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Übernahmegespräche: Bird will deutsche E-Tretroller-Firma Circ kaufen

Circ E-Scooter. (Foto: t3n)

Der kalifornische E-Tretroller-Anbieter Bird soll einem Bericht zufolge Gespräche über den Kauf des deutschen Rivalen Circ führen. Bird könnte damit in Europa zu Lime aufschließen.

Der europäische E-Tretroller-Markt ist in Bewegung geraten. Einem Bericht der Financial Times (FT, Paywall) zufolge soll der finanzstarke US-Anbieter Bird Gespräche aufgenommen haben, die zu einer Übernahme des deutschen Konkurrenten Circ führen könnten. Details zu den möglichen Verhandlungen gibt es nicht, beide Firmen wollten den Bericht nicht kommentieren. Bird, so die FT, könnte mit dem Zukauf in Europa näher an den US-Rivalen Lime heranrücken, der den europäischen Markt anführen soll.

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Circ sucht Investoren

Schon in den vergangenen Monaten war gemunkelt worden, dass es Circ schwerfalle, neue Investoren und damit frisches Kapital an Land zu ziehen, wie die Newsseite Sifted berichtet. Grund sei laut Marktbeobachtern, dass die Investoren schon zu viel Geld in das gehypte E-Tretroller-Geschäft gesteckt hätten und jetzt Gewinne erwarteten. Viele sehen in den Übernahmeverhandlungen die langerwartete Konsolidierung des Marktes, nachdem Hunderte Millionen US-Dollar in die Startups geflossen seien.

Das von Delivery-Hero-Mitgründer Lukasz Gadowski 2018 ins Leben gerufene Startup Circ, ehemals Flash, etwa hatte im Januar des vergangenen Jahres 55 Millionen Euro einsammeln können und war in den vergangenen beiden Jahren in Dutzende Städte expandiert. Nach der kostspieligen Expansion innerhalb Deutschlands, nach Österreich, Italien, Frankreich, den Nahen Osten, Osteuropa und Skandinavien scheint Circ etwas die Puste ausgegangen zu sein. Ende November hatte das Unternehmen angekündigt, 50 Stellen streichen zu müssen.

Die Konkurrenten Voi aus Schweden und Tier aus Deutschland hatten allerdings noch im Herbst größere Finanzierungsrunden erfolgreich abschließen können. Voi sammelte 85 Millionen Dollar, Tier 60 Millionen Dollar ein. Beide hatten mit der Einführung von Wechselakkus und länger haltbaren Gefährten auf den zunehmenden Druck der Kapitalgeber reagiert.

Gespräche könnten noch scheitern

Sollte Bird, das zuletzt mit 2,5 Milliarden Dollar bewertet wurde, den Zuschlag zum Circ-Kauf erhalten, dürfte der Kaufpreis weit unter dem noch vor nicht allzu langer Zeit gehandelten Wert von einer Milliarde Dollar liegen, wie die FT schreibt. Bird wird aller Voraussicht nach sein Europageschäft mit dem von Circ zusammenschließen. Die Gespräche zwischen beiden Unternehmen könnten aber auch noch scheitern. Ob und wann es eine Einigung gibt, ist nicht klar.

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