Anzeige
Anzeige
News
Artikel merken

Ex-Nasa-Forscher entwickelt Superakku – mit Technologie des Mars-Rovers

Ein ehemaliger Nasa-Forscher, der das Moxie-Gerät für den Mars-Rover mitentwickelt hat, nutzt diese Technologie für die Entwicklung eines Akkus. Der soll zur Zwischenspeicherung von erneuerbaren Energien dienen.

2 Min. Lesezeit
Anzeige
Anzeige

CO2 als Basis für Zwischenspeicherung von Energie aus Erneuerbaren. (Bild: Olivier Le Moal/Shutterstock)

Um die sogenannte Energiewende, also die Nutzung von erneuerbaren statt fossilen Quellen zur Energieversorgung, nachhaltig zu schaffen, müssen Möglichkeiten gefunden werden, Strom in großem Umfang zu speichern. Überlegt wird der großflächige Einsatz von E-Autobatterien – über bidirektionales Laden – ebenso wie Bergwerke oder riesige Lithium-Ionen-Akkusysteme.

Anzeige
Anzeige

Superakku könnte Energiespeicherung revolutionieren

Der ehemalige Nasa-Forscher Chris Graves arbeitet derweil an einem Superakku, der die langfristige Zwischenspeicherung von Energie revolutionieren könnte. Graves hatte zuvor das Moxie-Gerät des Mars-Rovers Perseverance mitentwickelt, das Kohlendioxid aus der Mars-Atmosphäre in Sauerstoff umwandelt.

Im Zuge der Moxie-Entwicklung kam Graves auf die Idee, mit dieser Technologie eine Möglichkeit schaffen zu können, Energie über längere Zeiträume billig und effizient speichern zu können – das heißt: mindestens 100 Stunden und mehr.

Anzeige
Anzeige

Wirkungsvoller als Lithium-Ionen-Akkus und Wasserstoff

Außerdem soll der mögliche neue Superakku über eine dreimal so hohe Energiedichte verfügen wie Lithium-Ionen-Akkus. Der Wirkungsgrad (Roundtrip-Effizienz) der Wasserstoffspeicherung soll um das Doppelte übertroffen werden.

Im Jahr 2018 gründete Graves das Startup Noon Energy, um die Technologie so weiterzuentwickeln, dass damit große Speicherkraftwerke möglich werden. In einer ersten Finanzierungsrunde sammelte das Startup drei Millionen US-Dollar ein.

Anzeige
Anzeige

Speicherkapazität im Labor um Faktor 50 erhöht

Innerhalb von gut einem Jahr ist es Noon Energy gelungen, die Speicherkapazität eines Prototyps im Labor um den Faktor 50 zu erhöhen – eine Grundvoraussetzung dafür, dass das Ganze später im großen Maßstab funktioniert.

Zur Belohnung gab es jetzt eine Finanzspritze in der Höhe von 28 Millionen Dollar. Damit sollen jetzt Projekte vor Ort realisiert werden, um die Technologie weiter zu testen. Dazu soll die Zahl der Mitarbeiter:innen verdreifacht werden, wie Canary Media berichtet.

Anzeige
Anzeige

CO2 wird in Kohlenstoff und Sauerstoff gespalten

Aber wie funktioniert die von Graves und seinen Mitarbeiter:innen entwickelte Technologie? Die Kohlenstoff-Sauerstoff-Batterie speichert Energie, indem sie CO2 in Kohlenstoff und Sauerstoff spaltet. Um die Energie zurückzugewinnen, wird der Kohlenstoff oxidiert.

Mit diesen 5 Erfindungen generieren Leute ihren eigenen Strom Quelle: pixabay.com

Graves erklärte dazu, dass die genutzten Materialien so günstig seien, dass man mehr für die Tanks zahlen müsse, in denen sie aufbewahrt würden – ein klarer Seitenhieb auf Lithium-Ionen-Batterien.

Noon-Lösung besser als gehypte Eisen-Luft-Batterie?

Auch weitere Konkurrenten wie Form Energy, das Startup des ehemaligen Tesla-Speichermanagers Mateo Jaramillo, das bei seiner Batterielösung auf Eisen und Luft setzt, und schon 650 Millionen Dollar einsammeln konnte, hofft Graves, mit seiner Lösung ausstechen zu können.

Anzeige
Anzeige

Die Lösung, so Noon Energy, könnte schon in zwei Jahren marktreif sein.

Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
2 Kommentare
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Kantenhuber

Egal wie, es muss so werden, dass Kohlenstoff aus regenerativen Quellen anstatt aus Erdöl gewonnen werden muss. Allein durch die Wiedergewinnung von vielen alten natürlichen Kohlenstoffsenken wir das Ganze nicht zu machen sein.

Eher wird es so sein müssen, dass aus CO2 Kohlenstoffgrundstoffe gewonnen werden, die in allen möglichen konvergenten Prozessen in der Industrie eingesetzt werden anstatt Erdöl, inkl. der Entnahme von CO2 aus der Luft.

Antworten
FrankDrebin

@Kantenhuber das CO2 wird wohl immer wieder verwendet, sonst wäre es wohl zu teuer.

Hört sich jedenfalls interessant an, wenn der Kohlenstoff eine 3x höhere Dichte hat als moderne Lithium Ionen Akkus, bedeutet das sogar, dass diese eine höhere Dichte haben als Wasserstoff bei 200 bar (wie z.B. in Salzkavernen). Nur, das CO2 muss im entladenen Zustand natürlich auch gespeichert werden. Könnte mir vorstellen, dass das CO2 in Salzkavernen zwischengespeichert wird, und der Kohlenstoff in riesigen drucklosen und kostengünstigen Tanks an der Oberfläche gespeichert wird. Sauerstoff kommt dann vermutlich einfach aus der Luft. Würde gerne mehr darüber erfahren und zum Volumenbedarf. Und wäre das sogar gut transportfähig als Alternative zum Wasserstoff? Dann bräuchte man kein Wasser, und könnte CO2 aus der Luft saugen falls das alles nicht zu teuer ist.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Anzeige
Anzeige