Anzeige
Anzeige
News
Artikel merken

Nach Unfall mit 3 Toten: US-Behörde nimmt Autopilot von Tesla wieder ins Visier

Nach einem Unfall mit einem Tesla Model S, bei dem alle drei Insassen getötet wurden, hat die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA die Ermittlungen aufgenommen – wie in über 30 älteren Fällen. Ob der umstrittene Autopilot diesmal aktiviert war, ist unklar.

2 Min. Lesezeit
Anzeige
Anzeige
Tesla mit aktiviertem Autopilot. (Foto: Scharfsinn/Shutterstock)

Am 12. Mai kam es im kalifornischen Newport Beach zu einem folgenschweren Unfall mit einem Model S von Tesla. Das E-Auto soll dabei gegen einen Bordstein geprallt und anschließend mit Baumaschinen zusammengestoßen sein. Alle drei Insassen kamen bei dem Unfall ums Leben. Darüber hinaus mussten drei Bauarbeiter mit nicht lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Ob Teslas Fahrassistenzsystem Autopilot aktiviert war, hat die Polizei nicht bekanntgegeben. Dass sich jetzt die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA eingeschaltet hat, zeigt, dass das zumindest vermutet wird.

NHTSA untersucht Tesla Autopilot – mal wieder

Anzeige
Anzeige

Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge soll die NHTSA die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen haben. Die Behörde ist laut eigenen Angaben derzeit schon mit der Untersuchung von über 30 Unfällen beschäftigt, in die der Tesla-Autopilot involviert gewesen sein soll. Im August 2021 hatte die NHTSA schon eine formale Untersuchung des Systems eingeleitet, in deren Fokus vor allem Unfälle mit Einsatzfahrzeugen stehen. Dabei ging es um – zu diesem Zeitpunkt – elf Unfälle mit Einsatzfahrzeugen, die bei 17 Menschen zu Verletzungen und bei einem zum Tod führten.

Die Untersuchungen der NHTSA und die zum Teil tödlichen Unfälle, bei denen das Autopilot-System eine Rolle spielt, sind übrigens wohl einer der Gründe dafür, dass Tesla aus dem S&P-Nachhaltigkeitsindex geflogen ist. Vor allem der Rausschmiss und weniger die neuen Untersuchungen der NHTSA sorgen dafür, dass die Tesla-Aktie zuletzt weiter an Wert verloren hat. Tesla-Chef Elon Musk ist allerdings – nicht ganz zu Unrecht – der Meinung, dass der Nachhaltigkeitsindex des S&P eher eine Augenwischerei als echte Messlatte ist. Schließlich findet sich dort der Ölkonzern Exxon in den Top-Ten.

Anzeige
Anzeige

Autonome Fahrsysteme: Kritik an Behörde

Die NHTSA sieht sich wiederum in der Kritik durch die Transportsicherheitsbehörde NTSB, wie Engadget schreibt. Der Vorwurf: Die NHTSA schaffe es nicht sicherzustellen, dass Autohersteller wie Tesla, die autonome Features nach Level 2 anbieten, über wirkungsvolle Sicherheitsfunktionen verfügten. NTSB-Chefin Jennifer Homendy etwa hat die Beschreibung von Teslas Autopilot als Full-Self-Driving (FSD) als „missverständlich und unverantwortlich“ bezeichnet. Das habe „eindeutig zahlreiche Menschen dazu verleitet, die Technologie falsch zu nutzen und zu missbrauchen“, so Homendy.

Anzeige
Anzeige

Auch in Deutschland werden Teslas Autopilot, die mangelnden Datenschutzmaßnahmen und das Sicherheitskonzept des E-Autobauers zum Teil scharf kritisiert. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) forderte Tesla erst im März 2022 auf, die Risiken im Sicherheitskonzept zu verringern. „Die Straße ist kein Experimentierfeld, es geht um die Sicherheit im Verkehr und am Ende um Menschenleben“, so KBA-Präsident Richard Damm in Richtung Tesla und Musk. Im Januar 2022 hatte das KBA eine Prüfung angekündigt, bei der es darum geht, ob das Spurwechselsystem von Teslas Autopilot in Deutschland zulässig ist.

Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Schreib den ersten Kommentar!
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Anzeige
Anzeige