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Smart-Displays von Google und Lenovo mit Google Assistant im Test: Viel Potenzial verschenkt

Google Nest Hub. (Foto: t3n)

Die ersten Smart-Displays mit dem Google Assistant sind in Deutschland erhältlich. Sie sind zwar recht gut ins Google-Ökosystem integriert, jedoch wirkt die Software noch unfertig. Mit Amazons Echo Show können sie nicht mithalten.

Mit Lenovos Smart-Displays und Googles Nest Hub sind die schon vor über einem Jahr angekündigten Smart-Displays in Deutschland angekommen. Dabei handelt es sich um smarte Lautsprecher mit integriertem Touchbildschirm, die Google als Antwort auf Amazons Echo Show (Test) ins Rennen schickt. Anstelle von Amazons Alexa dient selbstredend der Google Assistant als Basis, was Google als Suche der Zukunft beschreibt.

Kleines und großes Smart-Display: Google Nest Hub und Lenovo Smart Display 10. (Foto: t3n)

Kleines und großes Smart-Display: Google Nest Hub und Lenovo Smart Display 10. (Foto: t3n)

Der Google Assistant kann durchaus in vielen Belangen als die beste Lösung am Smartphone bezeichnet werden, die Integration in die Smart-Displays lässt aber leider noch zu wünschen übrig. Vor allem, weil der Sprachbedienung Grenzen gesetzt sind. Hier wirkt Amazons Alexa durchdachter.

Lenovo Smart Display und Googles Nest Hub – die Hardware ist gut

Lenovo Smart Display mit 10-Zoll-Display. (Foto: t3n)

Lenovo Smart Display mit 10-Zoll-Display. (Foto: t3n)

An der Hardware der ersten Smart-Displays auf dem deutschen Markt ist wenig auszusetzen. Lenovos Smart-Displays werden in zwei Bildschirmdiagonalen von acht und zehn Zoll angeboten, die Auflösungen betragen 1.280 x 800 Pixel, respektive 1.920 x 1.200 Pixel. Uns liegt das größere Modell als Testexemplar vor, dessen Bildschirm Inhalte in guter Qualität und blickwinkelstabil darstellt. Wie Amazons Echo Show neigt das Display bei direkter Sonneneinstrahlung dazu, zu spiegeln, was sich im Alltag jedoch nicht negativ auswirkt, sofern das Gerät entsprechend platziert wird. Das gilt selbstredend auch für Googles Nest Hub, dessen Sieben-Zoll-Display mit 1.024 x 600 Pixeln auflöst.

Google Nest Hub. (Foto: t3n)

Googles Nest Hub macht als digitaler Bilderrahmen eine gute Figur. (Foto: t3n)

Lenovos Modelle besitzen jeweils nach vorn gerichtete Lautsprecher, deren Klang recht ordentlich ist. Beim Google Nest Hub ist der Speaker nach hinten gerichtet und kommt nicht an die Tonqualität der Lenovo-Geräte heran. Unter anderem liegt dieser Umstand an der geringeren Größe – der Nest Hub besitzt lediglich ein Sieben-Zoll-Display und ist entsprechend kompakter dimensioniert. Allerdings hätte Google mit Sicherheit durch einen besseren Speaker mehr herausholen können.

Im Unterschied zum Nest Hub besitzen die Lenovo-Modelle eine Webcam zur Nutzung der Videotelefoniefunktion Google Duo, für die eure Telefonnummer erforderlich ist. Wie bei Amazons Echo Show sind weder Display noch Kamera schwenkbar, sodass man sich zum Telefonieren passend platzieren muss.

Lenovo Smart-Display kann im Quer- und Hochkantformat genutzt werden.(Foto: Lenovo)

Lenovos Smart-Display kann im Quer- und Hochkantformat genutzt werden, jedoch ist die aufrechte Position nur zur Videotelefonie vorgesehen. Alle anderen Funktionen sind nur im Querformat nutzbar. (Bild: Lenovo)

Sowohl die Webcam als auch das Mikrofon lassen sich mit einem mechanischen Schieberegler deaktivieren beziehungsweise abdecken. Googles Modell kommt absichtlich ohne Webcam, da der Hersteller es auch als Wecker im Schlafzimmer sieht. Das Mikrofon des Nest ist auch über einen Schalter deaktivierbar. Zusätzliche Anschlüsse wie USB-Ports oder eine Klinkenbuchse sind nicht vorhanden. Inhalte können bei Bedarf per Bluetooth oder WLAN via Googles Cast-Protokoll auf die Bildschirme übertragen werden. Einen dedizierten Ausschalter hat keines der Geräte, lediglich eine Lautstärkeregelung ist vorhanden. Letztere lässt sich aber auch per Sprachbefehl einstellen – das funktioniert meist auch bei lauter Musik zuverlässig.

Lenovo Smart Display 10. (Foto: t3n)

Lenovo Smart Display 10. (Foto: t3n)

Zwar lassen sich die Geräte nicht komplett abstellen (es sei denn, ihr zieht den Stecker), aber immerhin könnt ihr mit dem Sprachbefehl „Hey Google, stell das Display aus!“ den Bildschirm stark abdunkeln. Es ist nach dem Kommando nur noch schwach die eingeblendete Uhrzeit zu erkennen. Warum Google hier so vorgeht, ist uns schleierhaft.

Google Nest Hub. (Foto: t3n)

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