sowohl mit handgeschriebenem als auch mit getipptem Text. Die Funktion unterstützt Deutsch, Englisch, Chinesisch (traditionell und vereinfacht), Portugiesisch, Französisch, Italienisch und Spanisch.

„Live Text“: iOS 15 bekommt seine eigene Version von „Google Lens“. (Screenshot: Apple/t3n)

Der Text aus einem Bild oder dem Kamerasucher kann markiert und per Copy & Paste herauskopiert und anderswo eingefügt werden. Die Software funktioniert auch mit vorhandenen Fotos aus der Fotos-App. Auch Objekte wie Tiere, Pflanzen und andere Dinge lassen sich damit erkennen und Informationen über sie abrufen – quasi eine Art Google Lens von Apple.

Mitteilungsübersicht: iOS 15 mit verbesserten Benachrichtigungen

Das Benachrichtigungssystem von iOS ist eine Baustelle, an der Apple regelmäßig werkelt. Auch mit iOS 15 wird die Funktion abermals optimiert, um mehr Struktur und Kontrolle zu bieten. Hierfür zieht nun die Mitteilungszentrale ein, die ihr in Einstellungen > Geplante Übersicht aktivieren könnt.

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iOS 15: Mit der Mitteilungsübersicht werdet ihr beispielsweise zu bestimmten Zeiten weniger über Mails informiert. (Screenshots: t3n)

Mit diesem Feature könnt ihr euch weniger wichtige Mitteilungen geplant zusenden lassen. Wichtiges wie Anrufe, Direktnachrichten und dringende Mitteilungen erhaltet ihr umgehend, für andere könnt ihr euch einen Zeitplan einstellen, sodass ihr sie zu von euch festgelegten Uhrzeiten oder Intervallen erhaltet. Auch vom Sperrbildschirm könnt ihr Benachrichtigungen in die Mitteilungsübersicht verschieben, um sie später anzusehen.

Erfreulich ist außerdem, dass Apple die App-Icons in den Benachrichtigungen vergrößert hat, sodass schneller erfassbar ist, um welche Anwendung es sich handelt. Bei Nachrichten von iMessage wird euch zudem ein Bild des Absenders oder der Absenderin angezeigt.

Mehr Ruhe: iOS 15 bringt Fokus-Modus

Damit ihr euch während der Arbeit, beim Lesen oder anderen Aktivitäten nicht immer von äußeren Einflüssen ablenken lassen müsst, integriert Apple einen sogenannten „Fokus-Modus“ als Erweiterung der „Nicht stören“-Funktion in iOS 15.

Mit dem neuen Fokusmodus lasst ihr nur Relevantes an euch heran. (Screenshots: t3n)

Mithilfe der neuen Funktion werden euch nur Benachrichtigungen von bestimmten Apps und von euch festgelegten Personen angezeigt. Während der Arbeit könnten das etwa nur Nachrichten von Kollegen oder in der Freizeit nur von euren privaten Kontakten sein. Auf Wunsch kann „Fokus“ euch Vorschläge per KI machen, welche Apps zu einem bestimmten Zeitpunkt für euch nützlich sein könnten. Darüber kann die Funktion optional nach Ort oder Tageszeit automatisiert werden. Überdies werden die Fokus-Einstellungen mit euren anderen Apple-Geräten synchronisiert.

Apple bietet eine Reihe von voreingestellten Fokusmodi an – darunter „Zeit für mich“, „Arbeit“, „Fitness“, „Spielen“, „Lesen“ und mehr. Ihr seid bei den jeweiligen Fokus-Einstellungen jedoch nicht auf die von Apple vorgeschlagenen Voreinstellungen beschränkt, sondern könnt eigene festlegen. Die Fokusmodi werden automatisch gestartet, wenn ihr etwa mit der Apple Watch eine sportliche Aktivität startet, eine Lese-App öffnet oder Apple-Car-Play aktiviert.

Neu ist außerdem, dass euer „Bitte nicht stören“-Status mit anderen Kontakten in iMessage geteilt wird. Ein- und Ausschalten könnt ihr die Funktion im Kontrollzentrum.

Shareplay: iOS 15 macht iPhones sozialer

Um sich mit den Freunden oder der Familie per Facetime auszutauschen, hat Apple in iOS 15 neue neue Möglichkeiten der Interaktion integriert. Eine der neuen Funktionen ist „Shareplay“, mit der ihr Medien und Bildschirminhalte mit euren Facetime-Kontakten teilen könnt. So lassen sich gemeinsam Filme schauen oder Musik zu hören, auch wenn ihr örtlich voneinander getrennt seid und eine Person beispielsweise in Berlin und die andere in New York verweilt. Austauschen könnt ihr euch während des gemeinsamen Medienkonsums per Chat. Die Funktion wird indes erst mit iOS 15.1 oder 15.2 erscheinen.

Shareplay erreicht eure iPhones noch nicht mit iOS 15. (Bild: Apple)

Erwähnenswert ist an dieser Stelle auch die Öffnung von Facetime-Videoanrufen für Android- und Windows-User. Denn ein von euch verschickter Link zum Videocall lässt sich im Browser öffnen. Die Verbindung bleibt dennoch Ende-zu-Ende-verschlüsselt.

Safari: iOS 15 liefert verbesserte Einhandbedienung

Apples Safari-Browser erfährt mit iOS 15 sein größtes Update der letzten Jahre. Der Fokus der neuen Version liegt auf der Einhandbedienung: Die Adressleiste und Bedienelemente wurde nach unten verfrachtet und sollen so leichter mit einer Hand erreichbar sein. Zudem, so Apple, sollen mit dem Update die Inhalte in den Mittelpunkt gestellt werden.

Auffällig vor allem eine neue Tableiste, die am unteren Displayrand schwebt. Ein Wisch nach links oder rechts bringt euch zum nächstgelegenen Tab und wieder zurück. Außerdem könnt ihr im neuen Safari Tab-Gruppen anlegen, um mehr Ordnung zu erhalten. Die Tab-Gruppen werden auch in iPadOS und macOS Monterey einziehen.

iOS 15: Safari bringt euch optional eine bessere Einhandbedienung. (Screenshots: t3n)

Nachdem Apple mit iOS 14 seinem iPhone Widgets verpasst hat, sind mit iPadOS 15 nun die Tablets an der Reihe. Im Unterschied zum iPhone stehen euch bei den iPads zwei Orte zum Ablegen zur Verfügung: Auf dem Homescreen können die Widgets um Apps herum angeordnet werden, außerdem sind sie aus einer Lasche auf der linken Displayseite herauszieh- und verwaltbar. Wie beim iPhone lassen sich die Widgets nicht beliebig auf den Homescreens anordnen, sondern nur neben oder zwischen Apps anheften.

iPadOS 15 bringt App-Mediathek auf iPads

Nachzügler: iPadOS 15 bringt nun die App-Mediathek auf iPads. (Screenshot: t3n)

Erfreulich ist außerdem der Einzug der App-Mediathek, die Apple seinen iPhones schon mit iOS 14 verpasst hatte. Zum Öffnen der Übersicht hat Apple bei iPadOS nicht den letzten rechten Homescreen auserkoren, stattdessen ist ein Icon im App-Dock eingezogen. Dank diesem Feature müsst ihr all eure Apps nicht mehr über mehrere Homescreens verteilen oder in Ordnern unterbringen.

iPadOS 15: Besser erreichbare Multitasking-Funktionen

iPadOS 15 verbessert die Multitasking-Funktion. (Screenshot: t3n)

iPadOS unterstützt schon seit 2019 einige Multitasking-Funktionen wie Split-Window und Slide-Over-Funktionen. Mit iPadOS 15 macht Apple diese Funktionen mittels eines Multitasking-Icons in Form von drei kleinen Punkten leichter erreichbar. Das Ganze verbessert zwar die Usability, zu einem ausgewachsenen Notebook-Ersatz macht es iPads aber immer noch nicht.

App-Privacy-Report: Mehr Kontrolle über Apps

App-Privacy-Report: iOS 15 bringt mehr Datenschutz und Transparenz. (Screenshot: Apple/t3n)

Apples neue Funktion „App Privacy Report“ solltet ihr auch auf dem Schirm behalten. Denn sie liefert einen Überblick darüber, welche Apps in den letzten sieben Tagen auf Standortdaten, Fotos, Kamera, Mikrofon und Kontakte zugegriffen haben. Außerdem wird euch angezeigt, welche anderen Domains von einer App kontaktiert werden. Die Funktion wird aber wie Shareplay wohl nicht schon mit iOS 15 fertig werden, sondern erst mit einem der Folgeupdates im Laufe des Herbsts erscheinen.

Siri wird schneller und funktioniert offline

Apples Siri ist zwar die der schlaueste unter den Sprachassistenten, dafür aber ein Bestandteil des Systems. Mit iOS und iPadOS 15 soll Siri ein wenig schneller werden und außerdem teilweise offline funktionieren. So soll das Stellen des Timers, das Vorlesen von Nachrichten oder die Wiedergabesteuerung auch ohne Internetzugang funktionieren.

Erwähnenswert sind außerdem Ankündigungsbenachrichtigungen auf Airpods und die Möglichkeit, euren Bildschirminhalt per Sprachbefehl zu teilen. Siri wird also auch ein wenig smarter.

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3 Kommentare
David
David

Das neue Feature in iOS, welches die Totalüberwachung der User erlaubt wollt ihr nicht erwähnen?

Antworten
Andreas Floemer

Ist das eines der Highlights? Dazu haben wir an anderen Stellen ausreichend geschrieben. Außerdem wird es die Funktion laut Apple (vorerst) nur in den USA geben. https://www.apple.com/child-safety/#footnote-1

Antworten
Paul
Paul

Ist ganz gut, aber da fehlt noch einiges und manche Datenschutz-Versprechen kann ich nicht ganz glauben.

1. Man kann die Benachrichtigungen der Kurzbefehle-App kann man immer noch nicht deaktivieren für die Mitteilungszentrale
2. Kurzbefehle komplett im Hintergrund abspielen geht nicht
3. Copy & Paste wurde nicht überarbeitet z.B. kann man wenn man nach Geschäften bei Google sucht manche Textstellen nicht kopieren sondern nur die gesamte Karte und manchmal, wenn man einen langen Text schreibt und oben etwas korrigieren muss, springt das Copy & Paste Dingen immer wieder nach unten
4. Die Datenschutz-Einstellungen ganz speziell was die IP angeht: Meines Wissens dürfen die Unternehmen in der EU / in Deutschland n i c h t auf die IP-Adresse zugreifen um ein Profil daraus zu erstellen. Die IP-Adresse wird aus folgenden Gründen automatisch gespeichert, weil die Behörden das wollen (falls es zu einem Strafprozess kommt) oder für Sachen wie Online-Banking und so. Das sind aber Daten, wo Unternehmen n i c h t manuell drauf zugreifen dürfen. Sollte es doch so sein, das die Daten die gesetzlich gesehen gespeichert werden müssen, zu Trackingzwecken verwendet werden, soll sich der oberste Datenschützer in DE / der EU mal dazu äußern. Das die sogar aus den E-Mails gefiltert wird, wundert mich sehr stark.
5. Der Empfangsbalken oben rechts ist Platzverschwendung. Es reicht wenn da LTE / 3G / Ø steht und der Empfangsbalken ins Schnellmenü wechselt damit Platt für Messenger-Symbole ist oder von der App, die zuletzt aufgerufen wurde

Das sind die, die mir bisher aufgefallen sind

Antworten

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