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Kitepower Hawk: Flugdrache erzeugt Energie für E-Autoladestation

Mit Flugdrachen Windenergie in abgelegenen Orte erzeugen – darauf hat sich das niederländische Startup Kitepower spezialisiert. Mit dem Kitepower Hawk soll es jetzt möglich sein, netzunabhängig E-Autos zu laden.

2 Min. Lesezeit
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Mit von Flugdrachen erzeugter Windenergie E-Autos laden. (Bild: Kitepower)

In einigen Hundert Metern Höhe schwebende Flugdrachen sollen Expert:innen zufolge doppelt so effizient Windenergie erzeugen können wie herkömmliche Windräder. Im Vergleich zu Solaranlagen sei sogar das Fünffache an Ertrag drin.

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Flugdrachen effizienter als Windräder?

Weitere Vorteile gegenüber klassischen Windenergieanlagen: Flugdrachen benötigen weniger Platz und Wind. Sie können auf 80 Prozent der weltweiten Landfläche wirtschaftlich betrieben werden. Zum Vergleich: Bei Windrädern ist nur ein Viertel der Landfläche geeignet.

Entsprechend sind die Flugdrachen-Windenergiesysteme vor allem an entlegenen Orten oder in Katastrophengebieten gefragt – etwa als Ersatz für Dieselgeneratoren.

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Batteriespeicher zum Laden von E-Autos

Das im niederländischen Delft beheimatete Startup Kitepower hat mit dem Hawk jetzt ein System vorgestellt, das per Flugdrachen erzeugten Strom für das Laden von Elektroautos bereitstellt. Dazu wird das bekannte Airborne-Wind-Energy-System mit einem Batteriespeicher kombiniert.

Hawk erzeigt laut Herstellerangaben 30 Kilowatt Energie und speichert sie direkt in eine 400-Kilowattstunden-Batterie. Daran können dann E-Autos geladen werden.

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Interessant für Landwirtschaft und Bauwesen

Kitepower-CEO Johannes Peschel sieht insbesondere kleine Unternehmen in der Landwirtschaft oder dem Bauwesen als Interessent:innen für das Hawk-System an. „Das System ist einfach zu installieren, kann Tag und Nacht produzieren und ist hocheffizient“, so Peschel in einer Mitteilung.

Kitepower hat im vergangenen Jahr im Rahmen einer Crowdfunding-Aktion 850.000 Euro von europäischen Investor:innen eingesammelt. Aktuell arbeitet das Unternehmen mit RWE in Irland an einer entsprechenden Lösung für die Erzeugung von Windenergie per Flugdrachen.

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Sogar eine finanzielle Förderung von 3,5 Millionen Euro seitens der EU-Kommission in der Tasche hat das Brandenburger Unternehmen Enerkite, das eine ähnliche Lösung anbietet. Auch hier fliegt ein Flugdrache in rund 300 Metern Höhe seine Runden und zieht an Seilen einer Bodenstation.

Enerkite und VW arbeiten an mobiler E-Tankstelle

Dadurch werden Trommeln in Bewegung gesetzt, deren Drehung wiederum von einem Generator in Strom umgewandelt wird. Enerkite arbeitet übrigens gemeinsam mit der Volkswagen Group Charging an autarken mobilen Ladestationen für E-Autos. Eine Machbarkeitsstudie für mobile E-Tankstellen läuft.

Von Wasser bis Wind: Das ist die Zukunft der Energiegewinnung Quelle:

Die erste serientaugliche Flugdrachenanlage soll nach jahrelanger Grundlagenforschung 2024 beim ersten Pilotkunden in den Dauerbetrieb gehen, wie es auf der Website des Unternehmens heißt. In einer noch laufenden Finanzierungsrunde meldete Enerkite schon Investitionen von 500.000 Euro.

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